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Projekttag "Menschenrechte" in der Richard-Müller-Schule in Fulda
29. Oktober 2019
  • Hessen

"Lager – gleich welcher Art – während oder im Gefolge eines Krieges sind ein Mittel zur Unterdrückung und z. T. auch der Ausbeutung. Menschenrechte spielen in Lagern keine Rolle“, zu dieser Erkenntnis kamen die Schülerinnen und Schülern der Richard-Müller-Schule in Fulda. Am Projekttag zu „Menschenrechten“ hatten sie sich im Workshop „Lagersysteme“ eingewählt und sich mit verschiedenen Lagern in Deutschland auseinandergesetzt. In Gruppen beschäftigten sie sich mit der Behandlung von sowjetischen Kriegsgefangenen und mit Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern aus der Sowjetunion. Ein weiteres „Lagerthema“ waren die NKWD-Lager in der sowjetisch besetzten Zone, die ab 1945 dort errichtet wurden und im Westen kaum bekannt waren. Erst nach der Wende konnten die dort Internierten über ihre Erfahrungen sprechen. In einem Film kamen Frauen zu Wort, die ihre Verschleppung in den letzten Kriegsmonaten in die Sowjetunion und ihr Leben in dortigen Lagern schilderten.