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Hans Stern

Date of birth Date unknown

Place of birth Colmar

Death/missing date 23.05.1916

Death/missing place Bouconville

Service rank Unteroffizier

Hans Stern is buried in the military cemetery in Cerny-en-Laonnois.

    Hier gibt es noch eine diskrepanz mit den text block keys.
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    Dadurch kriegen wir die falschen TextBlöcke.

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Short Biography

Hans Stern in Uniform, Straßburg 1915

Hans Stern in Uniform, Straßburg 1915

Hans Stern wurde am 18. Juni 1896 in Colmar in Elsass-Lothringen als eines von drei Kinder des Ehepaares Gustav Stern und Berta Stern (geb. Weil) geboren. Stern wuchs in einer assimilierten jüdischen Familie auf. Er war gebildet und genoss das Zusammensein mit Gleichgesinnten.

Unmittelbar nach Ausbruch des Krieges im August 1914 meldete sich Stern als Kriegsfreiwilliger. Stern war einer von etwa 100.000 Deutschen jüdischen Glaubens, die - entgegen verbreiteter antisemitischer Vorurteile, die Juden während und nach dem Ersten Weltkrieg als "Drückeberger" diffamierten - in der kaiserlichen Armee kämpften.

Während seiner Ausbildung schrieb er im September 1914 begeistert an seine Familie: "Unsere Vorgesetzten, Gefreiter, Unteroffizier u[nd] Feldwebel sind reizende Kerle u[nd] behandeln uns äusserst anständig. Es klappt aber auch alles bei uns u[nd] wir geben uns alle Mühe." Er freute sich mit gleichgesinnten beisammen zu sein: "[W]ir [sind] eine ganz prachtvolle Gesellschaft. Alles klassig gebildet. Während ich diesen Brief schreibe, liegt neben mir Sienkiewiczs „Quo vadis“, während einer zur Zupfgeige singt, liest einer Heine u[nd] ein anderer Ibsen." Doch er beschrieb auch die negativen Seiten des Soldatendaseins: "Der Dienst ist sehr anstrengend. Heute Nacht schlief ich zum erstenmal in der Kaserne. Es war viel angenehmer als im Quartier. Ich hatte das ganze Bett nach allen Richtungen hin mit Insektenpulver bestreut infolgedessen keine Wanzen gezwickt."

Nach seiner Ausbildung wurde er mit dem Infanterie-Regiment 87 zwischen dem 14. November 1914 und dem 14. Februar 1915 bei den Kämpfen bei Roye eingesetzt. Die Strapazen des winterlichen Stellungskrieges in der Sommes schilderte er im Januar 1915 in einem Brief an seine Eltern: "Durch den langen Regen sind unsere Höhlen (Unterstände) undicht geworden, es tropft andauernd von der Decke herunter. Während nun die anderen immer im nassen oder feuchten liegen, spüre ich gar nichts davon.- Ich muss jetzt von Eurer Erlaubnis, zu beichten, doch Gebrauch machen. Ich habe das Leben wie wir es jetzt führen, gründlich satt. Seit einiger Zeit stellt sich auch das Heimweh ein u[nd] das Bedürfnis, endlich wieder etwas Ruhe und bürgerliches Leben. Gerade zwei Monate bin ich jetzt in Frankreich das langt." Nichtsdestoweniger überzeugt zeigte sich Stern von der Notwenidigkeit des Krieges. Nach der Kriegerklärung Italiens am 23. Mai 1915 schrieb er an seine Eltern: "Die Kriegserklärung Italiens liess uns ruhig kalt. Da bleiben wir aber noch ein bisschen länger hier. Am liebsten gingen wir natürlich selbst nach Italien um unsere lieben Bundesgenossen zu verkloppen." Stern war überzeugt vom Kampf für sein "Vaterland". Aus seinen Briefen geht hervor, dass Stern sowohl seinen jüdischen Glauben praktizierte, am 1. Dezember 1915 besuchte er etwa in Chaulin eine Chanukafeier, als auch an christlichen Feiern, wie dem Weihnachtsfest teilnahm. So berichtet er seinen Eltern in einem Brief vom 26. Dezember 1915 "Weihnachten habe ich im Kreise der Kameraden u[nd] Offiziere unserer Komp[anie] sehr fidel gefeiert."

Im Dezember 1915 wurde Stern zum Unteroffizier befördert, am 6. Mai 1916 wurde ihm das Eisernes Kreuz 2. Klasse verliehen. Zuletzt wurde er bei den Stellungskämpfen bei Verdun und Bouconville eingesetzt. Am 23. Mai 1916 wurde er hier bei Bouconville getötet. Heute ruht Hans Stern auf der Kriegsgräberstätte Cerny-en-Laonnois in Grab Nr. 2843, Block 1.

Die Eltern und Geschwister von Hans Stern mussten nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 wegen der antisemitischen Verfolgung aus Deutschland fliehen.

Empfohlene Zitationsweise: Projekt "Kriegsbiographien", Hans Stern, in: Volksbund Dt. Kriegsgräberfürsorge e.V., Gräbersuche Online, [Zugriff am].

Cerny-en-Laonnois, Frankreich

Note for cemetery visitors

On some war grave sites, which the War Graves Commission has established in Eastern Europe, the name marking has partly not been done yet! Therefore, we urgently request that relatives contact us at the e-mail address service@volksbund.de or the telephone number +49(0)561-7009-0 before a planned trip. This way we can also guarantee that the respective war gravesite will be open on the planned date of the visit.

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