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Gräbersuche-Online

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Heinrich Zinke

Geburtsdatum 22.10.1915

Geburtsort Nürnberg

Todes-/Vermisstendatum 05.03.1945

Todes-/Vermisstenort -

Dienstgrad Oberwachtmeister

Heinrich Zinke ruht auf der Kriegsgräberstätte in Lommel .

Endgrablage: Block 10 Grab 95

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Kurzbiographie

Heinrich Zinke wurde am 22. Oktober 1915 als zweites Kind von Hans und Katharina Zinke in Nürnberg geboren. Im Jahr 1934 absolvierte er eine Lehre als Werkzeugmacher bei der Firma Günthermann. Am 8. Oktober 1934 trat Zinke freiwillig in die Reichswehr ein und war zunächst Gefreiter beim Flakregiment in Fürth. Er heiratete seine erste Frau Liesl im Jahr 1939, die Ehe hielt jedoch nur wenige Jahre. So verlobte sich Heinrich Zinke fünf Jahre nach seiner ersten Eheschließung, im Dezember 1944, mit Hedi Wehling aus Hilden. In Hilden war er zu dieser Zeit stationiert. Einen Monat später wurde Heinrich Zinke zu Heer versetzt. Die erhaltenen Feldpostbriefe Zinkes richten sich an seine Mutter Katharina und seine Schwester Anna. Er wurde am 3. März 1945 verwundet und erlag zwei Tage später bei Brüggen seinen Verletzungen. Die Todesbenachrichtigung verzeichnet seinen Todestag zunächst am 03. März. Die Sterbeurkunde datiert seinen Tod schließlich am 5. März 1945. Der Oberfeldwebel Heinrich Zinke wurde zunächst in Hürth bei Köln beigesetzt und später auf die Kriegsgräberstätte Lommel umgebettet. Heute ruht er in Block 10, Grab 95.

Lommel, Belgien

Bei den Ausbauarbeiten der belgischen Kriegsgräberstätte Lommel in den 1950er-Jahren halfen Jugendliche aus 16 Nationen mit. Dabei entstand das Motto "Versöhnung über den Gräbern", das noch heute für die Jugendarbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge steht.

Friedhofbeschreibung

Die deutsche Kriegsgräberstätte Lommel liegt in der flämischen Region Belgiens in der Provinz Limburg. Die 16 Hektar große Anlage, die unter Denkmalschutz steht, ist in 63 Felder mit bis zu 28 Reihen und 640 Gräbern aufgeteilt. Auf dem Friedhof stehen nahezu 20.000 Kreuze, auf denen beidseitig die Namen, Lebensdaten und die Grabnummer von zwei Gefallenen dokumentiert sind.


Belegung

Von den 39.111 in Lommel Bestatteten waren ursprünglich 13.000 unbekannt. Der Volksbund konnte bis heute fast 7.000 Schicksale nachträglich klären. Die dort bestatteten Soldaten waren vor allem während der Kämpfe in Belgien und im Westen Deutschlands, insbesondere bei Aachen, im Hürtgenwald und am Brückenkopf Remagen, ums Leben gekommen.

In Lommel erhielten außerdem 542 deutsche Soldaten des Ersten Weltkriegs ihren letzten Ruheplatz, nachdem ein kleiner Soldatenfriedhof in Leopoldsburg aufgelöst worden war.


Historie

Schon gegen Ende des Zweiten Weltkriegs bestattete der amerikanische Gräberdienst seine sowie deutsche Gefallene provisorisch auf vier Sammelfriedhöfen: Henri-Chapelle, Fosse, Overrepen und Neuville-en-Condroz. Die deutschen Toten wurden 1946 und 1947 nach Lommel umgebettet, die amerikanischen auf den zwei Friedhöfen Neuville-en-Condrez bei Lüttich und Henri-Chapelle westlich von Aachen zusammengelegt.

1946 begann der belgische Gräberdienst damit, im Land alle weiteren deutschen Gräberanlagen des Zweiten Weltkriegs aufzulösen und die Toten nach Lommel sowie – zu einem kleineren Teil – auf eine Anlage bei Bastogne zu überführen.

Direkt nach Abschluss des Kriegsgräberabkommens zwischen der deutschen und belgischen Regierung 1952 gestaltete der Volksbund das in einem großen Heidegebiet liegende Gräberfeld gärtnerisch um.

Am 6. September 1959 wurde die bis dahin größte deutsche Kriegsgräberstätte des Zweiten Weltkriegs im Westen mit einer Gedenkstunde der Öffentlichkeit übergeben. Pate des Friedhofs ist der Landesverband Niedersachsen.


Besonderheit

An den Ausbauarbeiten des Friedhofs in den 1950er-Jahren beteiligten sich Jugendliche aus mehreren Ländern. 1954 halfen fast 400 Jugendliche aus 16 Nationen mit. Bei der gemeinsamen Arbeit entstand das Motto "Versöhnung über den Gräbern", das für die Jugendarbeit des Volksbunds noch heute gilt und später durch "Arbeit für den Frieden" ergänzt wurde.


Die internationale Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Huis Over Grenzen eröffnete am 17. September 1993 im Eingangsgebäude der Kriegsgräberstätte. Der Übernachtungsbetrieb wurde Ende 2024 eingestellt, das Haus wird zu einem Lern- und Erinnerungsstandort mit Ausstellung umgestaltet. Führungen können weiterhin angefragt werden: Huis Over Grenzen

Der Volksbund macht historische, soziale und politische Bildungsangebote auch für mehrtätige Aufenthalte in den drei JBS in Ysselsteyn (Niederlande), Niederbronn-Les-Bains (Frankreich) und Golm (Deutschland) .

Hinweis für Friedhofsbesucher

Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.

Mediathek

  • Prospekt "Kriegsgräberstätte Lommel/Belgien"
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  • Prospekt "Kriegsgräberstätten Belgien"
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  • Brochure "War graveyards Belgium"
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  • Brochure "Cimitières de guerre en Belgique"
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  • Brochure "Oorlogsgraven België"
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  • Prospekt "Wenn Steine reden könnten ..." - Kriegsgräberstätten in Europa
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  • Brochure "If the stones could talk .../Si les pierres pouvaient parler ..." - Europe
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  • Informationstafel Lommel in Belgien
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