Zum Inhalt springen

Gräbersuche-Online

Gräbersuche-Online

Wilhelm Wenta

Geburtsdatum 18.10.1901

Geburtsort -

Todes-/Vermisstendatum 07.09.1944

Todes-/Vermisstenort -

Dienstgrad Gefreiter

Wilhelm Wenta ruht auf der Kriegsgräberstätte in Lommel .

Endgrablage: Block 31 Grab 640

    Hier gibt es noch eine diskrepanz mit den text block keys.
    in elastic ist der wert: und in salesforce ist der wert von vdk_Text_Block_Website__c: 220.
    Dadurch kriegen wir die falschen TextBlöcke.

  • Falls Wilhelm Wenta mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.
  • Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.

Kurzbiographie

Wilhelm Wenta wurde am 18.10.1901 geboren. Er hatte einen Bruder (Franz) und eine Schwester. Bis zum 01.04.1916 besuchte er die Cäcilien-Schule I in Dortmund. Seit dem 06.07.1919 arbeitete Wenta als Posthelfer im Postamt 1 Dortmund. Zwar galt er als "fleißig und zuverlässig", am 22.11.1922 wurde er jedoch wegen "Arbeitsmangels" im Zuge der Wirtschaftskrise der 1920er Jahre entlassen. Später wurde er wieder eingestellt und am 20.01.1938 als Postschaffner verbeamtet.

Am 21.05.1932 heirate er Martha (geb. Franke). Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, Eva Maria (Evi) und Wolfgang. In seinen Briefen erkundigt er sich immer wieder nach den Kindern und zeigt ein besonderes Interesse an der Schulbildung seiner Tochter Evi.

Eingesetzt wurde Wenta beim Postschutz an der Küste Nordfrankreichs. Seine Unterkunft sei nur wenig entfernt vom Strand. Aber gefragt, ob das Meer sein Freund geworden sei, teilte er seiner Frau mit: "Nein, liebe Martha, es wird nie mein Freund werden." – In den Bergen sei es schöner.

Als Postbeamter kommentierte er gelegentlich in seinen Briefen auch den Postbetrieb, wenn er etwa schrieb: "Also, an mir liegt es nicht, wenn Du so selten Post bekommst." Oder zu Ostern 1944: "Die Post hat uns diesmal aber einen Streich gespielt. Ausgerechnet zu Ostern eine Päckchensperre einzulegen." (04.04.1944)

Ebenso ironisch kommentierte er seine Beförderung zum Gefreiten. So schrieb er an seine Ehefrau Martha: "Nun habe ich die erste Stufe der stolzen Leiter erklommen. […] Du brauchst aber nun nicht stolz zu werden. Ich bin sogar bescheidener geworden und habe Mutter Erde geküsst. Gerade da, wo ich die tiefste Stelle erwischen konnte. Ansonsten geht es mir aber gut." (20.07.44)

In seinen Briefen zeigt er immer wieder Interesse am Kino. So schreibt er, nachdem seine Frau Martha den Film "Wen die Götter lieben…" gesehen hatte: "Es ist doch gut, daß man heute auch in den entlegensten Dörfern Gelegenheit hat am Kulturleben teilzunehmen." (06.08.1944)

Im selben Brief stellt er fest, "[w]enn man Betrachtungen über das Kriegsgeschehen anstellt, findet man, dass es bald zu einer Entscheidung kommen muss." Zwar sei er Optimist, doch kämen ihm "manchmal trübe Gedanken". Und weiter: "Eine herrliche Schimpfkanonade stellt dann den regelmäßigen Stuhlgang der Seele wieder her."

Die Dienststelle teilte seiner Frau Martha am 07.11.44 mit, dass ihr Mann als vermisst gelte: "Bei dem Rückmarsch aus Frankreich ist die Einheit auseinandergerissen worden. In der Gegend von Courtrai (Nordfrankreich) konnte der Verbleib Ihres Gatten noch einem Nachtgefecht nicht mehr festgestellt werden (am 6.9.44)." wahrscheinlich so heißt es in einem Schreiben vom 21.12.1944 sei er in Gefangenschaft geraten. Aus der Kriegsgefangenschaft teilte einer der Kameraden Wentas jedoch mit: Ein Kamerad habe zu ihm gesagt: "Hast Du gesehen, Wenta und Buss sind auch gefallen?" Mehr Einzelheiten wüsste er aber nicht.

Wenta war tatsächlich am 07.09.1944 bei den Gefechten getötet worden. Der Kriegssterbefall wurde am 07.05.1946 beim Standesamt Dortmund-Mitte beurkundet. Bestattet wurde Wilhelm Wenta zunächst in Avelghem in Belgien. Nach der Umbettung ruht er heute auf dem Soldatenfriedhof in Lommel in Belgien, Block 31, Reihe 16, Nr. 640.

Lommel, Belgien

Bei den Ausbauarbeiten der belgischen Kriegsgräberstätte Lommel in den 1950er-Jahren halfen Jugendliche aus 16 Nationen mit. Dabei entstand das Motto "Versöhnung über den Gräbern", das noch heute für die Jugendarbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge steht.

Friedhofbeschreibung

Die deutsche Kriegsgräberstätte Lommel liegt in der flämischen Region Belgiens in der Provinz Limburg. Die 16 Hektar große Anlage, die unter Denkmalschutz steht, ist in 63 Felder mit bis zu 28 Reihen und 640 Gräbern aufgeteilt. Auf dem Friedhof stehen nahezu 20.000 Kreuze, auf denen beidseitig die Namen, Lebensdaten und die Grabnummer von zwei Gefallenen dokumentiert sind.


Belegung

Von den 39.111 in Lommel Bestatteten waren ursprünglich 13.000 unbekannt. Der Volksbund konnte bis heute fast 7.000 Schicksale nachträglich klären. Die dort bestatteten Soldaten waren vor allem während der Kämpfe in Belgien und im Westen Deutschlands, insbesondere bei Aachen, im Hürtgenwald und am Brückenkopf Remagen, ums Leben gekommen.

In Lommel erhielten außerdem 542 deutsche Soldaten des Ersten Weltkriegs ihren letzten Ruheplatz, nachdem ein kleiner Soldatenfriedhof in Leopoldsburg aufgelöst worden war.


Historie

Schon gegen Ende des Zweiten Weltkriegs bestattete der amerikanische Gräberdienst seine sowie deutsche Gefallene provisorisch auf vier Sammelfriedhöfen: Henri-Chapelle, Fosse, Overrepen und Neuville-en-Condroz. Die deutschen Toten wurden 1946 und 1947 nach Lommel umgebettet, die amerikanischen auf den zwei Friedhöfen Neuville-en-Condrez bei Lüttich und Henri-Chapelle westlich von Aachen zusammengelegt.

1946 begann der belgische Gräberdienst damit, im Land alle weiteren deutschen Gräberanlagen des Zweiten Weltkriegs aufzulösen und die Toten nach Lommel sowie – zu einem kleineren Teil – auf eine Anlage bei Bastogne zu überführen.

Direkt nach Abschluss des Kriegsgräberabkommens zwischen der deutschen und belgischen Regierung 1952 gestaltete der Volksbund das in einem großen Heidegebiet liegende Gräberfeld gärtnerisch um.

Am 6. September 1959 wurde die bis dahin größte deutsche Kriegsgräberstätte des Zweiten Weltkriegs im Westen mit einer Gedenkstunde der Öffentlichkeit übergeben. Pate des Friedhofs ist der Landesverband Niedersachsen.


Besonderheit

An den Ausbauarbeiten des Friedhofs in den 1950er-Jahren beteiligten sich Jugendliche aus mehreren Ländern. 1954 halfen fast 400 Jugendliche aus 16 Nationen mit. Bei der gemeinsamen Arbeit entstand das Motto "Versöhnung über den Gräbern", das für die Jugendarbeit des Volksbunds noch heute gilt und später durch "Arbeit für den Frieden" ergänzt wurde.


Die internationale Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Huis Over Grenzen eröffnete am 17. September 1993 im Eingangsgebäude der Kriegsgräberstätte. Der Übernachtungsbetrieb wurde Ende 2024 eingestellt, das Haus wird zu einem Lern- und Erinnerungsstandort mit Ausstellung umgestaltet. Führungen können weiterhin angefragt werden: Huis Over Grenzen

Der Volksbund macht historische, soziale und politische Bildungsangebote auch für mehrtätige Aufenthalte in den drei JBS in Ysselsteyn (Niederlande), Niederbronn-Les-Bains (Frankreich) und Golm (Deutschland) .

Hinweis für Friedhofsbesucher

Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.

Mediathek

  • Prospekt "Kriegsgräberstätte Lommel/Belgien"
    Mediathek
  • Prospekt "Kriegsgräberstätten Belgien"
    Mediathek
  • Brochure "War graveyards Belgium"
    Mediathek
  • Brochure "Cimitières de guerre en Belgique"
    Mediathek
  • Brochure "Oorlogsgraven België"
    Mediathek
  • Prospekt "Wenn Steine reden könnten ..." - Kriegsgräberstätten in Europa
    Mediathek
  • Brochure "If the stones could talk .../Si les pierres pouvaient parler ..." - Europe
    Mediathek
  • Informationstafel Lommel in Belgien
    Mediathek

Lesen Sie mehr über den Kriegsgräberdienst und über die Volksbund-Arbeit allgemein.

Unterstützen Sie unsere Arbeit!