Gräbersuche-Online
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August Theobald
Geburtsdatum 13.09.1907
Geburtsort Herxheim
Todes-/Vermisstendatum 06.08.1946
Todes-/Vermisstenort -
Dienstgrad Rottenführer
August Theobald ruht auf der Kriegsgräberstätte in Cannock Chase .
Endgrablage: Block 3 Reihe 3 Grab 96
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- Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.
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Kurzbiographie
August Theobald wurde am 13.09.1907 in Herxheim bei Landau geboren. Mit seiner Ehefrau Toni bekam er die Tochter Rosel. Er arbeitete als selbständiger Malermeister und spielte in seiner Freizeit in einer Fußballmannschaft. Ein Bild aus den 1930er Jahren zeigt August Theobald zudem in einer Gruppe kostümierter Männer, vermutlich während einer Faschingsfeier. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er im Rang eines Rottenführeres in der 4. Kompanie der Kampfgruppe Hecht eingesetzt. Regelmäßig schrieb er Briefe an seine Familie, aber auch Gedichte. In einem Brief vom 7. April 1944 anlässlich der Kommunion der Tochter Rosel, die sich an ihren Vater als sehr gläubigen Katholiken erinnerte, dichtete er beispielsweise:
"Den schönsten Tag in Deinem Leben
begehst Du heute mein liebes Kind,
in Dein reines Herzchen will ja sehen
das liebe Jesuskind.
Ist Dein Herz von sünden rein,
so wird es kekren bei Dir ein.
Hast es nun in Deinem Herzen wohnen,
so sei fleißig und artig im beten,
dann wird es Dich beschützen und belohnen,
und Dich begleiten auf allen Wegen.
Auch vergiss Deine Eltern nicht denn wir wünschen Dir alles Liebe und Gute
und beten auch für Dich
Dein Vati"
Nach Ende des Kriegs war August Theobald in englischer Kriegsgefangenschaft und wurde im Kriegsgefangenenlager Penketh Hostel Widnes interniert. Während dieser Zeit arbeitete er in einer Chemiefabrik, in der unter anderem Kupfervitriol hergestellt wurde. Weiterhin schrieb er aus der Kriegsgefangenschaft Briefe an seine Ehefrau. In einem Brief vom 21.07.1946 bekundete er sein Heimweh: "Meine Sehnsucht nach Dir und Kind wird von Tag zu Tag größer und wielange [sic!] soll es noch dauern bis wir uns wiedersehen? Einmal muss der Tag kommen zur Entlassung." Seine Hoffnung, bald aus der Gefangenschaft entlassen zu werden erfüllten sich nicht. Laut Angabe der Tochter erlitt er beim Fußballspielen im Kriegsgefangenenlager eine Embolie, an der er am 6. August 1946 verstarb. Erstbestattet wurde er auf dem Warrrington Cemetery in Lancashire. Seit seiner Umbettung am 11. Juli 1962 ruht er auf der Kriegsgräberstätte in Cannock Chase, Block 3, Reihe 3, Grab 96.
Cannock Chase, Großbritannien
Cannock Chase nördlich von Birmingham ist der zentrale deutsche Soldatenfriedhof in Großbritannien. Er liegt in der Nähe eines britischen Militärfriedhofs, auf dem weitere deutsche Soldaten bestattet sind.
Friedhofbeschreibung
Die Kriegsgräberstätte liegt in einer flachen Talmulde, die im Süden von Kiefernwald begrenzt wird. Im Eingangsgebäude befindet sich der Besucherraum mit den Namenbüchern. Der kleine Innenhof bildet die Verbindung zur Ehrenhalle, in deren Mitte eine Bronzeplastik auf einem Steinsockel steht. Sie stellt einen gefallenen Soldaten dar. Eine Senke durchzieht das Gelände und trennt die Gräberfelder der Toten des Ersten und des Zweiten Weltkrieges. Stelen aus belgischem Hartmuschelkalk kennzeichnen die Gräber. Auf ihnen sind meist die Daten von je zwei Gefallenen auf Vorder- und Rückseite eingraviert. Pate des Friedhofs ist der Volksbund-Landesverband Bremen.
Belegung
Auf der Anlage ruhen mehr als 4.900 Gefallene: 2.143 Tote aus dem Ersten Weltkrieg und knapp 2.800 aus dem Zweiten Weltkrieg, die zum größten Teil in Kriegsgefangenschaft oder in Internierungslagern ihr Leben verloren. Hinzu kommen Besatzungsmitglieder von abgestürzten Kampfflugzeugen sowie Tote, die an die Küste geschwemmt wurden.
Historie
Der Soldatenfriedhof Cannock Chase wurde am 10. Juni 1967 der Öffentlichkeit übergeben. Die Gedenkstätte entstand, nachdem die Regierungen des Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland sowie der Bundesrepublik Deutschland am 16. Oktober 1959 ein Abkommen geschlossen hatten. Der Volksbund übernahm im Auftrag der Bundesregierung die Aufgabe, die in Großbritannien und Nordirland bestatteten deutschen Kriegstoten zusammenzubetten.
1.566 Tote aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, die bereits auf britischen Soldatenfriedhöfen bestattet worden waren, blieben ausgenommen. Diese Gräber auf 148 Ehrenteilen werden weiterhin von der Commonwealth War Graves Commission, der britischen Kriegsgräberfürsorge, betreut. Bestehen blieb die Friedhofsanlage Fort George in St. Peter Port auf der Kanalinsel Guernsey. Dort liegen 111 deutsche Gefallene aus dem Zweiten Weltkrieg.
Besonderheit
Auf dem nur etwa 400 Meter entfernten britischen Militärfriedhof Cannock Chase Brereton ruhen 228 deutsche Gefallene aus dem Ersten Weltkrieg und 29 Gefallene aus dem Zweiten Weltkrieg. Hier haben außerdem 24 Engländer und 73 Neuseeländer aus dem Ersten Weltkrieg sowie drei Engländer aus dem Zweiten Weltkrieg ihr Grab.
Hinweis für Friedhofsbesucher
Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.
Mediathek
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Prospekt "Kriegsgräberstätten in Großbritannien, Irland und Island"Mediathek
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