Gräbersuche-Online
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Anna Brötzmann
Geburtsdatum 28.08.1874
Geburtsort -
Todes-/Vermisstendatum 12.06.1947
Todes-/Vermisstenort -
Dienstgrad -
Anna Brötzmann ruht auf der Kriegsgräberstätte in Oksböl .
Endgrablage: Reihe 46 Grab 1039
- Falls Anna Brötzmann mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.
- Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.
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Kurzbiographie
Anna Wilhelmine Brötzmann wurde am 28.08.1874 in Cammin in Pommern (heutiges Kamieñ Pomorski, Polen) als Tochter des Arbeiters August Brötzmann und seiner Ehefrau Maria (geb. Schramm) geboren. In der Domgemeinde zu Cammin wurde sie am 13. September desselben Jahres evangelisch getauft. Anna Brötzmann war das älteste von mindestens zehn Geschwistern. Einige verstarben bereits bei der Geburt.
Über das Leben Anna Brötzmanns sind nur wenige materielle Quellen überliefert. Die meisten Informationen stammen von ihren Angehörigen. Diese berichten, dass die Familie nach der Geburt der Kinder nach Serwest in Brandenburg umgezogen sei, wo der Vater Schrankenwärter bei der Reichsbahn wurde. Anna selbst wurde Diakonissin und blieb dementsprechend unverheiratet.
Über ihr Leben während des Krieges liegen keine Informationen vor. Wie und warum sie nach Dänemark kam lässt sich daher nicht mehr rekonstruieren. Dort verstarb sie am 12.06.1947. Heute ruht sie auf der Kriegsgräberstätte Oksbøl, Reihe 46, Grab 1839.
Oksböl, Dänemark
Auf dem Gelände eines Flüchtlingslagers entstand nach dem Zweiten Weltkrieg die Kriegsgräberstätte Oksbøl. Die Anlage ist Ruhestätte für Soldaten und Flüchtlinge.
Friedhofbeschreibung
Die Deutsche Kriegsgräberstätte Oksbøl liegt in Jütland an der dänischen Westküste. Der Ort Oksbøl gehört zur Kommune Varde. Ein Steinwall aus Feldsteinen umschließt die Gedenkstätte. Natursteinkreuze kennzeichnen die Gräber. Sie tragen auf Vorder- und Rückseite die Namen und Daten von je zwei Toten. Die Gräberfläche ist mit Heide bepflanzt. Am Ende des Hauptwegs steht ein drei Meter hohes Bronzekreuz. Im Gebäude am Rande des Friedhofs erinnert eine Ausstellung an die Situation der Flüchtlinge damals und informiert über die weltweite Arbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Dort liegt auch das Namenbuch aus. Ein Orientierungsplan aus Bronze auf einem Steintisch am Eingang gibt eine Übersicht über die Lage der Gräber.
Belegung
Auf der Kriegsgräberstätte Oksbøl sind 121 deutsche Soldaten und 1.675 Flüchtlinge bestattet, die im Lager ums Leben gekommen sind.
Historie
Auf dem Gelände im damaligen besetzten Dänemark war gegen Ende des Zweiten Weltkriegs ein Flüchtlingslager errichtet worden, in dem zwischen 1945 und 1949 bis zu 35.000 deutsche Flüchtlinge und Vertriebene untergebracht waren. Anfang 1945 waren Tausende Menschen aus dem Ostteil des Deutschen Reichs vor der sowjetischen Armee in den Westen geflohen.
Die Kriegsgräberstätte Oksbøl legten Flüchtlinge an. 1953 pflanzten junge Menschen, die selbst einige Jahre in Flüchtlingslagern verbringen mussten, Heidekraut und stifteten Holzkreuze, um die Gräber zu kennzeichnen. Auf dem Friedhof waren ursprünglich 1.247 Tote, darunter sehr viele Kleinkinder, beerdigt. Nach Abschluss des Kriegsgräberabkommens 1962 wurden durch den Volksbund 549 Zubettungen vorgenommen und der Friedhof vergrößert. Die Einweihung des neugestalteten Friedhofs fand 1969 statt.
Besonderheit
Unmittelbar neben der Kriegsgräberstätte liegt das neue internationale Museum für Flüchtlingserzählung in Dänemark „FLUGT“. Es handelt sich dabei um das weltweit erste Museum, welches sich mit Flüchtlingsgeschichten der letzten hundert Jahre in Dänemark auseinandersetzt, darunter auch die der deutschen Flüchtlinge des Zweiten Weltkrieges. Weitere Informationen erhalten Sie über die Website des Museums: www.flugtmuseum.dk (Quelle: Ausstellungen – FLUGT).
Hinweis für Friedhofsbesucher
Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.
Lesen Sie mehr über den Kriegsgräberdienst und über die Volksbund-Arbeit allgemein.