Aktuelles zur Schul- und Bildungsarbeit des LV Bayern

Die Schülerinnen und Schüler des W-Seminars „Erster Weltkrieg“ aus Neuburg auf der Gedenkstätte „Fort Douaumont“ bei Verdun.
Auf den deutschen Kriegsgräberstätten Hautecourt und Consenvoye gedachten die Neuburger Schülerinnen und Schüler aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, insbesondere aber der Neuburger, die im Ersten Weltkrieg bei Verdun fielen und u.a. auf diesen Kriegsgräberstätten ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Im Rahmen eines vorausgegangenen Projektes mit dem Volksbund setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Einzelschicksalen der dort ruhenden Neuburger auseinander. Unter ihnen befindet sich mit Albert Steinebach auch ein ehemaliger Neuburger Schüler, an den bis heute auf einer Holztafel im Flur des Gymnasiums gedacht wird.

Exkursion des W-Seminars „Erster Weltkrieg“ nach Verdun

Descartes Gymnasium Neuburg

 

Bereits um 7:00 Uhr trafen sich am Donnerstag, den 21.03.2019, die Elftklässler, die das W- Seminar “Neue Dimensionen des Krieges: Der Erste Weltkrieg” belegen, mit ihrer Kursleiterin Frau Mocker und Herrn Schneeweiß, um sich mit dem Bus auf den Weg nach Verdun zu machen. Diese französische Kleinstadt war einer der grausamsten Schauplätze des Ersten Weltkrieges, wobei 1916 etwa 300.000 Franzosen und Deutsche ihr Leben verloren. Häufig wird daher von der „Hölle von Verdun“ gesprochen. Nach etwa achtstündiger Busfahrt kamen wir alle bei frühlingshaftem Wetter in Verdun an. Noch vor dem Bezug der Zimmer machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt, wo wir bei einem Kaffee am Ufer der Maas einen ersten Eindruck von der Stadt bekamen. Im Anschluss an die kleine Pause stand die Stadtbesichtigung auf dem Programm. Bei unserer fußläufigen Stadttour konzentrierten wir uns insbesondere auf die Spuren der Schlacht im Ersten Weltkrieg. Immer wieder war eindeutig zu erkennen, dass manche Gebäude aufgrund der Zerstörung durch den Beschuss der Stadt neu gebaut worden sind und deshalb auch eine andere Architektur aufweisen. Zudem konnten wir gut die wenig entfernten Anhöhen nördlich und östlich der Stadt sehen, welche den Kriegsschauplatz dargestellt haben. Besondere Bedeutung bei diesem Stadtrundgang hatten für uns die gewaltige Gedenkstätte zum Ersten Weltkrieg, sowie aus früheren Jahrhunderten die Stadttore sowie die Kathedrale. Mit diesen ersten Eindrücken kehrten wir zurück zum Hotel, um anschließend die Zimmer zu beziehen und ein Lokal zum Abendessen aufzusuchen. Als Ausklang des ersten Abends in Verdun gingen wir Schüler in der Stadt noch ein wenig aus.

Am nächsten Morgen brachen wir um 9 Uhr zum Memorial de Verdun auf, einem äußerst interessant und beeindruckend gestalteten Museum zum Ersten Weltkrieg, welches aus deutscher und französischer Sichtweise die damaligen Kriegsgeschehnisse  sowie Ausrüstung, Logistik und Technik sehr gelungen veranschaulicht. Im Anschluss an diesen gewinnbringenden Museumsbesuch nahmen wir im Museumscafé einen Mittagssnack zu uns, woraufhin wir uns auf die Spuren des ehemaligen Dorfes Fleury direkt beim Museum machten. Dieses wurde im Krieg vollkommen zerstört und nicht wieder aufgebaut, sodass heute lediglich noch kleine – inzwischen im Wald liegende – Gedenksteine an die Dorfgebäude und dessen Bewohner erinnern. Noch heute ist das gesamte Gebiet äußerst hügelig, was durch die schier endlosen Granateinschläge verursacht worden ist und auch nach inzwischen über 100 Jahren noch tiefe Spuren im Gelände hinterlassen hat. So werden auch heute noch im gesamten Bereich der Schlachtfelder täglich Granatsplitter und Blindgänger insbesondere von Landwirten gefunden, welche an die Feldränder gelegt und dort regelmäßig durch die Gemeinde abgeholt und entsorgt werden. Interessant ist allerdings auch, dass Fleury wie auch die anderen im Krieg zerstörten französischen Dörfer noch heute ein Ortsschild und einen Bürgermeister besitzen. Eine – wie wir finden - sehr schöne Form der Erinnerungs- und Mahnkultur. Daraufhin fuhren wir mit dem Bus wenige Kilometer weiter zum größten Fort, dem Fort Douaumont, wo wir eine Führung erhielten. In diesen Mauern waren für die Soldaten durch den massiven Beschuss der Festung, der Kälte und Feuchtigkeit unerträgliche Tage zu durchstehen. So überkam uns alle ein sehr beklemmendes Gefühl, zumal bei einer Explosion von gelagerter Munition und Waffen fast 600 deutsche Soldaten ums Leben kamen. Die wirklich sehr aufschlussreiche Besichtigung des Forts hat bleibende Eindrücke in uns allen hinterlassen, vor Allem wie grausam die Kriegszeiten tatsächlich waren. Nachdem noch offen gebliebene Fragen geklärt worden waren, erkundigten wir auch die Gegend unmittelbar um und auf dem Fort und sahen uns die Überreste der dort verbauten Maschinengewehrtürme und des Kanonenturmes an. Auch hier sind heute noch die verheerenden Spuren der immensen Bombardierungen an der Landschaft und natürlich auch an der Substanz der Festung zu sehen. Als unser persönliches Zeichen der Bedeutung des Friedens, der deutsch-französischen Freundschaft, der Völkerverständigung und nicht zuletzt der Unabdingbarkeit der Europäischen Union machten wir abschließend noch ein Foto, bei dem wir Schüler uns zwischen die jeweiligen Masten der französischen, deutschen und europäischen Flagge stellten. (siehe Foto) Als Nächstes stand noch das Beinhaus (französisch: Ossuaire) auf dem Programm. In diesem Monument befinden sich die sterblichen Überreste von etwa 130.000 zum Teil nicht mehr identifizierbaren französischen Gefallenen. Stellvertretend für die deutschen Gefallenen befinden sich auch die Überreste eines deutschen Soldaten dort. Auf einer unfassbar großen Fläche vor dem Beinhaus erstreckt sich ein riesiger französischer Soldatenfriedhof. Allein der Anblick der augenscheinlich zahllosen Anzahl an weißen Kreuzen, welche für französische Gefallene stehen, riefen in uns große Beklemmung hervor. Besonders an diesem Friedhof ist, dass auch Gefallene aus den französischen Kolonien hier begraben wurden und so Anerkennung finden. Als Zeichen dessen wurden muslimische Grabsteine, die nach Mekka ausgerichtet sind, aufgestellt und zusätzlich ein großes Denkmal stellvertretend für alle muslimischen Gefallenen. Mit beklemmenden Gefühlen und andererseits interessanten und wichtigen Informationen fuhren wir zum Hotel zurück. Am Abend gingen wir Schüler alle gemeinsam essen und im Anschluss kamen wir auf einem Boot auf der Maas, in welchem eine Bar war, in Kontakt mit Einheimischen, was diesen Tag positiv beendete.
Am nächsten Morgen war bereits schon wieder der Tag der Abreise, doch zuvor hatten wir noch zwei bedeutende Ziele. Diese waren die beiden deutschen Soldatenfriedhöfe Consenvoye und Hautecourt, auf denen jeweils mehrere Tausend Gefallene ihre letzte Ruhestätte fanden. Deutsche Kriegsgräberstätten in Frankreich sind stets durch schwarze Kreuze gekennzeichnet. Wir legten kleine Kreuze nieder und entzündeten Kerzen als Zeichen des Gedenkens. Beides hatten wir im Rahmen eines Besuches des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in einer Seminarstunde vor unserer Exkursion erhalten. In Hautecourt gedachten wir insbesondere der Neuburger Gefallenen, die dort beerdigt wurden. Verwundert waren wir, als einige Autos, die an diesem Friedhof vorbeifuhren und uns dort sahen, teils anhaltend hupten. Nicht zuletzt dadurch wurde uns klar, wie verletzlich die deutsch-französische Freundschaft nach wie vor ist und welch hohen Stellenwert deshalb Schutz und Pflege dieser Freundschaft haben müssen. Mit diesen letzten, uns nachdenklich stimmenden Erfahrungen traten wir gegen Mittag die Heimreise an. Auf den letzten hundertfünfzig Kilometern schien die Fahrt nach einer Pause auf einem Stuttgarter Rasthof noch zum Abenteuer zu werden. Denn der Busfahrer verkündete uns, dass eine Weiterfahrt aufgrund eines defekten Anlassers nicht möglich sei, es sei denn, wir würden den Bus per Hand anschieben. Dies ist uns tatsächlich auch gelungen, sodass wir um etwa 19 Uhr wieder in Neuburg ankamen. Damit gingen für uns drei äußerst interessante, aber auch bedrückende und mahnende Tage vorüber. Die Fahrt wird von uns allen als große Bereicherung in jeglicher Hinsicht wahrgenommen, weshalb wir uns auf diesem Wege herzlich bei unserer Lehrerin Frau Mocker für die bestens gelungene Planung und Durchführung sowie Herrn Schneeweiß für seine Begleitung bedanken möchten. Nicht zuletzt gilt unser großer Dank dem Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen sowie dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., welche uns mit 455€ bzw. 500€ Zuschuss tatkräftig unterstützten.

Bildungsreferent Maximilian Fügen gibt den Soldaten Einblick in das Schicksal des Kanoniers Georg Frey, der vor genau 100 Jahren im Alter von 22 in einem Münchner Lazarett verstarb.
Zum Dank für die durchgeführte Bildungsmaßnahme überreichen Angehörige der 6./EloKaBtl 931 dem Bildungsreferenten des Volksbundes das Verbandsabzeichen sowie eine großzügige Spende.

Volksbund führt historisch-politische Bildungsmaßnahme mit der Bundeswehr in München durch


An einem kühlen, herbstlichen Vormittag fanden sich am 8. November rund 40 Soldatinnen und Soldaten der 6. Kompanie des Bataillons Elektronische Kampfführung 931 aus Daun (Rheinland-Pfalz) an der Kriegsgräberstätte München Waldfriedhof ein. Der Besuch der Kriegsgräberstätte war Bestandteil einer mehrtägigen historisch-politischen Bildungsreise durch das Münchner Umland. Dem sonstigen Tagesprogramm war der Umstand geschuldet, dass die Teilnehmer in zivil kamen. Ziel war es, die Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft zu verdeutlichen und sich insbesondere mit der Geschichte des Ersten Weltkrieges und der Kriegsgräberfürsorge auseinanderzusetzen.
Zunächst wurde durch einen Angehörigen der Truppe die Arbeit des Volksbundes mustergültig vorgestellt. Er nahm hierbei sowohl Bezug auf die klassischen Aufgaben der Kriegsgräberfürsorge (Suche nach den Gefallenen, Bergung und Umbettung, Angehörigenbetreuung) als auch auf die zukunftsorientierte und friedenfördernde Jugend-, Schul- und Bildungsarbeit.
Im Anschluss wurden die Teilnehmer durch den neuen Bezirksgeschäftsführer München, Thomas Koterba, und den Bildungsreferenten des Landesverbandes Bayern, Maximilian Fügen, willkommen geheißen. Es folgte eine Einführung zu den Auswirkungen der Weltkriege auf München sowie zu der Geschichte und Architektur der Kriegsgräberstätte.
Gemeinsam besuchte die Gruppe dann das Grab von Georg Frey, der auf den Tag genau 100 Jahre zuvor, noch 3 Tage vor Kriegsende, in einem Münchner Lazarett verstorben war.
Die Betroffenheit innerhalb der Gruppe war deutlich spürbar.
In Kleingruppen schwärmten die Teilnehmer dann über das Gelände der Kriegsgräberstätte, auf der über 3.500 Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft ruhen, aus, um sich bewusst mit den Einzelschicksalen auseinanderzusetzen. Hierzu waren vorab durch die Mitarbeiter des Volksbundes aufbereitete Biographien an den jeweiligen Grabsteinen verteilt worden.
Die starke Wirkung, die die Auseinandersetzung mit den Geschichten hinter den Steinen auf die Teilnehmenden hatte, zeigte sich in der anschließenden Diskussionsrunde.
Die Soldatinnen und Soldaten waren vor allem über die Heterogenität der Opfergruppen auf der Kriegsgräberstätte erstaunt: An Verwundung und Krankheit in den Münchner Lazaretten verstorbene Soldaten der beiden Weltkriege, Männer, Frauen und Kinder, die Opfer des Bombenkrieges wurden, sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter wie auch deutsche Desserteure, die der NS-Gewaltherrschaft zum Opfer fielen, Minderjährige, die kurz vor Kriegsende noch als „Soldaten“ verheizt wurden, potentielle Kriegsverbrecher aber auch Retter ausländischer Kriegsgefangener finden sich an diesem Ort.  
Ein abschließendes Fazit des Bildungsreferenten und des Einheitsführers beendete die Bildungsmaßnahme. Die Soldatinnen und Soldaten kehrten im Gespräch miteinander oder ganz in Gedanken zu ihrem Bus zurück, der sie zum nächsten Programmpunkt brachte.
Kompaniefeldwebel und Einheitsführer übergaben dem Volksbund eine großzügige Spende, bedankten sich für die durchgeführte Bildungsmaßnahme und zeigten sich hoffnungsvoll, dass sich künftig noch mehr Angehörige der Kompanie an der bevorstehenden Sammlung für die erinnerungskulturelle und friedensfördernde Arbeit des Volksbundes beteiligen würden.

„Lichter für den Frieden“ – Kerzenaktion von Ingolstädter Schulen auf der lokalen Kriegsgräberstätte


Schülerinnen und Schüler von drei Ingolstädter Schulen, der Fronhofer-Realschule, des Katharinen- sowie des Reuchlin-Gymnasiums, versammelten sich am 12. November auf der Kriegsgräberstätte Ingolstadt Westfriedhof, um zum Anlass des 100jährigen Endes des Ersten Weltkrieges den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken. Weltweit forderte der Erste Weltkrieg etwa 17 Millionen Tote. 336 Tote von ihnen, die in Ingolstädter Lazaretten ihren Kriegsverletzungen und Krankheiten erlagen, ruhen im sogenannten Ehrenhain des Ingolstädter Westfriedhofs. Doch nicht nur der Opfer vergangener Kriege wurde gedacht. Durch den bewegenden und eindrucksvollen Bericht einer vor drei Jahren aus Syrien geflohenen Mitschülerin wurde auch an die aktuell auf der Welt wütenden Konflikte und ihre schrecklichen Folgen erinnert.
Zum Gedenken an die Menschen, die im Krieg ihr Leben verloren, entzündeten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam 100 Kerzen rings um den Ehrenhain. Sie gedachten damit nicht nur den auf dieser Kriegsgräberstätte Ruhenden, sondern setzten auch ein Zeichen gegen das Vergessen und für Frieden und Völkerverständigung. 
Organisiert wurde die Aktion von den drei Schulen und Franz Fischer, der seit vielen Jahren ehrenamtlich für den Volksbund tätig und in Ingolstadt für die Gedenkkerzen-Aktion verantwortlich ist.
Denn die entzündeten Kerzen stammen aus der Aktion „Lichter für den Frieden“, des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Bayern. Der Erlös aus dem Verkauf dieser Gedenkkerzen dient ausschließlich dem Erhalt und dem Unterhalt der zahlreichen bayerischen Kriegsgräberstätten, davon 26 größere Anlagen für deutsche und ausländische Kriegstote. Die Gedenkveranstaltung sollte auch dazu beitragen, dass aus dem Wissen der Geschichte heraus der Gedenkkerzenverkauf als eine friedensstiftende Maßnahme und zum Gedenken an die unzähligen Kriegstoten wieder seine ursprüngliche Bedeutung bekommt. Der Gedenkkerzenverkauf wird in Bayern vor allem von Schulen und anderen Institutionen in der Herbst- und Vorweihnachtszeit durchgeführt. Interessierte, die sich an dieser friedensfördernden Aktion beteiligen möchten, wenden sich bitte an den jeweiligen Bezirksverband des Volksbundes oder an folgende Emailadresse: bayern@volksbund.de

Einen Bericht des Senders IN-TV über die Schulaktion finden Sie unter folgendem Link:

www.intv.de/mediathek/video/lichter-fuer-den-frieden/

 

Ausstellung „14/18 Mitten in Europa“ zu Gast in Bayerns Landratsämtern


Die Ausstellung zum Ersten Weltkrieg „14/18 – Mitten in Europa“ des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ist weiterhin in zahlreichen Landratsämtern, Schulen und Gemeinden zu sehen. Durch den Gedenkzyklus 2014-2018 zum Ersten Weltkrieg, der vor 100 Jahren sein Ende fand, erfreut sich die Ausstellung einer hohen Nachfrage und wird von den zahlreichen Besucherinnen und Besucher positiv und interessiert aufgenommen.
Die Ausstellung behandelt den Ersten Weltkrieg als die „Ur-Katastrophe“ des 20. Jahrhunderts. Sie versucht, den politischen Weg in den Krieg, die wesentlichen militärischen Ereignisse sowie das Schicksal der Soldaten und der Bevölkerung an der sogenannten Heimatfront darzustellen. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht, wie oft üblich, ausschließlich auf der Westfront, sondern es wird versucht, eine gesamteuropäische Sicht einschließlich Ost- und Südosteuropas und der Ereignisse im Nahen Osten einzunehmen. Auch umstrittene Themen, wie der Genozid an den Armeniern, werden nicht ausgeklammert. Bis heute sind die Folgen des vier Jahre andauernden Krieges immer wieder spürbar: Konflikte im Nahen Osten, der Türkei, aber auch auf dem Balkan sind ohne den Einblick in die Zusammenhänge und die Ergebnisse des Ersten Weltkrieges nicht zu verstehen.
Ganz wesentlich zum Verständnis der europäischen Politik der letzten hundert Jahre gehört die Frage nach der Kriegsschuld sowie deren Auswirkungen auf die Eskalation der Gewalt im Zweiten Weltkrieg und auf den sich anschließenden Kalten Krieg nach 1945. Mit der Gründung des Völkerbundes 1919, der später von den Vereinten Nationen (UN) abgelöst wurde, aber auch der europäischen Institutionen nach Ende des Zweiten Weltkrieges sind Wege beschritten worden, die ein erneutes Inferno verhindern sollen. Der Geschichte dieser für den Erhalt des Friedens wirkenden Institutionen und der Entwicklung der humanitären und friedensfördernden Arbeit des Volksbundes ist das letzte Kapitel der Ausstellung („Nie wieder Krieg!?“) gewidmet.
Die Ausstellung wurde in den diversen Landratsämtern insbesondere auch von Schulklassen im Rahmen des Geschichtsunterrichtes genutzt. Hierfür stellte der Volksbund in Form von Fragebögen und Pädagogischen Handreichungen Begleitmaterial zur Verfügung.

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an Pressemeldungen, die im Rahmen der Ausstellungseröffnungen im Gedenkjahr 2018 erschienen sind:

Landratsamt Neuburg an der Donau:

www.neuburg-schrobenhausen.de/erster-weltkrieg-14-18-mitten-in-europa

www.intv.de/mediathek/kategorie/sendungen/teleschau/video/teleschau-vom-05-04-2018/

Landratsamt Landshut:

regio-aktuell24.de/sieger-und-besiegte-beim-1-weltkrieg-wir-alle-haben-verloren/38931

www.landkreis-landshut.de/Landratsamt/Presseveroeffentlichungen.aspx

www.landkreis-landshut.de/Landratsamt/Aktuelles.aspx

Stadtmuseum Bad Tölz:

www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/erster-weltkrieg-ploetzlich-ganz-nah-1.4007868

www.merkur.de/lokales/bad-toelz/schueler-gestalten-ausstellung-ueber-bad-toelz-und-ersten-weltkrieg-9920605.html

Landratsamt Starnberg:

www.merkur.de/lokales/starnberg/starnberg-ort29487/landratsamt-starnberg-zeigt-ausstellung-ueber-ersten-weltkrieg-14-18-mitten-in-europa-9978193.html

Landratsamt Altötting:

www.wochenblatt.de/bildung/altoetting/artikel/249255/14-18-mitten-in-europa

www.innsalzach24.de/innsalzach/region-alt-neuoetting/landkreis-altoetting-ort78112/altoetting-volksbund-deutsche-kriegsgraeberfuersorge-stellt-1418-mitten-europa-10020364.html

Landratsamt Mühldorf am Inn:

www.ovb-online.de/muehldorf/vdk-ausstellung-ueber-katastrophe-ersten-weltkriegs-ihre-folgen-10219620.html

plus.pnp.de/lokales/burghausen/3049788_Ausstellung-zum-Ersten-Weltkrieg.html

Landratsamt Erding:

www.merkur.de/lokales/erding/erding-ort28651/ausstellung-auswirkung-ersten-weltkriegs-10267957.html

www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/ausstellung-wie-die-katastrophe-begann-1.4135126

Landratsamt Berchtesgadener Land:

www.pnp.de/lokales/berchtesgadener_land/3110525_Volksbund-Ausstellung-Gegen-das-Vergessen.html

www.bgland24.de/bgland/region-bad-reichenhall/landkreis-berchtesgadener-land-ort77362/berchtesgadener-land-ausstellung-jahre-kriegsende-weltkrieg-10343380.html

Landratsamt Ebersberg:

www.wochenanzeiger.de/article/211489.html

www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/fuehrungen-am-wochenende-damit-die-erinnerung-wach-bleibt-1.4199934

Kranzniederlegung auf der Kriegsgräberstätte Gmund (C),
Foto: Felix Wolf

100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges – Das Internationale Totengedenken in Gmund am Tegernsee am 11.11.2018


Mit einer feierlichen Kranzniederlegung gedachten heute früh internationale Armeeverbände, Botschafter und Gebirgsschützen den Opfern der Kriege und Gewaltherrschaften auf dem Gmunder Soldatenfriedhof.
Die deutsche Kriegsgräberstätte in Gmund wurde am 6. Oktober 1950 als erste Anlage in Bayern nach dem Zweiten Weltkrieg fertig gestellt. 369 Tote, unter ihnen drei Frauen, sind zum Teil erst nach dem Krieg in den Lazaretten des Tegernseer Tales verstorben wurden aus 13 Gemeinden der heutigen Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen umgebettet. Die Gedenkveranstaltung, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Bezirksverband Oberbayern, anlässlich des Volkstrauertages alljährlich dort ausrichtet, hat sich zu einem internationalen Treffen entwickelt.
Gemeinsam mit der Bevölkerung der Region gedenken Mitglieder des Diplomatischen Corps in München – von Australien bis zu den Vereinigten Staaten – und Repräsentanten der Bayerischen Staatsregierung sowie zahlreicher weiterer Institutionen und Verbände, der Opfer der Kriege und der Gewaltherrschaften.
Es ist ihr internationaler Akzent, der die Besonderheit dieser Veranstaltung ausmacht. Das Totengedenken wurde in Deutsch und Englisch vorgetragen. Nach der musikalisch umrahmten Segnung der Gräber durch Ortsgeistlichen beider christlicher Konfessionen erfolgte eine Lesung durch Mitglieder des Volksbund-Jugendarbeitskreises. Im Anschluss legten die Delegationen Kränze an den Gräbern nieder. Die Gebirgsschützenkompanien Gmund und Tegernsee mit Spielmannszug und Salutzug sowie die Blaskapelle Gmund sorgten für den feierlichen Charakter der Veranstaltung.
Anschließend verlegten die Delegationen auf die nahgelgegene britische Kriegsgräberstätte Dürnbach, wo unter internationaler Anteilnahme eine Gedenkveranstaltung unter der Leitung der Commonwealth War Graves Commission durchgeführt wurde.

Text: Nina Häußinger

tegernseerstimme.de/gedenken-an-die-kriegsopfer-in-gmund/

Warum der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. nicht sexy, aber wichtig ist: 100 Jahre Kriegsende


Ein Interview mit dem Kreisbeauftragten des Landkreises Bad Tölz / Wolfratshausen, Florian Völler, über die Aufgaben und die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Volksbundes.


https://www.merkur.de/lokales/bad-toelz/bad-toelz-ort28297/warum-volksbund-deutsche-kriegsgraeberfuersorge-nicht-sexy-aber-wichtig-ist-100-jahre-kriegsende-10544338.html

 

 

Die Teilnehmer/innen der Internationalen Jugendbegegnung München 2018 des Volksbundes auf der Kriegsgräberstätte München-Waldfriedhof

Internationale Jugendbegegnung München

Arbeit für den Frieden - Jugendliche aus 14 Nationen pflegen Kriegsgräber


Am 13. August ging die Internationale Jugendbegegnung München / Dießen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. mit Jugendlichen aus 14 Nationen zu Ende. Sie kamen aus Belarus, Bulgarien, Deutschland, Irland, Italien, Lettland, Polen, Rumänien, Russland, Slowenien, Thailand, der Türkei, der Ukraine und Ungarn, um Bayern, seine Kultur und seine Geschichte, vor allem aber um sich gegenseitig kennenzulernen.

Die Jugendlichen haben in dieser Zeit trotz der sommerlich heißen Temperaturen ein Viertel der Grabsteine auf der Kriegsgräberstätte München-Waldfriedhof neu beschriftet und damit die Identität der 3.543 dort ruhenden Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft aus 18 Nationen bewahrt.

Neben dieser aktiven Arbeit haben die Jugendlichen an einem umfassenden Bildungs-, Kultur- und Freizeitprogramm teilgenommen. Hierzu gehörten Besuche in der KZ-Gedenkstätte Dachau und im NS-Dokumentationszentrum ebenso, wie ein bayerischer Tanzabend mit dem Trachtenverein Dießen, eine Führung im Bayerischen Landtag und ein Besuch von Schloss Neuschwanstein.

Die von den Teilnehmern gestaltete Gedenkveranstaltung am 9. August auf der Kriegsgräberstätte München-Waldfriedhof rundete das zweiwöchige Camp ab. Hierzu fanden sich zahlreiche Ehrengäste ein und erwiesen den Teilnehmern ihren Respekt und ihre Anerkennung für die gemeinsame völkerverständigende Arbeit. Unter den Gästen waren die konsularischen Vertreter der im Camp vertretenen Nationen, Stadtrat Dr. Reinhold Barbor sowie hochrangige Vertreter der Bundeswehr und ihrer Reserve. Natürlich war auch das Ehren- und Hauptamt des Volksbundes zahlreich vertreten. Erstmals durfte der Volksbund bei dieser Veranstaltung Seine Exzellenz Claude Kalume wa Mukadi Dah Vignon, Prinz von Abomey und Benin begrüßen. Die von ihm gegründete Bell Amani Stiftung, deren Friedensglocken-Projekt im Rahmen der Veranstaltung durch die Gäste zelebriert werden konnte, verbindet mit dem Volksbund des gemeinsame Ziel der „Arbeit für den Frieden“.
Nach den Grußworten des zweiten Vorsitzenden des Bezirksverbandes München, Herrn Oberstleutnant a.D. Heinrich Stadelmaier, des Stadtrates Dr. Babor und des ehrenamtlichen Campleiters Leutnant Stefan Niggl folgte mit dem von den Jugendlichen gestalteten Programm der Höhepunkt der Veranstaltung. Zwei Teilnehmerinnen fassten ihre Eindrücke und Erlebnisse zusammen und rührten damit die Zuhörer, bevor das Internationale Totengendenken in allen vertretenen Sprachen vorgetragen wurde und Teilnehmer wie Zuhörer gemeinsam John Lennons großes Friedenslied „Imagine“ anstimmten. Hand in Hand gingen dann die Teilnehmer mit ihren Gästen auf die Kriegsgräberstätte und legten Blumen an Gräbern der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft nieder. Den Geist dieser Veranstaltung und der gesamten Jugendbegegnung fasste eine Teilnehmerin aus Rumänien in ihrer Ansprache wohl am besten zusammen:

„Zusammenfassend möchte ich sagen, dass unsere bunte, von uns allen als Individuen geprägte Gemeinschaft uns ermöglicht, die Aufmerksamkeit auf unsere Vorfahren zu lenken. Sie zahlten den Preis für die Fehler von Politikern und sind damit auch eine Mahnung, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Sie geben uns die Kraft, unsere Zukunft besser zu gestalten als sie es konnten. Wir alle fühlen uns verpflichtet, die Welt zum Guten zu verändern.“

Durch ihre gemeinsame Arbeit haben die 28 Jugendlichen ein völkerverständigendes Zeichen für eine gemeinsame und friedliche Zukunft gesetzt und dabei das Motto des Volksbundes - „Arbeit für den Frieden, Versöhnung über den Gräbern, Erinnern für die Zukunft“ - mit Leben gefüllt.  

Teilnehmerinnen der Internationalen Jugendbegegnung zusammen mit Gästen der Gedenkveranstaltung. Unter ihnen der zweite Bezirksvorsitzende München Heinrich Stadelmaier (links), Seine Exzellenz Claude Kalume wa Mukadi Dah Vignon, Prinz von Abomey und Benin (3. v. links), Bezirksgeschäftsführer München Fritz Vollmöller (4. v. links) und Stadtrat Dr. Reinhold Babor (2. v. rechts)
Teilnehmer/innen der Internationalen Jugendbegegnung zusammen mit ihren Gästen bei der Gedenk- und Abschlussveranstaltung auf der Kriegsgräberstätte München-Waldfriedhof
Kriegsgräberfürsorge als generationenübergreifendes Anliegen: Eine Teilnehmerin der Internationalen Jugendbegegnung führt Gäste der Gedenkveranstaltung über die Kriegsgräberstätte München-Waldfriedhof
Die Internationale Jugendbegegnung München zu Gast im Plenarsaal des Bayerischen Landtages zusammen mit dem Bezirksvorsitzenden München des Volksbundes Herrn Robert Brannekämper, MdL
Die Preisträger freuen sich über die Auszeichnung (2. u. 3. v. l.: Schul- und Bildungsreferent Maximilian Fügen und Landesgeschäftsführer Jörg Raab)

Der Volksbund ist Werte-Botschafter 2018


Am 14. Juni wurde der Volksbund (Landesverband Bayern) für seine Bildungsarbeit zusammen mit 41 weiteren Organisationen im Rahmen eines Wettbewerbs für ehrenamtliche Organisationen und gemeinnützige Projekte in Oberbayern als Werte-Botschafter gekürt. Den Wettbewerb hatte die Sparda-Bank München eG im Frühjahr 2018 ausgeschrieben. Geehrt wurden Organisationen und Projekte, die wichtige gesellschaftliche Werte vermitteln (www.werte-botschafter.de). Die Jury war unter anderem mit der Kabarettistin Christine Eixenberger, Tatort-Kommissar Ferdinand Hofer und dem BR-Moderator Achim Bogdahn hochkarätig besetzt.
Das Preisgeld von 2.000 € wird in die Erstellung einer digitalen Informations- und Bildungs-App für die Kriegsgräberstätte München Waldfriedhof (3.540 Kriegstote) fließen, um diese als „Lernort der Geschichte“ und „Mahnmal für den Frieden“ insbesondere für Schulklassen und jüngere Besucher noch besser zu erschließen.

Lob und Dank für die geleistete Arbeit an alle beteiligten Verbindungsstudenten und Studenten der Universität der Bundeswehr.

Studentischer Arbeitseinsatz auf der Kriegsgräberstätte München-Waldfriedhof


Wenn man an engagierte Freiwillige im Rahmen eines Pflegeinsatzes auf einer Kriegsgräberstätte denkt, hat man meistens uniformierte Soldaten und Reservisten oder Teilnehmer einer Internationalen Jugendbegegnung des Volksbundes vor Augen.
Am Samstag, den 5. Mai 2018, war es allerdings eine Gruppe von 19 Studentinnen und Studenten, die sich auf der Kriegsgräberstätte München Waldfriedhof einfanden, um Hand anzulegen und die Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in einem würdigen Zustand zu erhalten. Die Kriegsgräberstätte wurde 1965 fertig gestellt und ist eine der größten in Deutschland. Hier ruhen 3540 Gefallene und Opfer der beiden Weltkriege aus 18 Nationen. Jeder Soldat erhielt ein eigenes Grab. Die Namen aller Soldaten des Ersten Weltkrieges (1988 Gefallene) sind bekannt. Unter den Opfern des Zweiten Weltkrieges (1552 Tote) sind nicht nur Soldaten oder Kriegsgefangene, sondern auch Zivilpersonen (Frauen und Kinder), die zum Arbeitseinsatz gezwungen wurden.

Die Initiative des samstäglichen Arbeitseinsatzes ging auf eine Idee von Eric Werblow (Angehöriger der Burschenschaft Alemannia und Leutnant z.S.) zurück. Seinem Aufruf zum Arbeitseinsatz für den Volksbund folgten neben Studentinnen und Studenten der Universität der Bundeswehr München (UniBM) vor allem Angehörige der Münchner Burschenschaft Alemannia sowie weiterer Studentenverbindungen. Selbst ein Student der chilenischen Burschenschaft Vulkania nahm an dem Arbeitseinsatz teil.
Das Wetter meinte es gut mit den Studenten, die sich um 10:00 Uhr an der Kriegsgräberstätte (Bushaltestelle Ehrenmal) trafen. Eingangs erhielten Sie durch den Schul- und Bildungsreferenten des Landesverbandes Bayern, Maximilian Fügen, einen einführenden Vortrag über die Arbeit des Volksbundes und über die Geschichte der Kriegsgräberstätte München-Waldfriedhof. Anschließend bekamen die Studenten die Möglichkeit, sich mit ausgewählten Einzelschicksalen, der auf der Kriegsgräberstätte Ruhenden auseinanderzusetzen. Die Beschäftigung mit den so unterschiedlichen und berührenden Schicksalen stieß auf großes Interesse und war später noch Anlass für manch ein Gespräch und Diskussion.
Danach ging es an die Arbeit. Es galt das Werk der Internationalen Jugendbegegnung 2017 fortzusetzen und weitere Grabreihen nachzubeschriften. Die über die Jahre ausgeblichenen Namen und Lebensdaten wurden hierbei mit Edding-Stiften nachgezogen, so dass sie nun wieder gut lesbar sind. Bei dieser Arbeit, die von den Studenten ebenso als „meditativ“ wie auch als „kommunikativ“ beschrieben wurde, verging der Tag recht schnell. Zwischendrin nahmen wir eine kleine Stärkung in dem nahegelegenen Biergarten Waldheim zu uns. Als um 15:30 eigentlich Schluss sein sollte, dachte noch keiner ans Aufhören. Für alle stand fest: Die angefangene Reihe sollte noch fertig beschriftet werden. Um 16:00 Uhr wurde dann der Arbeitseinsatz offiziell beendet. Kaum hatte sich die Gruppe aufgelöst, kamen zwei Angehörige über die Kriegsgräberstätte und lobten deren tadellosen Zustand. Dieses Lob und Dank für die geleistete Arbeit sei hiermit allen beteiligten Verbindungsstudenten und Studenten der Universität der Bundeswehr ausgesprochen.

Stellvertretender Landrat Fritz Wittmann eröffnete die vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. konzipierte Ausstellung „1. Weltkrieg – 14/18 Mitten in Europa“. (Foto: Elmar Stöttner)
Bei der Ausstellungseröffnung: (v.l.) Vizelandrat Fritz Wittmann sowie Schul- und Bildungsreferent Maximilian Fügen und Bezirksgeschäftsführer Walter Stierstorfer vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. (Foto: Elmar Stöttner)

Stellvertretender Landrat Fritz Wittmann eröffnete Ausstellung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Landratsamt Landshut

„Es gab Sieger und Besiegte: Wir alle haben verloren“, zitierte stellvertretender Landrat Fritz Wittmann den großen französischen Staatsmann Charles de Gaulle (1890-1970) bei der Eröffnung der Ausstellung „1. Weltkrieg – 14/18 Mitten in Europa“ des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Foyer des Landratsamtes. Mit dem Satz, mit dem de Gaulle eine klare, knappe Bilanz der Weltkriege des 20. Jahrhunderts gezogen hat, ging Wittmann der Frage auf den Grund, was die Menschen von heute mit den Ereignissen vor 100 Jahren verbindet: Über 70 Jahre Frieden, „der schönste Gewinn aus dem europäischen Einigungsprozess“, verdanke man den Menschen, die sich über die Gräben und buchstäblich über die Gräber der Kriege hinweg die Hände zur Versöhnung gereicht haben, sagte Wittmann.

Dank der Einsicht, der geistigen Haltung und des Handelns so vieler Menschen in der Zeit nach 1945 konnte sich das Wort des deutsch-französischen Arztes, Theologen und Friedens-Nobelpreisträgers Albert Schweitzer bewahrheiten, dass die Kriegsgräber als die „großen Prediger des Friedens“ wirkten, führte Wittmann bei der Ausstellungseröffnung aus. Vor zahlreichen Zuhörern, Vertretern von Krieger- und Soldatenkameradschaften und des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge mit dessen Bezirksgeschäftsführer Walter Stierstorfer an der Spitze, würdigte Wittmann besonders die Verdienste dieser Verbände für die Versöhnung unter den europäischen Brudervölkern nach zwei entsetzlichen Kriegen.

Heute sei das alles weitgehend in Vergessenheit geraten, Frieden, Freiheit und Wohlstand, die längste Friedens-Periode in der Geschichte des Kontinents, würden in Westeuropa nach über 70 Jahren allermeistens als Selbstverständlichkeiten genommen – und entsprechend nicht mehr als das geschätzt und gewürdigt, was sie seien: „ein wunderbares Geschenk“, betonte der stellvertretende Landrat. Die Schrecken, die Orgie der Gewalt, die der Erste Weltkrieg mit seinen 17 Millionen Toten und 21 Millionen Kriegsversehrten darstellt, sei in Deutschland weitgehend vergessen – anders übrigens als in Frankreich und Großbritannien.

„Vergessen ist heilsam. Doch für dieses Trauma ist es die falsche Medizin“, zitierte Wittmann den weltweit renommierten Militär-Historiker John Keegan: „Europa muss sich erinnern an die Millionen Toten, die in den Gräben starben und an das Leid, das die Nachricht von ihrem Tod in die Familien trug. Europa muss sich erinnern, dass die Organisation von Massentötungen aus ideologischen Motiven unter Hitler und Stalin ihren Ursprung hatte im massenhaften Abschlachten von oft hilflosen jungen Soldaten in der Mondlandschaft der Schlachtfelder.“

Es war ein langer, am Anfang recht schwerer Weg, die Wunden zu heilen, die die Kriege Europas Völkern geschlagen haben, und gemeinsam eine gute Zukunft aufzubauen. Gerade der Volksbund habe in dieser Phase eine große und segensreiche Rolle gespielt: Vielfältige Kontakte, internationale Jugend-Begegnungen und gemeinsame Arbeit auf den riesigen Friedhöfen und an Denkmälern „haben viele Türen geöffnet, Verbindungen hergestellt, Vertrauen und Freundschaften wachsen lassen“, sagte Wittmann.

Die Folgen des Ersten Weltkriegs prägten die Gegenwart in vielen Lebensbereichen, nicht nur die Politik. Aber gerade auf dem Gebiet der Politik sollten die Menschen von heute die Lehren aus der Geschichte annehmen, betonte Wittmann und zitierte den EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker: „Wer an Europa zweifelt und wer an Europa verzweifelt, der soll über die Soldatenfriedhöfe gehen, dann zweifelt er nicht mehr.“

Maximilian Fügen, der Schul- und Bildungsreferent beim Landesverband Bayern des Volksbundes, stellte im Anschluss an die Rede Wittmanns die Friedensarbeit des Volksbundes dar und gab Erläuterungen zu der Ausstellung, mit der man sich besonders auch an Schüler und junge Leute wende. Der 1919 gegründete Volksbund ist ein gemeinnütziger Verein, der die Gräber von über 2,7 Millionen Kriegstoten auf 833 Friedhöfen in 46 Ländern der Welt pflegt. In diesen Grabstätten sind natürlich in der Mehrzahl gefallene Soldaten beerdigt – aber auch Zivilisten, Opfer des Holocaust, Bombenopfer und Kriegsgefangene.

Die Ausstellung „14/18 Mitten in Europa, legt nach Fügens Worten den Schwerpunkt nicht, wie oft üblich, ausschließlich auf die Westfront, sondern versucht, eine gesamteuropäische Perspektive einzunehmen einschließlich Ost- und Südost-Europas und der Ereignisse im Nahen Osten. Denn „bis heute sind die Folgen des vier Jahre andauernden Krieges immer wieder spürbar“, führte Fügen aus: Viele Brandherde im Nahen Osten, Konflikte in der Türkei, aber auch auf dem Balkan „sind ohne den Einblick in die Zusammenhänge und Ergebnisse des Ersten Weltkriegs nicht zu verstehen“.

In fast allen anderen Staaten liegt die Kriegsgräberfürsorge in staatlicher Hand; in Deutschland trägt der Volksbund Sorge dafür. Seine Arbeit finanziert er zu gut 70 Prozent aus Spenden. Fügen stattete an dieser Stelle den Bürgern im Raum Landshut und in Niederbayern Dank ab: Bei der Herbstsammlung 2017 des Volksbundes kamen rund 261000 Euro zusammen, das beste je in Niederbayern erzielte Ergebnis. Rund 43000 Euro entfielen dabei auf den Kreis-Krieger- und Soldatenverband Landshut, weitere 6000 Euro auf die Reservistenkameradschaft Landshut. Eine Einzelleistung hob Fügen besonders hervor: Georg Stigler aus Vilsbiburg hat ganz allein rund 9000 Euro für die gute Sache gesammelt.

(Elmar Stöttner)

 

Pressemeldungen des Landratsamtes Landshut und der Landshuter Zeitung:

https://www.landkreis-landshut.de/Landratsamt/Presseveroeffentlichungen.aspx?rssid=ae5dc77a-b1a3-4623-9d3e-e88507c2d095

https://www.landkreis-landshut.de/Landratsamt/Aktuelles.aspx?rssid=ccd565a2-a840-4c27-9066-7ed4411525cc

 

Ausstellungseröffnung WK 1, Landshuter Zeitung, PDF

Ausstellungseröffnung WK 1, LK-Teil, PDF

 

v.l.: Schul- und Bildungsreferent Maximilian Fügen, Kreismitarbeiter Christian Felbermeir, Landrat und Kreisvorsitzender Roland Weigert.

Die "Urkatastrophe" des Kontinents

Ausstellung im Landratsamt in Neuburg an der Donau


Er gilt als die "Urkatastrophe des Jahrhunderts " mit unvorstellbarem Leid und 17 Millionen Todesopfern. Mit dieser Beschreibung eröffnete Landrat Roland Weigert die Ausstellung "Erster Weltkrieg - 14/18 Mitten in Europa". Die beeindruckende Wanderausstellung macht bis 13. April in Neuburg Station.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat die umfassende Dokumentation zusammengestellt und schickt sie heuer durch ganz Deutschland. Als Anlass kann das Kriegsende vor 100 Jahren gesehen werden. Neuburg ist als einer der ersten Standorte ausgewählt worden ? auch eine Referenz für die hohen Ergebnisse der Kriegsgräbersammlungen.

Mit dem 15er-Regiment und der Alten Kaserne bestehen lokale Anknüpfungspunkte. In der Schlacht im französischen Lassigny eroberten die 15er die Stellungen gegen Kolonialarmeen zurück, so Landrat Roland Weigert, in wenigen Wochen seien 400 15er-Soldaten gefallen. Das Reserveregiment ging mit 8000 Soldaten in den Krieg, weniger als 100 Männer überlebten. Hier bekomme man eine Vorstellung davon, was der Begriff "Kanonenfutter" bedeutet, so der Landrat. Die Ausstellung solle Bewusstsein schaffen, aus der Geschichte zu lernen. Kreisrat Reinhardt Reißner regte Besuche in Lassigny an, dort existierten Gedenkstätten auch für deutsche Gefallene.

Die Kriegsgräberfürsorge kümmere sich um 2,7 Millionen Gräber an 832 Stätten, so Bildungsreferent Maximilian Fügen. Es gehe um würdige Ort der Erinnerung und Mahnung zum Frieden. Der Volksbund wende sich an die junge Generation und lade jedes Jahr 20000 Jugendliche verschiedenster Nationen ein. Für General a.D. Kurt-Wolfgang Fredemann (Neuburg) ist die Arbeit des Volksbundes nicht hoch genug einzuschätzen. Persönlich sei er dankbar, dass das Soldatengrab seines gefallenen Vaters in Litauen gefunden worden sei.

Die Ausstellung beschreibt die politischen Ereignisse, die 1914 zum Kriegsausbruch geführt hatten. Sie beleuchtet nicht nur den Verlauf der Westfront, sondern informiert auch über Ost- und Südosteuropa sowie den Nahen Osten. Ziel sei eine gesamteuropäische Sicht und Bewertung der Geschehnisse, so Referent Fügen.

Eindrucksvoll schildert das Werk Einzelschicksale von Soldaten und das Leiden der Zivilbevölkerung. Ganz wesentlich zum Verständnis der europäischen Politik der letzten hundert Jahre gehöre die Frage nach der Kriegsschuld sowie deren Auswirkungen auf die Eskalation der Gewalt im Zweiten Weltkrieg und auf den Kalten Krieg nach 1945. Mit der Gründung des Völkerbundes 1919, der später von den Vereinten Nationen (UN) abgelöst wurde, aber auch der europäischen Institutionen nach Ende des Zweiten Weltkrieges seien Wege beschritten worden, die ein erneutes Inferno verhindern sollten, und dieses Ziel letztlich auch erreicht haben. Konflikte im Nahen Osten, der Türkei, auf dem Balkan und in der Ukraine seien ohne den Einblick in die Zusammenhänge und die Ergebnisse des 1. Weltkrieges nicht zu verstehen.

Einen Teleschau-Beitrag des Senders INTV zur Ausstellungseröffnung im Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen finden Sie unter folgendem Link (Minute: 20:22-23:00):

www.intv.de/mediathek/kategorie/sendungen/teleschau/video/teleschau-vom-05-04-2018/

Pater Jesaja Langenbacher segnet die Gedenktafeln für gefallene Schüler aus dem Ersten Weltkrieg mit Weihwasser. Der Feierstunde am Friedhofseingang des Klosters wohnen auch Unterfrankens Regierungspräsident und Bezirksvorsitzender des Volksbundes Dr. Paul Beinhofer (Mitte), stellvertretender Landrat Paul Streng (Zweiter von rechts) und Prior Pascal Herold (rechts) bei. (Bild: Peter Pfannes)

Denkmalprojekt des Gymnasiums Münsterschwarzach

Gymnasiasten lassen mit Unterstützung des Volksbundes Gedenktafeln für gefallene Schüler aus dem Ersten Weltkrieg reaktivieren

Münsterschwarzach „Wer sich erinnert, kann aus der Geschichte lernen“, sagte Dr. Paul Beinhofer am Mittwoch den 21. März am Friedhofseingang der Abtei Münsterschwarzach. Unterfrankens Regierungspräsident und Bezirksvorsitzender des Volksbundes Dr. Beinhofer dankte Schülern und Lehrern des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach, die die Erneuerung dreier Gedenktafeln für gefallene Schüler aus dem Ersten Weltkrieg initiierten und mithilfe von Sponsoren und des Benediktinerklosters realisierten. Die steinernen Zeitzeugen, die acht gefallenen Schülern von einst gedenken, wurden an der Mauer des klösterlichen Friedhofs installiert und in der Feierstunde mit Weihwasser gesegnet.

Eine Projekt-Gruppe, bestehend aus 13 Schülern der elften Klassen des Gymnasium, hatte sich im vergangenen Jahr auf Initiative ihrer Lehrerin Karin Illner zum Ziel gesetzt, die dreiteilige Gedenktafel restaurieren und als Mahnmal für den Frieden wieder aufstellen zu lassen. Pater Pascal Herold, der Prior der Abtei erinnerte in seiner Ansprache vor etwa 70 Festgästen an das Abnehmen der Gedenktafeln von der Klostermauer vor etwa 20 Jahren im Rahmen von Umbauarbeiten. Sie seien zusammen mit weiteren Gedenksteinen, die an gefallene Klosterangehörige erinnerten, im Klosterkeller gelagert worden. Pater Pascal dankte allen Unterstützern, die „im Geist des Friedens und der Verständigung“ gehandelt hätten. Die Gedenktafeln gäben Anlass zum Nachdenken, sagte Regierungspräsident Beinhofer, nachdem Benjamin Hettrich auf der Trompete das Lied „Ich hatte einen Kameraden“ gespielt hatte. Den Ersten Weltkrieg bezeichnete Beinhofer als die „Ur-Katastrophe des 20. Jahrhundert“. Es sei der erste technisierte Krieg gewesen, der erbittert mit Maschinengewehren, Bomben aus der Luft und Giftgasangriffen geführt worden sei. Die Folgen der grausamen Auseinandersetzungen seien für die Menschen mit Millionen Toter und Verletzter einschneidend gewesen. Die von der Bildhauerin Rosi Dresch-Fritzsch erneuerten Gedenktafeln seien keine Heldenverehrung sondern vielmehr Achtung vor den Toten und Erinnerung an deren Leid. Den Mitarbeitern des Projekts am Gymnasium dankend blickte der Regierungspräsident aber auch nach vorne. „Wer einen Konflikt eskalieren lässt, spielt mit dem Feuer, weil er sein Gesicht verlieren würde, wenn er aussteigt.“ Mit Blick auf die Krisenherde auf der ganzen Welt meinte Beinhofer: „Auch heute wird an dieser Eskalationsschraube gedreht.“ Die beiden Projektgruppensprecher Natalia Hirschmann und Jan Wiegand freuten sich, dass die Gedenktafeln wiederbelebt werden konnten. Die Gedenksteine sollen eine Warnung sein. „Auch wenn Gewalt und Ausgrenzung Lösungen für Konfliktfelder zu versprechen scheinen, zeigen die Tafeln aus dem Klosterkeller, was Krieg wirklich ist“, betonte Natalia Hirschmann. „Das darf man besonders in Zeiten wie den unseren nicht vergessen.“ Die Schüler dankten den Mönchen und Schulleitung für die Offenheit, mit der sie dem Projekt begegneten. Dies sei eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der gesamten Arbeit gewesen. Dank für die Unterstützung sagten sie auch dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., der durch seinen Bezirksvorsitzenden Dr. Paul Beinhofer und durch Maximilian Fügen, den Schul- und Bildungsreferenten des Landesverbandes Bayern, vertreten war. Mit Hilfe des Volksbundes lernten die Schüler Wege der selbstständigen Recherche über Soldaten des Ersten Weltkrieges kennen. So zum Beispiel die Auswertung von Kriegsstammrollen als wichtige Quelle für die Recherche von Einzelschicksalen. Über die „Gräbersuche Online“ konnten durch die Schüler Grablagen auf den Kriegsgräberstätten des Volksbundes und Vermisstenschicksale geklärt werden.
Parallel zu der Eröffnung der Gedenktafel zeigt der Volksbund noch bis 13. April seine Schulausstellung zum Ersten Weltkrieg „14/18 – Mitten in Europa“ im Gymnasium Münsterschwarzach.
Im Anschluss an die Weihe durch Pater Jesaja Langenbacher legten Schüler einen Kranz an den Gedenktafeln nieder. „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ lautete der Titel des Abschlussliedes der Gesangsgruppe aus der Schule.

(Text exkl. Ergänzungen der Redaktion: Peter Pfannes)

Internationale Jugendbegegnung München
Arbeit für den Frieden - Jugendliche aus 14 Nationen pflegen Kriegsgräber

Am 14. August ging die Internationale Jugendbegegnung München / Dießen mit Jugendlichen aus 14 Nationen zu Ende. Sie kamen aus Belarus, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Italien, Litauen, Polen, Rumänien, Russland, der Tschechischen Republik, der Türkei, der Ukraine, Ungarn und den USA, um Bayern, seine Kultur und seine Geschichte, vor allem aber um sich gegenseitig kennenzulernen. Die von den Teilnehmern gestaltete Gedenkveranstaltung am 10. August auf der Kriegsgräberstätte München-Waldfriedhof mit zahlreichen Ehrengästen, darunter auch die konsularischen Vertreter der verschiedenen Nationen, rundete das zweiwöchige Camp ab. Die Jugendlichen haben in dieser Zeit trotz der sommerlich heißen Temperaturen fast ein Drittel der Grabsteine auf der Kriegsgräberstätte München-Waldfriedhof neu beschriftet.

Neben dieser aktiven Arbeit haben die Jugendlichen an einem umfassenden Bildungs-, Kultur- und Freizeitprogramm teilgenommen. Hierzu gehörten Besuche in der KZ-Gedenkstätte Dachau und im NS-Dokumentationszentrum ebenso, wie ein bayerischer Tanzabend mit dem Trachtenverein Dießen und ein Besuch von Schloss Neuschwanstein.

Durch ihre gemeinsame Arbeit haben die 29 Jugendlichen ein völkerverständigendes Zeichen für eine gemeinsame und friedliche Zukunft gesetzt. Dies hat auch in der Presse viel Resonanz und Anklang gefunden. Radio Oberland interviewte unsere Teilnehmer und Teamer und sendete ihre Statements.


Einige Auszüge aus den Zeitungsveröffentlichungen finden Sie anbei:


www.wochenanzeiger-muenchen.de/mc3bcnchen/erinnern-fuer-die-zukunft,94419.html

www.trachtenverein-diessen.de/jugendbegegnung-diessen2017.html

 

Ammersee-Kurier (4.8.2017),

 

Landsberg Extra (9.8.2017),

 

Landsberger Tagblatt (10.8.2017),

 

Ammersee-Kurier (11.8.2017),

 

Kreisbote Weilheim-Murnau (12.8.2017),

 

Kreisbote Landsberg (16.8.2017).

 

 

 


 

 

 

Im Rahmen des trinationalen Theaterprojektes zum Ersten Weltkrieg des Werdenfels Gymnasiums Garmisch-Partenkirchen besuchten Schülerinnen und Schüler aus Frankreich, England und Deutschland die deutsche Kriegsgräberstätte Saint-Laurent-Blangy. Hier haben auch Soldaten aus dem Werdenfelser Land ihre letzte Ruhestätte, wodurch die Garmischer Schüler einen lokalen Bezug fanden. Gemeinsam pflegten die Jugendlichen die Kriegsgräber und tauschten sich über ihre Gedanken und Gefühle angesichts der greif- und sichtbaren Folgen von Krieg aus. 

Über das Projekt, das vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge finanziell und ideell unterstützt wird, berichtete das Garmischer Tagblatt (11.01.2017).

Ein Schüler des Werdenfels Gymnasiums berichtet von seinen Erlebnissen im Rahmen der Projektwoche in Lille:

www.werdenfels-gymnasium.de/index.php/projekte/31-comenius/277-erstes-projekt-treffen-der-erasmus-gruppe-in-lille-27-11-03-12-2016

 

An der zentralen Gedenkfeier des Landesverbands Bayern im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf der Kriegsgräberstätte Traunstein anlässlich des Volkstrauertags am 13. November 2016 nahmen neben der stellvertretenden Ministerpräsidentin Ilse Aigner auch sechs Schüler des Chiemgau-Gymnasiums teil, die die Anwesenden durch ihre Lesung zum Nachdenken anregten. (Traunsteiner Tagblatt, 14.11.2016):

http://www.traunsteiner-tagblatt.de/home_artikel,-Jeder-einzelne-Kriegstote-ist-eine-Mahnung-fuer-die-Zukunft-_arid,303965.html

 

 

Teilnehmer des trinationalen Theaterprojekt des Werdenfels Gymnasiums zu dem Thema „The war to end all wars? - Der Erste Weltkrieg in einem Theater des Friedens“ arbeiten mit der Ausstellung „100 Jahre Erster Weltkrieg“ des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die vom 4.-19. Oktober 2016 in Garmisch-Partenkirchen zu sehen war. (19.10.2016):

http://lewebpedagogique.com/firstworldwareuropeantheater/?s=commission&submit

 

Artikel aus dem Garmischer Tagblatt (8.10.2016) zum trinationalen Theaterprojekt des Werdenfels Gymnasiums zu dem Thema „The war to end all wars? - Der Erste Weltkrieg in einem Theater des Friedens“.

 

 

Artikel zur Internationalen Jugendbegegnung 2016 in München / Dießen aus dem Landsberger Tagblatt (12.8.2016) und dem Starnberger Merkur (16.8.2016).

 

Artikel zur Internationalen Jugendbegegnung 2016 in München / Dießen aus dem Ammersee Kurier (9.8.2016) und der Augsburger Allgemeinen (30.7.2016).

 

http://www.ammerseekurier.de/2016/08/09/jugendliche-aus-12-nationen/

 

http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Jugendliche-pflegen-Kriegsgraeber-id38651427.html

 

 

Auch in den polnischen Medien wurde über den vom Volksbund (LV Bayern) initiierten Schüleraustausch zwischen dem Gymnasium Gaimersheim und der Schule Gromnik berichtet, wie das folgende Video zeigt. Der Austausch fand vom 28. Juni bis 8. Juli 2016 zum dritten Mal statt. Die Planung für den Rückbesuch 2017 ist bereits im Gange. Die gemeinsame Pflege der lokalen Kriegsgräberstätten, die völkerverständigende Arbeit der Jugendlichen und der Erkenntnisgewinn über die deutsch-polnische Geschichte, stehen bei diesem Projekt im Mittelpunkt. (11.7.2016):

 

http://pogorze24.pl/miedzynarodowa-wymiana-mlodziezy-gromnik-gaimersheim/78047/

 

 

Mit Unterstützung des Volksbundes (LV Bayern) brachte das Europäische Jugendprojekt Oberpfalz vom 13.-22. Mai 2016 Jugendliche aus Deutschland, Frankreich und Polen unter dem Motto "Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden" zusammen. Im Mittelpunkt standen der völkerverständigende und interkulturelle Austausch der Jugendlichen und die Auseinandersetzung mit den Folgen von Krieg- und Gewaltherrschaft in der Geschichte der beteiligten Nationen. Hierzu gehörten eine Gedenkveranstaltung auf der Kriegsgräberstätte Neumarkt, ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau und des NS-Dokuzentrums. Neben der Auseinandersetzung mit diesen ernsten Themen kamen jedoch auch Spaß und Freizeit nicht zu kurz. (17.6.2016):

 

http://www.onetz.de/freihung/vermischtes/projektwoche-des-jugendprojekts-oberpfalz-ausflug-zur-voelkerverstaendigung-d1676503.html

 

 

Mit Unterstützung des Volksbundes (LV Bayern) fand vom 24.-29. April 2016 ein Schüleraustausch zwischen dem Werdenfels Gymnasium Garmisch-Partenkirchen und dessen Partnerschule in Lille statt. Die Schüler setzten sich dabei intensiv mit der Geschichte des Ersten Weltkrieges auseinander und besuchten u.a. die deutsche Kriegsgräberstätte Fricourt. (9.5.2016):

 

http://www.werdenfels-gymnasium.de/index.php/unterricht/geschichte/211-geschichtsexkursion-nach-lille-an-die-somme-und-nach-verdun

 

http://lewebpedagogique.com/werdozan/

 

 

Schüler der Kerschensteiner Mittelschule konnten am 13. Oktober 2015 mit Unterstützung des Volksbundes (LV Bayern) die Kriegsgräberstätte Costermano am Gardasee besuchen und sich mit den Folgen von Krieg- und Gewaltherrschaft auseinandersetzen. (18.10.2015):

 

http://kerschensteiner-augsburg.de/aktuelles/schulleben/mittelschule/78-12-oktober-16-oktober-2015

 

 

Blog der Schüler des Gymnasiums Gaimersheim über den Polenaustausch nach Gromnik 2014, der vom Volksbund (LV Bayern) initiiert wurde. Die gemeinsame Pflege der lokalen Kriegsgräberstätten, die völkerverständigende Arbeit der Jugendlichen und der Erkenntnisgewinn über die deutsch-polnische Geschichte, stehen bei diesem Projekt im Mittelpunkt. (12.7.2014):

 

http://www.gymnasium-gaimersheim.de/index.php/aktivitaeten/schueleraustausch/57-polenfahrt/134-polenfahrt-2014

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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