Gräbersuche-Online
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Theodor Kempe
Geburtsdatum 22.06.1915
Geburtsort Offenbach am Main
Todes-/Vermisstendatum 07.05.1945
Todes-/Vermisstenort -
Dienstgrad Obergefreiter
Theodor Kempe ruht auf der Kriegsgräberstätte in Oksböl .
Endgrablage: Reihe 9 Grab 1599
- Falls Theodor Kempe mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.
- Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.
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Kurzbiographie
Theodor Kempe wurde am 22.06.1915 in Offenbach am Main geboren. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Kempe als Obergefreiter in der 3./Panzerjäger-Abteilung 1551 der 551. Grenadier-Division eingesetzt. Die 551. Grenadier-Division war im Juli 1944 in Westpreußen aufgestellt worden und kämpfte anschließend in Litauen und später in Tilsit, Ostpreußen, wo große Teile in sowjetische Kriegsgefangenschaft gerieten.
Kempe wurde am 07.05.1945 in Dänemark bei dem Dorf Hjerndrup getötet. Laut einem Zeitzeugenbericht ehemaliger Wehrmachtssoldaten sei es während eines Marsches nach Hjerndrup zu einer Auseinandersetzung zwischen Kempe und einem vorgesetzten Offizier gekommen, weil Kempe sich unter Berufung auf den Tod Adolf Hitlers geweigert habe, mit dem Deutschen Gruß zu salutieren. Daraufhin habe der Offizier Kempe im Weggehen von hinten erschossen.
In Hjendrup angekommen bezeugten der Hausmeister der Dorfschule Svend Aage Kronborg und seine Frau Kjestine wie vier Soldaten den Leichnam auf einer Trage transportierten. Am darauffolgenden Tag hätte dann nach einem feierlichen Trauerzug mit Musikkorps und Ehrenkompanie die Bestattung auf dem Dorffriedhof stattgefunden. Der Sohn der Zeitzeugen erinnert sich, dass die Dorfbewohner irritiert waren von dem Schauspiel: "[D]ie Bewohner von Hjerndrup […] wunderten sich, warum der Soldat mit allen Ehren ins Grab verfolgt wurde. […] Am Vortag hatten ihnen mehrere Soldaten erzählt, was dem brutalen Tod des Soldaten Theodor Kempe vorausgegangen war. Mit dem Wissen fanden sie die Szene bei der Beerdigung seltsam, unverständlich und fast makaber."
Seit seiner Umbettung am 10.05.1966 ruht Theodor Kempe auf der Kriegsgräberstätte Oksbøl, Reihe 9, Grab 1599.
Oksböl, Dänemark
Auf dem Gelände eines Flüchtlingslagers entstand nach dem Zweiten Weltkrieg die Kriegsgräberstätte Oksbøl. Die Anlage ist Ruhestätte für Soldaten und Flüchtlinge.
Friedhofbeschreibung
Die Deutsche Kriegsgräberstätte Oksbøl liegt in Jütland an der dänischen Westküste. Der Ort Oksbøl gehört zur Kommune Varde. Ein Steinwall aus Feldsteinen umschließt die Gedenkstätte. Natursteinkreuze kennzeichnen die Gräber. Sie tragen auf Vorder- und Rückseite die Namen und Daten von je zwei Toten. Die Gräberfläche ist mit Heide bepflanzt. Am Ende des Hauptwegs steht ein drei Meter hohes Bronzekreuz. Im Gebäude am Rande des Friedhofs erinnert eine Ausstellung an die Situation der Flüchtlinge damals und informiert über die weltweite Arbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Dort liegt auch das Namenbuch aus. Ein Orientierungsplan aus Bronze auf einem Steintisch am Eingang gibt eine Übersicht über die Lage der Gräber.
Belegung
Auf der Kriegsgräberstätte Oksbøl sind 121 deutsche Soldaten und 1.675 Flüchtlinge bestattet, die im Lager ums Leben gekommen sind.
Historie
Auf dem Gelände im damaligen besetzten Dänemark war gegen Ende des Zweiten Weltkriegs ein Flüchtlingslager errichtet worden, in dem zwischen 1945 und 1949 bis zu 35.000 deutsche Flüchtlinge und Vertriebene untergebracht waren. Anfang 1945 waren Tausende Menschen aus dem Ostteil des Deutschen Reichs vor der sowjetischen Armee in den Westen geflohen.
Die Kriegsgräberstätte Oksbøl legten Flüchtlinge an. 1953 pflanzten junge Menschen, die selbst einige Jahre in Flüchtlingslagern verbringen mussten, Heidekraut und stifteten Holzkreuze, um die Gräber zu kennzeichnen. Auf dem Friedhof waren ursprünglich 1.247 Tote, darunter sehr viele Kleinkinder, beerdigt. Nach Abschluss des Kriegsgräberabkommens 1962 wurden durch den Volksbund 549 Zubettungen vorgenommen und der Friedhof vergrößert. Die Einweihung des neugestalteten Friedhofs fand 1969 statt.
Besonderheit
Unmittelbar neben der Kriegsgräberstätte liegt das neue internationale Museum für Flüchtlingserzählung in Dänemark „FLUGT“. Es handelt sich dabei um das weltweit erste Museum, welches sich mit Flüchtlingsgeschichten der letzten hundert Jahre in Dänemark auseinandersetzt, darunter auch die der deutschen Flüchtlinge des Zweiten Weltkrieges. Weitere Informationen erhalten Sie über die Website des Museums: www.flugtmuseum.dk (Quelle: Ausstellungen – FLUGT).
Hinweis für Friedhofsbesucher
Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.
Lesen Sie mehr über den Kriegsgräberdienst und über die Volksbund-Arbeit allgemein.