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Über Grenzen hinweg Gemeinsamkeiten entdecken

Deutsch-französisches Workcamp setzt Zeichen für Erinnerungskultur und Frieden in Lindlar

Lindlar. Die erste Woche der deutsch-französischen Jugendbegegnung „Geschichte schreiben“ neigt sich dem Ende zu. Anschließend zieht die Gruppe ins nordfranzösische Monampteuil zum Partner Les Francas de Lille weiter. 

Passenderweise fand der erste Programmtag am 14. Juli statt, und Bürgermeister Sven Engelmann begrüßte die Jugendlichen im Rathaus. In seinem Grußwort führte er aus, dass Begegnungen wie diese das Fundament dessen seien, was Europa zusammenhalte: gegenseitiges Kennenlernen, Vertrauen und Freundschaft. Er hieß die Jugendlichen willkommen und ließ ebenfalls die französische Fahne vorm Rathaus hissen. Zwei Tage darauf kam er zum Projekttag auf den Friedhof und dankte für das Engagement, mit dem die Jugendlichen die Kriegsgräberstätten pflegten. Nach einem Rundgang über das Gelände nahmen sie nochmals Bürste und Eimer zur Hand, um auch die letzten Steine und das Hochkreuz zu reinigen.

Die Gemeinde unterstützte die Jugendbegegnung umfassend. Auch das Lindlarer Partnerschaftskomitee würdigte das Engagement der Jugendlichen und die Bedeutung des Projekts für die deutsch-französische Freundschaft. 

Das Workcamp „Geschichte schreiben“ ist eines von rund dreißig internationalen Jugendprojekten des Volksbundes in diesem Sommer und wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) gefördert. Während der zweiwöchigen Begegnung in Deutschland und Frankreich setzen sich die Jugendlichen intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus und seinen Folgen auseinander. Sie recherchieren die Lebensgeschichten hinter den Grabsteinen, reflektieren unterschiedliche nationale Erinnerungsperspektiven und diskutieren Wege zu einer gemeinsamen europäischen Erinnerungskultur. 

Text und Bilder: RG Rheinland