Gräbersuche-Online
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Gustav Kuhlmann
Geburtsdatum 15.07.1914
Geburtsort Hilter
Todes-/Vermisstendatum 30.07.1942
Todes-/Vermisstenort St.Trond/Lüttich
Dienstgrad Feldwebel
Gustav Kuhlmann ruht auf der Kriegsgräberstätte in Lommel .
Endgrablage: Block 21 Grab 284
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- Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.
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Kurzbiographie
Gustav Kuhlmann wurde am 15. Juli 1914 in Hilter, im Kreis Osnabrück, als zweites Kind von Ludwig und Henriette Kuhlmann geboren. Er hatte insgesamt neun Geschwister und Halbgeschwister. Nachdem Kuhlmann 1920 eingeschult wurde, absolvierte er acht Jahre später die Volksschule. Ein weiterer Schulbesuch war wegen der finanziellen Situation der Familie nicht möglich. Er ging zur Konfirmation und musste wenig später sein Zuhause wegen der beengten Verhältnisse verlassen. Zwischen 1928 und 1936 arbeitete Gustav Kuhlmann als Knecht bei verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben und als Milchfahrer bei einer kleinen Molkerei. Im Oktober 1935 verpflichtete er sich als Zeitsoldat bei der Wehrmacht für 12 Jahre (bis 30.09.1947). Kuhlmann trat zunächst den Grundwehrdienst in Osnabrück an und wechselte Ende 1936 auf eigenen Wunsch zur Luftwaffe. Dort absolvierte er eine Ausbildung als Bordtechniker und wurde schließlich im Sommer 1937 bei einem Kampfgeschwader in Kolberg, Pommern, stationiert. Gustav Kuhlmann wurde mit dem Eisernen Kreuz Erster und Zweiter Klasse ausgezeichnet. Er wurde in Polen, Russland und England eingesetzt. Am 30. Juli 1942 stürzte er zusammen mit drei Kameraden auf dem Rückflug von England in Belgien ab. Vier Tage später setzte man in auf dem Friedhof St. Trond bei. Im Mai 1948 fand die Umbettung auf die Kriegsgräberstätte Lommel statt. Heute ruht Gustav Kuhlmann in Block 21, Grab 284. Seine Familie besuchte den Friedhof zum ersten Mal im Jahr 1954.
Lommel, Belgien
Bei den Ausbauarbeiten der belgischen Kriegsgräberstätte Lommel in den 1950er-Jahren halfen Jugendliche aus 16 Nationen mit. Dabei entstand das Motto "Versöhnung über den Gräbern", das noch heute für die Jugendarbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge steht.
Friedhofbeschreibung
Die deutsche Kriegsgräberstätte Lommel liegt in der flämischen Region Belgiens in der Provinz Limburg. Die 16 Hektar große Anlage, die unter Denkmalschutz steht, ist in 63 Felder mit bis zu 28 Reihen und 640 Gräbern aufgeteilt. Auf dem Friedhof stehen nahezu 20.000 Kreuze, auf denen beidseitig die Namen, Lebensdaten und die Grabnummer von zwei Gefallenen dokumentiert sind.
Belegung
Von den 39.111 in Lommel Bestatteten waren ursprünglich 13.000 unbekannt. Der Volksbund konnte bis heute fast 7.000 Schicksale nachträglich klären. Die dort bestatteten Soldaten waren vor allem während der Kämpfe in Belgien und im Westen Deutschlands, insbesondere bei Aachen, im Hürtgenwald und am Brückenkopf Remagen, ums Leben gekommen.
In Lommel erhielten außerdem 542 deutsche Soldaten des Ersten Weltkriegs ihren letzten Ruheplatz, nachdem ein kleiner Soldatenfriedhof in Leopoldsburg aufgelöst worden war.
Historie
Schon gegen Ende des Zweiten Weltkriegs bestattete der amerikanische Gräberdienst seine sowie deutsche Gefallene provisorisch auf vier Sammelfriedhöfen: Henri-Chapelle, Fosse, Overrepen und Neuville-en-Condroz. Die deutschen Toten wurden 1946 und 1947 nach Lommel umgebettet, die amerikanischen auf den zwei Friedhöfen Neuville-en-Condrez bei Lüttich und Henri-Chapelle westlich von Aachen zusammengelegt.
1946 begann der belgische Gräberdienst damit, im Land alle weiteren deutschen Gräberanlagen des Zweiten Weltkriegs aufzulösen und die Toten nach Lommel sowie – zu einem kleineren Teil – auf eine Anlage bei Bastogne zu überführen.
Direkt nach Abschluss des Kriegsgräberabkommens zwischen der deutschen und belgischen Regierung 1952 gestaltete der Volksbund das in einem großen Heidegebiet liegende Gräberfeld gärtnerisch um.
Am 6. September 1959 wurde die bis dahin größte deutsche Kriegsgräberstätte des Zweiten Weltkriegs im Westen mit einer Gedenkstunde der Öffentlichkeit übergeben. Pate des Friedhofs ist der Landesverband Niedersachsen.
Besonderheit
An den Ausbauarbeiten des Friedhofs in den 1950er-Jahren beteiligten sich Jugendliche aus mehreren Ländern. 1954 halfen fast 400 Jugendliche aus 16 Nationen mit. Bei der gemeinsamen Arbeit entstand das Motto "Versöhnung über den Gräbern", das für die Jugendarbeit des Volksbunds noch heute gilt und später durch "Arbeit für den Frieden" ergänzt wurde.
Die internationale Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Huis Over Grenzen eröffnete am 17. September 1993 im Eingangsgebäude der Kriegsgräberstätte. Der Übernachtungsbetrieb wurde Ende 2024 eingestellt, das Haus wird zu einem Lern- und Erinnerungsstandort mit Ausstellung umgestaltet. Führungen können weiterhin angefragt werden: Huis Over Grenzen
Der Volksbund macht historische, soziale und politische Bildungsangebote auch für mehrtätige Aufenthalte in den drei JBS in Ysselsteyn (Niederlande), Niederbronn-Les-Bains (Frankreich) und Golm (Deutschland) .
Hinweis für Friedhofsbesucher
Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.
Mediathek
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Prospekt "Kriegsgräberstätte Lommel/Belgien"Mediathek
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Prospekt "Kriegsgräberstätten Belgien"Mediathek
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Brochure "War graveyards Belgium"Mediathek
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Brochure "Cimitières de guerre en Belgique"Mediathek
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Brochure "Oorlogsgraven België"Mediathek
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Prospekt "Wenn Steine reden könnten ..." - Kriegsgräberstätten in EuropaMediathek
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Brochure "If the stones could talk .../Si les pierres pouvaient parler ..." - EuropeMediathek
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Informationstafel Lommel in BelgienMediathek
Lesen Sie mehr über den Kriegsgräberdienst und über die Volksbund-Arbeit allgemein.