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Gräbersuche-Online

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Rudolf König

Geburtsdatum 06.02.1903

Geburtsort -

Todes-/Vermisstendatum 27.09.1944

Todes-/Vermisstenort -

Dienstgrad Obergefreiter

Rudolf König ruht auf der Kriegsgräberstätte in Lommel .

Endgrablage: Block 55 Grab 416

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Kurzbiographie

Rudolf König wurde am 06.02.1903 als Sohn des Landwirts Jakob König (verstorben 1927) und dessen Ehefrau Friederike Dorathea König, geb. Ehlers in Sarzbüttel im Kreis Süd-Dithmarschen, Regierungsbezirk Schleswig, geboren. Er besuchte die Volksschule und erlernte den Beruf des Landwirts, arbeitete schließlich aber auch als Gastwirt. Mit seiner Ehefrau Anna Adele Helliesen hatte er vier Söhne und lebte in Bargenstedt.

Im März 1937 wurde König in Rendsburg gemustert und im August 1939 zur Wehrmacht eingezogen. Nach einem halben Jahr wurde er Oberfahrer, 1941 Gefreiter und 1944 Obergefreiter. Er erhielt 1942 das Verwundetenabzeichen in Schwarz und die Ostmedaille. König nahm von 1939 bis zu seinem Tod an zahlreichen Kampfhandlungen teil, wobei seine Einsatzorte zu Beginn zwischen Ost- und Westfront wechselten, von 1941 bis 1943 war er im Osten eingesetzt, bevor er 1944 wieder im Westen (Belgien) kämpfte.

Rudolf fiel am 27.09.1944 bei Rijkevorsel in Belgien beim "Angriff gegen einen vom Feind gebildeten Brückenkopf nordostwärts Antwerpens". "Im schweren feindlichen Abwehrfeuer erhielt Obergefr. König aus kurzer Entfernung einen Kopfschuß." Er war sofort tot. Seine Erstbestattung erfolgte durch alliierte Truppen in Brecht/Lievre, weil seine Kameraden ihn nicht bergen konnten und durften. Später wurde er auf die Kriegsgräberstätte in Lommel (Block 55, Grab 416) umgebettet.

Lommel, Belgien

Bei den Ausbauarbeiten der belgischen Kriegsgräberstätte Lommel in den 1950er-Jahren halfen Jugendliche aus 16 Nationen mit. Dabei entstand das Motto "Versöhnung über den Gräbern", das noch heute für die Jugendarbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge steht.

Friedhofbeschreibung

Die deutsche Kriegsgräberstätte Lommel liegt in der flämischen Region Belgiens in der Provinz Limburg. Die 16 Hektar große Anlage, die unter Denkmalschutz steht, ist in 63 Felder mit bis zu 28 Reihen und 640 Gräbern aufgeteilt. Auf dem Friedhof stehen nahezu 20.000 Kreuze, auf denen beidseitig die Namen, Lebensdaten und die Grabnummer von zwei Gefallenen dokumentiert sind.


Belegung

Von den 39.111 in Lommel Bestatteten waren ursprünglich 13.000 unbekannt. Der Volksbund konnte bis heute fast 7.000 Schicksale nachträglich klären. Die dort bestatteten Soldaten waren vor allem während der Kämpfe in Belgien und im Westen Deutschlands, insbesondere bei Aachen, im Hürtgenwald und am Brückenkopf Remagen, ums Leben gekommen.

In Lommel erhielten außerdem 542 deutsche Soldaten des Ersten Weltkriegs ihren letzten Ruheplatz, nachdem ein kleiner Soldatenfriedhof in Leopoldsburg aufgelöst worden war.


Historie

Schon gegen Ende des Zweiten Weltkriegs bestattete der amerikanische Gräberdienst seine sowie deutsche Gefallene provisorisch auf vier Sammelfriedhöfen: Henri-Chapelle, Fosse, Overrepen und Neuville-en-Condroz. Die deutschen Toten wurden 1946 und 1947 nach Lommel umgebettet, die amerikanischen auf den zwei Friedhöfen Neuville-en-Condrez bei Lüttich und Henri-Chapelle westlich von Aachen zusammengelegt.

1946 begann der belgische Gräberdienst damit, im Land alle weiteren deutschen Gräberanlagen des Zweiten Weltkriegs aufzulösen und die Toten nach Lommel sowie – zu einem kleineren Teil – auf eine Anlage bei Bastogne zu überführen.

Direkt nach Abschluss des Kriegsgräberabkommens zwischen der deutschen und belgischen Regierung 1952 gestaltete der Volksbund das in einem großen Heidegebiet liegende Gräberfeld gärtnerisch um.

Am 6. September 1959 wurde die bis dahin größte deutsche Kriegsgräberstätte des Zweiten Weltkriegs im Westen mit einer Gedenkstunde der Öffentlichkeit übergeben. Pate des Friedhofs ist der Landesverband Niedersachsen.


Besonderheit

An den Ausbauarbeiten des Friedhofs in den 1950er-Jahren beteiligten sich Jugendliche aus mehreren Ländern. 1954 halfen fast 400 Jugendliche aus 16 Nationen mit. Bei der gemeinsamen Arbeit entstand das Motto "Versöhnung über den Gräbern", das für die Jugendarbeit des Volksbunds noch heute gilt und später durch "Arbeit für den Frieden" ergänzt wurde.


Die internationale Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Huis Over Grenzen eröffnete am 17. September 1993 im Eingangsgebäude der Kriegsgräberstätte. Der Übernachtungsbetrieb wurde Ende 2024 eingestellt, das Haus wird zu einem Lern- und Erinnerungsstandort mit Ausstellung umgestaltet. Führungen können weiterhin angefragt werden: Huis Over Grenzen

Der Volksbund macht historische, soziale und politische Bildungsangebote auch für mehrtätige Aufenthalte in den drei JBS in Ysselsteyn (Niederlande), Niederbronn-Les-Bains (Frankreich) und Golm (Deutschland) .

Hinweis für Friedhofsbesucher

Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.

Mediathek

  • Prospekt "Kriegsgräberstätte Lommel/Belgien"
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  • Prospekt "Kriegsgräberstätten Belgien"
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  • Brochure "War graveyards Belgium"
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  • Brochure "Cimitières de guerre en Belgique"
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  • Brochure "Oorlogsgraven België"
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  • Prospekt "Wenn Steine reden könnten ..." - Kriegsgräberstätten in Europa
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  • Brochure "If the stones could talk .../Si les pierres pouvaient parler ..." - Europe
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  • Informationstafel Lommel in Belgien
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