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Beisetzung am Volkstrauertag
In Luxemburg gefundener unbekannter Soldat wurde in Sandweiler eingebettet
25. November 2019
  • Schleswig-Holstein

Eine Woche vor Ostern 2019 wurden in den Wäldern von Schumanns Eck die Gebeine eines deutschen Wehrmachtssoldaten gefunden. Mit Hilfe von Spezialeinheiten der luxemburgischen Armee und Mitarbeitern des Militärmuseums Wiltz konnte er geborgen werden. Er wurde zwar als deutscher Wehrmachtssoldat identifiziert , ein Hinweis auf sein Identität konnte allerdings nicht gefunden werden. Gefallen ist er vermutlich im letzten Stellungskampf im Januar 1945 nach dem Zusammenbruch der deutschen Front in der Ardennenoffensive.

Am Samstag vor dem Volkstrauertag wurden seine sterblichen Überreste nun auf dem Soldatenfriedhof in Sandweiler beigesetzt. „Am Volkstrauertag erinnern wir an die Toten der Kriege, nicht nur der deutschen, sondern aller Toten“, sagte der deutsche Botschafter Dr. Heinrich Kreft anlässlich der Beisetzung. Weiter sagte er: “Hier in Luxemburg ist die Ardennenoffensive, von vielen Luxemburgern die Rundstedt-Offensive genannt, unvergessen.“

Soldaten aller drei Teilstreitkräften der Bundeswehr gaben dem Toten ein letztes ehrenvolles Geleit, nachdem Pastor Dr. Frank Mertin von der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache, den gefallenen Soldaten ausgesegnet hatte .

Anlässlich des Volkstrauertages wurden, wie in all den Jahren zuvor, auch Kränze auf dem Deutschen Soldatenfriedhof in Clausen und dem US-Soldatenfriedhof in Hamm niedergelegt. Anschließend gab es eine Feierstunde auf der deutschen Kriegsgräberstätte in Sandweiler an die sich ebenfalls eine Kranzniederlegung anschloss. Neben der Bundeswehr und der Luxemburger Armee war auch der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. durch Herrn Manfred Koch vom Landesvorstand Schleswig-Holstein vertreten. Neben Botschafter Dr. Kreft und Herrn Koch richteten auch Pastor Dr. Mertin und der Rabbiner Alexander Grodensky Worte an über 120 Besucher, darunter u.a. den amerikanische Botschafter, die Botschafter aus Polen, Spanien , Belgien, Frankreich sowie Vertreterinnen und Vertreter des öffentlichen Lebens aus Luxemburg Stadt, Sandweiler , Diekirch, Trier usw.

Während der gesamten Zeit gestaltete Herr Edmond Faber mit seiner Trompete die musikalische Begleitung.