Zum Inhalt springen

Gräbersuche-Online

Gräbersuche-Online

Wilhelmine Walther

Geburtsdatum 09.05.1922

Geburtsort -

Todes-/Vermisstendatum 25.07.1944

Todes-/Vermisstenort -

Dienstgrad DRK-Schwester

Wilhelmine Walther ruht auf der Kriegsgräberstätte in Lommel .

Endgrablage: Block 40 Grab 346

    Hier gibt es noch eine diskrepanz mit den text block keys.
    in elastic ist der wert: und in salesforce ist der wert von vdk_Text_Block_Website__c: 220.
    Dadurch kriegen wir die falschen TextBlöcke.

  • Falls Wilhelmine Walther mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.
  • Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.

Kurzbiographie

Wilhelmine Walther wurde am 9. Mai 1922 als dritte von vier Töchtern des Söldners Christian Walther und dessen Ehefrau Maria Karolina geb. Klauss von Reichenbach in Lehmingen/Kreis Nördlingen in Bayern geboren. Ihre Jugend war von Krankheiten geprägt, was nach Schulbesuch und Konfirmation zum Ergreifen des Krankenschwesterberufes geführt haben mag.

Seit Januar 1940 leistete sie ihren Arbeitsdienst und begann im September desselben Jahres eine Ausbildung beim Deutschen Roten Kreuz in München. Im Dezember 1941, nach "vollendeter Ausbildung", erfolgte ihr erster Einsatz als Lazarettschwester in Sinferopol auf der Halbinsel Krim in Russland. Dieser Einsatz wurde mit der Verleihung des Krimschildes und der Ostmedaille honoriert.

Im November 1942 wurde sie zuerst in das belgische Ostende und anschließend nach Gent versetzt. Am Dienstag den 25. Juli begab sich Wilhelmine zum Soldatenfriedhof in Deinze, um dort einem Begräbnis beizuwohnen und das Kriegsgrab ihres Onkels Friedrich Kleemann zu besuchen. Durch einen Luftangriffs zwischen 14 und 15 Uhr, während der Trauerfeier, wurde sie auf dem Ehrenfriedhof getötet. Sie starb im Alter von 22 Jahren.

Der Stabsarzt ihrer Lazaretteinheit in Gent äußert in der Todesmitteilung an den Vater über Wilhelmine: "Schwester Wilhelmine war bei Allen beliebt durch ihr lebensfrohes, stets heiteres Wesen und ihre Hilfsbereitschaft. In der Sorge für die ihr anvertrauten Kranken war sie unermüdlich, und die kürzlich erfolgte Verleihung der Kriegsverdienstmedaille brachte eine besondere Anerkennung ihres Einsatzes zum Ausdruck."

Drei Tage später wurde sie selbst mit militärischen Ehren auf dem Ehrenfriedhof Gent in Ostflandern erstbestattet. Heute ruht sie auf der Kriegsgräberstätte Lommel, Block 40, Grab 346.

Lommel, Belgien

Bei den Ausbauarbeiten der belgischen Kriegsgräberstätte Lommel in den 1950er-Jahren halfen Jugendliche aus 16 Nationen mit. Dabei entstand das Motto "Versöhnung über den Gräbern", das noch heute für die Jugendarbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge steht.

Friedhofbeschreibung

Die deutsche Kriegsgräberstätte Lommel liegt in der flämischen Region Belgiens in der Provinz Limburg. Die 16 Hektar große Anlage, die unter Denkmalschutz steht, ist in 63 Felder mit bis zu 28 Reihen und 640 Gräbern aufgeteilt. Auf dem Friedhof stehen nahezu 20.000 Kreuze, auf denen beidseitig die Namen, Lebensdaten und die Grabnummer von zwei Gefallenen dokumentiert sind.


Belegung

Von den 39.111 in Lommel Bestatteten waren ursprünglich 13.000 unbekannt. Der Volksbund konnte bis heute fast 7.000 Schicksale nachträglich klären. Die dort bestatteten Soldaten waren vor allem während der Kämpfe in Belgien und im Westen Deutschlands, insbesondere bei Aachen, im Hürtgenwald und am Brückenkopf Remagen, ums Leben gekommen.

In Lommel erhielten außerdem 542 deutsche Soldaten des Ersten Weltkriegs ihren letzten Ruheplatz, nachdem ein kleiner Soldatenfriedhof in Leopoldsburg aufgelöst worden war.


Historie

Schon gegen Ende des Zweiten Weltkriegs bestattete der amerikanische Gräberdienst seine sowie deutsche Gefallene provisorisch auf vier Sammelfriedhöfen: Henri-Chapelle, Fosse, Overrepen und Neuville-en-Condroz. Die deutschen Toten wurden 1946 und 1947 nach Lommel umgebettet, die amerikanischen auf den zwei Friedhöfen Neuville-en-Condrez bei Lüttich und Henri-Chapelle westlich von Aachen zusammengelegt.

1946 begann der belgische Gräberdienst damit, im Land alle weiteren deutschen Gräberanlagen des Zweiten Weltkriegs aufzulösen und die Toten nach Lommel sowie – zu einem kleineren Teil – auf eine Anlage bei Bastogne zu überführen.

Direkt nach Abschluss des Kriegsgräberabkommens zwischen der deutschen und belgischen Regierung 1952 gestaltete der Volksbund das in einem großen Heidegebiet liegende Gräberfeld gärtnerisch um.

Am 6. September 1959 wurde die bis dahin größte deutsche Kriegsgräberstätte des Zweiten Weltkriegs im Westen mit einer Gedenkstunde der Öffentlichkeit übergeben. Pate des Friedhofs ist der Landesverband Niedersachsen.


Besonderheit

An den Ausbauarbeiten des Friedhofs in den 1950er-Jahren beteiligten sich Jugendliche aus mehreren Ländern. 1954 halfen fast 400 Jugendliche aus 16 Nationen mit. Bei der gemeinsamen Arbeit entstand das Motto "Versöhnung über den Gräbern", das für die Jugendarbeit des Volksbunds noch heute gilt und später durch "Arbeit für den Frieden" ergänzt wurde.


Die internationale Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Huis Over Grenzen eröffnete am 17. September 1993 im Eingangsgebäude der Kriegsgräberstätte. Der Übernachtungsbetrieb wurde Ende 2024 eingestellt, das Haus wird zu einem Lern- und Erinnerungsstandort mit Ausstellung umgestaltet. Führungen können weiterhin angefragt werden: Huis Over Grenzen

Der Volksbund macht historische, soziale und politische Bildungsangebote auch für mehrtätige Aufenthalte in den drei JBS in Ysselsteyn (Niederlande), Niederbronn-Les-Bains (Frankreich) und Golm (Deutschland) .

Hinweis für Friedhofsbesucher

Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.

Mediathek

  • Prospekt "Kriegsgräberstätte Lommel/Belgien"
    Mediathek
  • Prospekt "Kriegsgräberstätten Belgien"
    Mediathek
  • Brochure "War graveyards Belgium"
    Mediathek
  • Brochure "Cimitières de guerre en Belgique"
    Mediathek
  • Brochure "Oorlogsgraven België"
    Mediathek
  • Prospekt "Wenn Steine reden könnten ..." - Kriegsgräberstätten in Europa
    Mediathek
  • Brochure "If the stones could talk .../Si les pierres pouvaient parler ..." - Europe
    Mediathek
  • Informationstafel Lommel in Belgien
    Mediathek

Lesen Sie mehr über den Kriegsgräberdienst und über die Volksbund-Arbeit allgemein.

Unterstützen Sie unsere Arbeit!