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Gräbersuche-Online

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Georg Mader

Geburtsdatum 12.01.1918

Geburtsort Maierhöfen

Todes-/Vermisstendatum 14.06.1940

Todes-/Vermisstenort bei Brillon-en-Barrois, sw.Bar-le-Duc

Dienstgrad Leutnant

Georg Mader ruht auf der Kriegsgräberstätte in Andilly .

Endgrablage: Block 34 Reihe 11 Grab 775

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Kurzbiographie

Georg Mader wurde am 12. Januar 1918 als Sohn von Landwirt Dominikus Mader und Kreszentia Mader in Maierhöfen im Allgäu geboren. Die Familie hatte zehn Kinder, wovon ein Sohn im Säuglingsalter starb und vier Söhne nicht aus dem Zweiten Weltkrieg nach Hause kehrten.

Georg Mader besuchte von seinem 6. bis zu seinem 10. Lebensjahr die Volksschule in Maierhöfen. Während dieser Zeit war sein Vater von 1920 bis 1933 der Bürgermeister der Gemeinde Maierhöfen. Georg soll sehr begabt gewesen sein und sollte deswegen mit Unterstützung des örtlichen Pfarrers ebenfalls eine theologische Laufbahn einschlagen. Dafür konnte er bei Bekannten in Augsburg unterkommen und das Gymnasium in Dillingen besuchen.

Georg Mader wollte trotz seiner humanistischen Ausbildung kein Pfarrer werden und meldete sich 1937 im Alter von 19 Jahren zur Wehrmacht. Seine Leidenschaft gehörte der Fliegerei. Ein Flugbuch beginnend am ersten April 1938 verzeichnete jeden seiner Flüge. Nach 66 Flügen erfolgte am 13.05.1938 sein erster Alleinflug, der 6 Minuten dauerte. Als Angehöriger der 3. Staffel des Kampfgeschwaders 2 nahm er am Angriff auf Polen teil, wo sich sein in Lodz stationierter Bruder Heinrich später bei ihm meldete. Sein letzter Flug fand am 11. Juni 1940 während des Westfeldzuges statt. Bis dato hatte er 1005 Flüge, mal für wenige Minuten, mal für mehrere Stunden für die Luftwaffe absolviert.

Georg Mader wurde am 14. Juni 1940 bei einem Luftangriff in Frankreich bei Brillon-en-Barrois abgeschossen und galt zunächst als vermisst. Sein Bruder Heinrich schreibt am 6. Oktober 1940 seinen Eltern von der nun traurigen Gewissheit des Todes von Georg Mader: „Unser lieber Bruder kommt halt nicht mehr, hat es so sollen sein. Ihr habt viel führ ihn geopfert. Ja der Krieg hat viele Zukunftspläne vernichtet.“ (06.10.1940)

Die Trauerfeier Georg Maders fand in Maierhöfen zusammen mit dem Begräbnis seiner Mutter statt, die am 20. November 1940 gestorben war.

Georg Mader ruht heute auf der französischen Kriegsgräberstätte Andilly Block 34, Reihe 11, Grab 775.

Empfohlene Zitationsweise: Projekt "Kriegsbiographien", Georg Mader, in: Volksbund Dt. Kriegsgräberfürsorge e.V., Gräbersuche Online, [Zugriff am].


Andilly, Frankreich

Mit mehr als 33.000 Toten ist die Kriegsgräberstätte Andilly die größte deutsche Anlage des Zweiten Weltkrieges in Frankreich. Der Friedhof wurde am 29. September 1962 eingeweiht.

Friedhofbeschreibung

Die deutsche Kriegsgräberstätte Andilly liegt etwa zwölf Kilometer nördlich der Stadt Toul im Département Meurthe-et-Moselle. Ein mit Sträuchern bepflanzter Wall bildet die Einfriedung. Verstreut stehende Baumgruppen und ein dichter Kranz von Bäumen rund um den Friedhof verleihen der Anlage den Charakter eines lichten Haines. Links vom Eingangsbau liegt die "Ehrenhalle", deren Nischenwand das Mosaik von drei trauernden Soldaten zeigt. Dort steht auch ein Kreuz, das früher auf der deutschen Kriegsgräberstätte Pouxeux stand. Deutsche Kriegsgefangene hatten es für ihre toten Kameraden geschnitzt. Auf der rechten Seite, in einem kleinen Raum, liegen in einem Schrein die Namenbücher der hier Bestatteten aus.


Belegung

Andilly ist mit mehr als 33.000 Gräbern die größte deutsche Kriegsgräberstätte des Zweiten Weltkrieges in Frankreich.


Historie

Die Anlage entstand aus einem provisorischen Friedhof des US-Militärs. Bereits am 12. September 1944 hatte der amerikanische Gräberdienst damit begonnen, in der Gemarkung des kleinen Orts Andilly eigene und deutsche Gefallene zu bestatten. Es handelte sich dabei zunächst um Tote, die im Raum westlich von Metz gefallen waren. So entstand der US Temporary Cemetery Andilly für 3.400 amerikanische und 5.000 deutsche Soldaten. 1945/46 legte der amerikanische Gräberdienst im etwa 100 Kilometer entfernten St. Avold einen endgültigen Friedhof für seine Gefallenen an und überführte alle auf provisorischen Anlagen Bestatteten dorthin. Dafür wurden in Andilly 575 deutsche Gefallene aus St. Avold und 4.891 aus Epinal-Dinoze bestattet. Damit stieg die Zahl der in Andilly ruhenden Soldaten auf 11.000 an.


Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens von 1954 erhielt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge den Auftrag, die deutschen Toten des Zweiten Weltkriegs aus der gesamten Region in Andilly zu bestatten. 1957 begannen Zubettungen aus den Départements Nievre, Saône-et-Loire, Côte d'Or, Haute-Marne, Jura, Doubs, Haute-Saône, Vosges, Belfort, Meuse und Meurthe-et-Moselle. Bei planmäßigen Durchsuchungen des gesamten Geländes wurden fast 2.000 bis dahin in der Grablage unbekannte deutsche Tote, vor allem in den Vogesen, gefunden. Der Friedhof wurde am 29. September 1962 eingeweiht.


Besonderheit

Als Zeichen der Hoffnung und des Friedens wurde 1995 in Andilly ein Ginkgo-Baum gepflanzt.

Hinweis für Friedhofsbesucher

Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.

Mediathek

  • Prospekt "Kriegsgräberstätten Elsass, Lothringen und Vogesen/Frankreich"
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  • Brochure " War graveyards Alsace, Lorraine and the Vosges/France"
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  • Brochure "Cimitère de guerre en Alsace, Lorraine et les Vosges/France"
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  • Informationstafel Andilly in Frankreich
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