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Das U-Boot-Ehrenmal Möltenort im neuen Licht
Neue Beleuchtungsanlage und neues Ausstellungskonzept eröffnen Besuchern optisch und inhaltlich neue Zugänge
11. November 2019
  • Schleswig-Holstein

Anfang November wurden die Arbeiten an zwei wichtigen Projekten für das U-Boot-Ehrenmal in Möltenort abgeschlossen, die das Ehrenmal im wahrsten Sinne des Wortes in neuem Licht erscheinen lassen.

Die neue Ausleuchtung des Ehrenmals

Auf Initiative der Stiftung U-Boot-Ehrenmal Möltenort, der Ubootkameradschaft Kiel e.V. (UK-Kiel) und des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wurde ein modernes und energieeffizientes LED-Beleuchtungskonzept für das Ehrenmal entworfen und umgesetzt. Herr Uwe Lüthje aus Laboe hat die Konzeption des neuen Systems erstellt und die Umsetzung durch eine Fachfirma begleitet. Durch die neue Beleuchtung präsentiert sich das Ehrenmal zur Fördeseite hin in der Dämmerung und bei Dunkelheit nun imposant in seiner vollen Breite.

Die neue Ausstellung

Um den Besuchern die Bedeutung und das Konzept des Ehrenmals näher zu bringen, wurde im Auftrag des Volksbundes ein Ausstellungskonzept mit insgesamt 12 Informationstafeln entwickelt und umgesetzt, die auf dem Vorplatz des Ehrenmals angeordnet wurden.

Sechs Tafeln informieren über Historie und Bedeutung des Ehrenmals und über der Geschichte der deutschen Uboote im Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie in der Deutschen Marine nach dem Krieg. Sechs weitere Tafeln stellen exemplarisch die Biografien von Ubootfahrern aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg dar, darunter auch die von zwei Marineärzten, Dr. Baumhard und Dr. Hennecke, die zuvor maßgeblich an der T4-Aktion im Euthanasie-Programm der Nazis beteiligt waren.

Die historischen Beiträge wurden von Prof. Sönke Neitzel von der Uni Potsdam erstellt, der auch Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates des Volksbundes ist. Prof. Neitzel trägt im Namen des Volksbundes auch die Gesamtverantwortung für die Inhalte der Ausstellung. Die Einzelbiografien der Ubootfahrer wurden vom Historiker des Deutschen Marinebund e.V., Dr. Jann Markus Witt, sowie im Fall der Marineärzte von Mitarbeitern der Gedenkstätte Hadamar, wo an die Opfer der NS-Euthanasie-Verbrechen erinnert wird, erstellt.

Die nicht unerheblichen Kosten für die neue Beleuchtungsanlage und die Ausstellung tragen der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und die Stiftung U-Boot-Ehrenmal Möltenort gemeinsam. Beide Maßnahmen werden auch von der "Aktivregion Ostseeküste" gefördert.

Beleuchtung und Ausstellung werden im Rahmen der Gedenkstunde zum Volkstrauertag am Sonnabend, 16.11., um 14:00 Uhr auch offiziell vorgestellt.