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Brandenburg begeht Volkstrauertag 2019 in Havelland
Landtagspräsidentin Liedtke und Volksbund-Landesvorsitzender Fritsch gedenken in Kotzen der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft
16. November 2019
  • Brandenburg

In der Dorfkirche zu Kotzen hat Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke dazu aufgerufen, Hass in der Gesellschaft mutig und besonnen entgegenzutreten. "Krieg beginnt mit dem Hass", sagte sie am Tag vor dem Volkstrauertag in der kleinen Kirche im Havelland. Auch heute gebe es wieder Hass auf Andersdenkende, Andersglaubende, Andersaussehende. "Das macht traurig und zornig und ruft uns zum Handeln auf." Die Landtagspräsidentin forderte, dafür zu sorgen, "dass wir es nie wieder an Wertschätzung und Respekt gegenüber den anderen fehlen lassen, die anders denken, leben und glauben als wir". Einer ihrer Vorgänger im Amt, Volksbund-Landesvorsitzender Gunter Fritsch, sprach das Totengedenken. Im Anschluss an die Andacht legten sie gemeinsam mit dem Beigeordneter Wolfgang Gall, Landkreis Havelland, und Oberst Olaf Detlefsen, Kommandeur Landeskommando Brandenburg, Kränze am Ehrenmal für Gefallene des Ersten Weltkrieges nieder. Den Segen spendete Pfarrer Stefan Huth, Ev. Reformationsgemeinde Westhavelland.

Seit 100 Jahren arbeitet der Volksbund daran, den Toten von Krieg und Gewaltherrschaft eine würdige Ruhestätte anzulegen und das Gedenken an diese in der Gesellschaft wachzuhalten. Das Land Brandenburg, die Bundeswehr und der Volksbund gedenken gemeinsam der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Wie in jedem Jahr wird zum Volkstrauertag an die Toten, an die Opfer von Krieg und Gewalt erinnert. In diesem Jahr fand der zentrale Auftakt zu den landesweiten Gedenkveranstaltung in der Kirche zu Kotzen statt.

Gerade im Land Brandenburg sind die Folgen der großen Schlachten um Berlin immer noch sichtbar – mehr als in den anderen Bundesländern. Auch fast 75 Jahre nach Kriegsende werden immer noch Hunderte von Gefallenen – „Landser“ und „Rotarmisten“ – jedes Jahr aus der  Brandenburger Erde geborgen – eine mahnende Folge der letzten schweren Kämpfe im Frühjahr 1945.

Die Kriegstoten werden nach Möglichkeit identifiziert, erhalten ihren Namen wieder und finden dann auf den Kriegsgräberstätten des Volksbundes in Lietzen, Lebus oder Halbe ihr würdiges Grab. Ihrer sowie aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft wird am Sonnabend in Brandenburg gedacht.

„Die Volksbundarbeit ist ein wichtiger Beitrag zum friedlichen Miteinander, in Brandenburg und in der Welt. Die Hunderttausenden Kriegsgräber und Ehrenmäler, die Gedenksteine, Tafeln, Mahnmale und Museen in unserem Land verlangen unsere Aufmerksamkeit als dauernd zu bestehende Orte der privaten Trauer und des öffentlichen Gedenkens um uns die Kostbarkeit des Friedens stetig zu verdeutlichen." sagt Oliver Breithaupt, Landesgeschäftsführer des Volksbundes in Brandenburg. 

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