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Gräbersuche-Online

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Franz Bauer

Geburtsdatum 04.04.1907

Geburtsort Stockstadt

Todes-/Vermisstendatum 09.06.1944

Todes-/Vermisstenort -

Dienstgrad Unteroffizier

Franz Bauer ruht auf der Kriegsgräberstätte in Marigny .

Endgrablage: Block 4 Reihe 34 Grab 1301

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Kurzbiographie

Franz Bauer wurde am 4. April 1907 in Stockstadt als eines von elf Kindern einer Bauersfamilie geboren. Er arbeitete als Vorarbeiter in der Papierfabrik in Stockstadt. Im September 1933 heiratete Emilie Schüssler. Aus der Ehe ging im August 1935 eine Tochter hervor.

Mit Beginn des Krieges wurde er im September 1939 zur Wehrmacht eingezogen. Zunächst diente er bei den Landesschützen, war also nicht an der Front eingesetzt. Nach der Besetzung Frankreich wurde er dorthin versetzt. Als Unteroffizier war er längere Zeit in der Nähe von Paris stationiert.

Anschließend wurde er in die Normandie verlegt.

1941 erkrankte seine Tochter an Diphterie. Seine Ehefrau bat daher darum, dass er Fronturlaub erhielte. Dies wurde abgelehnt. Das Gesuch wurde jedoch wegen Ansteckungsgefahr abgelehnt. Ansonsten erhielt er aber durchaus Heimaturlaub. Während seines Urlaubes half er auf dem Acker und bei der Viehzucht im landwirtschaftlichen Betrieb der Familie. Bei seinem letzten Heimaturlaub schrieb er am 25. Mai 1944 in das Poesiealbum seiner Tochter:

"Gedenke meiner oft und gern

Gedenke meiner nah und fern

Gedenke noch an meinem Grab

Wie oft ich Dich geliebt hab

Zur Erinnerung von

Deinem lieben Pappa"

Angesichts der sich verschlechternden militärischen Lage schien Bauer pessimistisch, den Krieg zu überleben. Wenig später kehrte er dann zurück zur Truppe in die Normandie. Von dort schrieb er einen letzten Brief an seine Ehefrau, dass er gut angekommen sei. Wenn es "los geht" – er meinte die alliierte Invasion -, so befürchtete er, dann dort, weil die Stellungen nur unzureichend befestigt seien. Mit seiner Ahnung sollte er recht behalten. Am 6. Juni 1944, dem D-Day, landeten alliierte Truppen in der Normandie.

Franz Bauer wurde am 9. Juni 1944 wenige Tage nach Beginn der Invasion getötet. Er wurde zunächst in Brevands bestattet und anschließend umgebettet nach St. James. 1957 wurde er schließlich umgebettet auf die Kriegsgräberstätte Marigny. Hier ruht Franz Bauer in Block 5, Reihe 34, Grab 1301.

Marigny, Frankreich

Die Deutsche Kriegsgräberstätte in der Gemeinde La Chapelle-en-Juger im französischen Département Manche, zwölf Kilometer westlich von Saint-Lô, trägt den Namen der zwei Kilometer südwestlich gelegenen Gemeinde Marigny. Auf dem am 20. September 1961 eingeweihten Friedhof sind 11.169 deutsche Soldaten bestattet.

Friedhofsbeschreibung

Der Friedhof ist in fünf lang gestreckte Gräberblöcke eingeteilt und mit Wällen eingefasst. Die bauliche Gestaltung des Eingangsgebäudes lehnt sich an den Charakter der alten normannischen Dorfkirchen an. Sein Bruchsteinmauerwerk fügt sich harmonisch in die Landschaft ein. Keramikplatten über den Gräbern tragen die Namen, Dienstgrade sowie die Lebens- und Sterbedaten von je zwei Kriegstoten. Die für deutsche Kriegsgräberstätten charakteristischen Symbokreuzgruppen sind gleichmäßig über das Gelände verteilt. Eine Steinmauer umschließt die Gräberstätte.

Historie

Während der Invasion der Alliierten in der Normandie 1944 erlitten die Kriegsparteien hohe Verluste. In der Region Cherbourg verloren viele deutsche Soldaten durch Bombenangriffe bei Marigny, La Chapelle-en-Juger und den umliegenden Ortschaften ihr Leben. Im Verlauf der heftigen Landungskämpfe starben 3.070 amerikanische Soldaten in den Abschnitten St. Mere-Eglise und "Utah-Beach". Diese Kriegstoten bestattete der amerikanische Gräberdienst zunächst bei Marigny. In den Jahren 1945 und 1946 erfolgte ihre Umbettung auf den Friedhof Saint-James (statt St. Laurent-sur-Mer).

Besonderheit

In der Nähe des Eingangs der Kriegsgräberstätte Marigny befindet sich ein Gedenkstein. Er erinnert an die Soldaten des VII. US-Korps, die zunächst dort beigesetzt und später auf den großen amerikanischen Soldatenfriedhof Saint-Laurent-sur-Mer umgebettet worden waren.

Aufnahmen: Erhard Lauber

Hinweis für Friedhofsbesucher

Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.

Mediathek

  • Prospekt "Wenn Steine reden könnten ..." - Kriegsgräberstätten in der Normandie
    Mediathek
  • Brochure "If the stones could talk .../Si les pierres pouvaient parler ..." - Normandy / Normandie
    Mediathek
  • Informationstafel Marigny in Frankreich
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  • Broschüre "Normandie - Deutsche Kriegsgräberstätten"
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  • Brochure "Normandy German War Cemeteries"
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  • Brochure "Normandie Cimetières militaires allemands"
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