Gräbersuche-Online
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Hans Hinsch
Geburtsdatum Datum unbekannt
Geburtsort -
Todes-/Vermisstendatum 24.05.1917
Todes-/Vermisstenort -
Dienstgrad Leutnant
Hans Hinsch ruht auf der Kriegsgräberstätte in Neuville-St.-Vaast .
Endgrablage: Block 10 Grab 525
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Kurzbiographie
Hans Hinsch wurde am 30. März 1894 in Bremen geboren. Er war einziges Kind der Eheleute Ferdinand und Anni Hinsch (geb. Schümann). Nachdem er 1913 das Abitur an der Oberrealschule abgelegt hatte, absolvierte er eine praktische Ausbildung im väterlichen Unternehmen der Engelhardt & Förster Wäschereimaschinen GmbH. Während des Krieges schrieb er sich als Student an der Hochschule in Danzig ein, trat das Studium allerdings nie an. In seiner freien Zeit vor dem Krieg unternahm er gerne Ausflüge mit seinen Freunden in die nähere und ferne Umgebung. Er spielte weiterhin verschiedene Instrumente wie Cello, Gitarre und Flöte. Bei Kriegsbeginn im August 1914 meldete sich Hans Hinsch– zusammen mit seinem Jugendfreund Julius Schulte-Frohlinde – freiwillig beim Pionier-Bataillon Nr. 10 in Minden/ Westfalen, das der 20. Infanterie-Division im X. Armeekorps angehörte. Nach erfolgter Grundausbildung in Minden zog er mit dem Bataillon im November 1914 an die Westfront in die Nähe von Reims, Ende April 1915 dann an die Ostfront nach Galizien. Im Juli 1915 wechselte er zur Fliegertruppe und wurde in Berlin-Adlershof und Darmstadt zum Flugzeugführer ausgebildet. Im Juni 1916 kam er wiederum an die Front, diesmal als Flugzeugführer beim Kampfgeschwader Nr. 5. Ab Januar 1917 war Hans Hinsch Angehöriger der Schutzstaffel 7. Er flog eine Reihe Einsätze und wurde später mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Im April wurde er zur Jagdstaffel 11 versetzt, die vom Rittmeister Manfred Freiherr von Richthofen – dem so genannten "Roten Kampfflieger/ Red Baron" – geführt wurde. Am 24. Mai 1917 fiel Hans Hinsch im Alter von 23 Jahren im Luftkampf. Heute ruht er auf der Kriegsgräberstätte in Neuville-St.Vaast. Die Endgrablage befindet sich in Block 10 Grab 525. (Entnommen aus der Biographie von Thorsten Pietsch)
Neuville-St.-Vaast, Frankreich
Diese Grabanlage gehört seit September 2023 zu den UNESCO-Weltkulturerbestätten. Der deutsche Soldatenfriedhof Neuville-St.-Vaast ist der größte des Ersten Weltkrieges in Frankreich.
Friedhofbeschreibung
Neuville-St.-Vaast ist eine Gemeinde im Département Pas-de-Calais im Norden Frankreichs. Der Soldatenfriedhof liegt eineinhalb Kilometer südlich des Stadtzentrums. Der Eingangsbereich hat eine zum Friedhof hin offene Halle. Eine Reliefdarstellung auf einem Steinblock stellt den Frontverlauf von 1914 bis 1918 dar. Das Relief nennt auch 17 Friedhöfe anderer Nationen in unmittelbarer Umgebung, auf denen zusammen mehr als 200.000 Tote bestattet sind, darunter Engländer, Franzosen, Kanadier, Tschechen und Polen.
Ein von der Gemeinde gestiftetes Holzkreuz trägt die Inschrift "Paix aux Hommes de Bonne Volonté" (Frieden den Menschen, die guten Willens sind). An den Gräbern tragen Metallkreuze die Namen und Daten der hier Ruhenden. Von den 36.848 Gefallenen in Einzelgräbern sind 588 unbekannt. 8.040 Gefallene ruhen im Gemeinschaftsgrab. 32 Schieferkreuze kennzeichnen diesen 140 Meter langen Grabhügel. Die 842 Namen der hier bestatteten bekannten Gefallenen sind auf Metalltafeln festgehalten. Die 131 Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten statt des Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein.
Belegung
44.888 deutsche Kriegstote des Ersten Weltkrieges ruhen in Neuville-St.-Vaast. Die Anlage ist der größte deutsche Soldatenfriedhof des Ersten Weltkrieges in Frankreich. Aus mehr als 110 Gemeinden im Département Pas-de-Calais erfolgte die Umbettung der bis dahin in Feldgräbern oder kleinen Kriegsgräberstätten provisorisch beigesetzten deutschen Toten. Sie starben bei den schweren Kämpfen um Artois und um die Lorettohöhe von August 1914 bis Ende 1915, um die Vimy-Höhe Ostern 1917 und im Herbst 1918 sowie durch den zwischen den Großkampftagen andauernden Stellungskrieg.
Historie
Den Friedhof legten die französischen Militärbehörden zwischen 1919 und 1923 als Sammelfriedhof für deutsche Kriegstote aus dem Raum nördlich und östlich der Stadt Arras an. 1928 begann der Volksbund mit Arbeiten, um den Zustand des Friedhofs zu verbessern. 1935 übernahm die Wehrmacht die Patenschaft, Soldaten spendeten damals mehrere Millionen Reichsmark. Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Am 13. November 1983 erfolgte die Einweihung des Friedhofs Neuville-St.-Vaast.
Besonderheit
Noch heute werden in dieser Region Tote geborgen, etwa bei Bauarbeiten. Im September 2023 hat die UNESCO 139 Friedhöfe des Ersten Weltkrieges zu Weltkulturerbestätten erklärt. 24 deutsche Grabanlagen sind in Obhut des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - Neuville-St.-Vaast ist eine davon.
Hinweis für Friedhofsbesucher
Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.
Lesen Sie mehr über den Kriegsgräberdienst und über die Volksbund-Arbeit allgemein.