Dr. Eugen Ehmann neuer Vorsitzender - Hohe Auszeichnung für Dr. Paul Beinhofer - Langjährige Unterstützer geehrt

16. Juli 2019

Das Bild zeigt den früheren Vorsitzenden Regierungspräsident a.D. Dr. Paul Beinhofer (links) mit der Urkunde zur Ernennung als Ehrenvorsitzender und den neuen Vorsitzenden Regierungspräsident Dr. Eugen Ehmann (rechts) nach der heutigen erweiterten Vorstandssitzung.

Fotos: Johannes Hardenacke / Gerhard Bauer

Würzburg. Nach achtzehneinhalb Jahren an der Spitze der Kriegsgräberfürsorge in Unterfranken hat der frühere Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer sein Ehrenamt in die Hände von Dr. Eugen Ehmann gelegt. Den Wechsel an der Spitze vollzog der Bezirksverband am Montag während seiner erweiterten Vorstandssitzung, an die sich der Dankempfang für langjährige Unterstützer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge anschloss.
Regierungspräsident Dr. Eugen Ehmann dankte seinem Amtsvorgänger für sein Wirken für die Kriegsgräberfürsorge in Unterfranken. Dr. Beinhofer hatte im Februar 2001 den Vorsitz übernommen und fast zwei Jahrzehnte das Verbandsgeschehen begleitet und geprägt. Seit 2017 ist Dr. Beinhofer zudem stellvertretender Landesvorsitzender des Volksbundes und wird diese Funktion auch weiterhin wahrnehmen. Für sein Engagement in Unterfranken hat der Landesvertretertag als höchstes Beschlussorgan der Kriegsgräberfürsorge in Bayern Dr. Beinhofer zum Ehrenvorsitzenden des Bezirksverbands Unterfranken ernannt.
In der erweiterten Vorstandssitzung informierten der Vorsitzende und Bezirksgeschäftsführer Oliver Bauer über die Arbeit des Volksbundes auf Bundes-, Landes- und vor allem Bezirksebene im Jahr 2018. Augenfälligste Aktivität ist die jährliche Haus- und Straßensammlung in Unterfranken. Die rund 1400 Helfer aus Bundeswehr, Soldaten- und Reservistenkameradschaften, Vereinen, Kommunen und Schulen nahmen rund 191.500 Euro für die Kriegsgräberfürsorge ein. Der Anstieg von rund 12.000 Euro gegenüber dem Jahr 2017 dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Sammlung wegen fehlender Helfer immer schwieriger werde, so Bezirksgeschäftsführer Oliver Bauer. Er betonte, dass das Gedenkjahr „100 Jahre Ende Erster Weltkrieg“ vielen Menschen den Ursprung der Kriegsgräberfürsorge vor Augen geführt habe. Der Volksbund, der sich als Verein um Pflege und Erhalt deutscher Kriegsgräberstätten kümmert, wurde im Dezember 1919 in Berlin gegründet.
Beim anschließenden Dankempfang ehrte der neue Bezirksvorsitzende Dr. Eugen Ehmann in seiner ersten Amtshandlung rund 20 verdienstvolle Unterstützer der Volksbund-Friedensarbeit für ihr langjähriges Engagement. In seiner Ansprache betonte er, dass beinahe 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges immer noch hunderttausende deutsche Soldatenschicksale ungeklärt sind. Insbesondere in Ost- und Südosteuropa ist Suche, Bergung und Einbettung von Kriegstoten immer noch im Gang, da hier der Volksbund erst in den 1990er Zugang bekam. Allein im vergangenen Jahr wurden 24.200 gefallene deutsche Soldaten umgebettet. Noch mindestens 200.000 weitere Umbettungen sind in den folgenden Jahren geplant. Seine Mittel für die Suche nach Kriegstoten und den Aufbau von Kriegsgräberstätten verdankt der Volksbund zu weiten Teilen Spendern und Förderern. Mit seiner Arbeit setzt sich der Volksbund auch für eine zeitgemäße Erinnerungskultur und das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft ein.
Der Bezirksverband Unterfranken ist mit rund 2400 Mitgliedern der drittstärkste der bayerischen Bezirksverbände. Seine Geschäftsstelle ist in der Eichendorffstraße 14 b in Würzburg angesiedelt. Sie ist erreichbar unter 0931 / 52122 oder per E-Mail an bv-unterfranken@volksbund.de. Weitere Informationen zum Volksbund unter www.volksbund.de

 Foto: Johannes Hardenacke

 

Pressemitteilung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Bezirksverband Unterfranken, zum Wechsel des Vorsitzes von Regierungspräsident a.D. Dr. Paul Beinhofer auf Regierungspräsident Dr. Eugen Ehmann und Ernennung von Regierungspräsident a.D. Dr. Paul Beinhofer zum Ehrenvorsitzenden

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