Gräbersuche-Online
Gräbersuche-Online
Karl Rutsch
Geburtsdatum Datum unbekannt
Geburtsort -
Todes-/Vermisstendatum 05.10.1917
Todes-/Vermisstenort -
Dienstgrad Landsturmmann
Karl Rutsch ruht auf der Kriegsgräberstätte in Menen .
Endgrablage: Block B Grab 1366
- Falls Karl Rutsch mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.
- Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.
Hier gibt es noch eine diskrepanz mit den text block keys.
in elastic ist der wert: und in salesforce ist der wert von vdk_Text_Block_Website__c: 220.
Dadurch kriegen wir die falschen TextBlöcke.
Kurzbiographie
Karl Rutsch wurde am 02.11.1883 in Denzlingen im Breisgau geboren. Er war verheiratet mit Josefine geb. Peter und hatte zwei Töchter, Bertha und Luise. Von Beruf war Karl, wie sein Schwiegervater, Schreiner und hatte eine eigene Werkstatt.
Karl diente als Landsturmmann und Sanitäter in der 3 Kompanie des braunschweigischen Infanterieregiments 92. Er erlag am 05.10.1917 in Belgien seiner am Vortag erlittenen Verwundung. Karl Rutsch ruht auf der Kriegsgräberstätte in Menen, Endgrablage: Block B Grab 1366.
Nach seinem Tod heiratete seine Frau Josefine wieder einen Schreiner, der Karls Werkstatt "zugrunde richtete" und mit dem sie noch zwei Kinder bekam, Paula und Fritz. Nach ihrer Scheidung war Josefine mit den beiden jüngeren Kindern auf die finanzielle Unterstützung ihrer ältesten Tochter Bertha, die als Magd arbeitete, angewiesen. Sie überlebte bis kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, indem sie ihren einzigen Sohn aus zweiter Ehe verlor. Der Enkel Gerhard hatte 2001 das Grab in Menen erstmals aufgesucht und war seitdem schon mehrfach dort. Er kam auch 2007 zum 90. Erinnerungstag der Schlach um Passendale und zuletzt 2017 zum 100. Todestag seines Großvaters.
Menen, Belgien
In der belgischen Provinz Westflandern, etwa drei Kilometer östlich der Stadt Menen, liegt der größte deutsche Soldatenfriedhof in Belgien. Dort, an der Groenestraat in Wevelgem, nahe der belgisch-französischen Grenze, ruhen knapp 48.000 deutsche Kriegstote des Ersten Weltkriegs, die vor allem in den Schlachten um Ypern ihr Leben verloren.
Friedhofsbeschreibung
Den Friedhof legten deutsche Truppen 1917 nach den Kämpfen im Wald von Menen an. Bei Kriegsende waren hier 6.340 Tote bestattet. Während des Krieges und in der Nachkriegszeit fiel die Pflege des Friedhofs in die Zuständigkeit des "Zentralnachweisamtes für Kriegerverluste und Kriegergräber" in Berlin. Infolge eines Übereinkommens der belgischen und der deutschen Regierung übernahm der "Amtliche Gräberdienst für Deutsche in Belgien" die Betreuung der deutschen Friedhöfe und beauftragte 1925 das belgische Rote Kreuz mit der Pflege.
Die Kriegsgräberstätte Menen ist durch einen kleinen Eingangsbau zugänglich, in dem das Verzeichnis aller Gefallenen und ein Buch ausliegen, in das Besucherinnen und Besucher ihren Namen oder ihre Gedanken eintragen können. Im Zentrum des Friedhofs befindet sich eine kleine Kapelle mit achteckigem Grundriss. Mosaike des Münchner Künstlers Franz Grau, die biblische Motive darstellen, schmücken das Innere. Zwei Schreine beinhalten jeweils ein Pergamentbuch, das die Namen der hier Ruhenden dokumentiert. Das mit Rasen bewachsene Gräberfeld mit seinem hohen Baumbestand erweckt den Eindruck einer weitläufigen Parkanlage. Die strenge Geometrie der in Reihe stehenden Grabsteine aus belgischem Granit lockert zuweilen eine in die Fläche eingestreute Gruppe aus Sandsteinkreuzen auf. Durch Zubettungen aus anderen Kriegsgräberstätten in Belgien stieg die Zahl der auf dem Friedhof bei Menen bestatteten Toten auf 47.911. Im Jahr 1991 wurden alle Grabsteine erneuert. Die Patenschaft für den Ehrenfriedhof Menen, den der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. pflegt, hat das Land Nordrhein-Westfalen übernommen.
Historie
Die Kämpfe in Flandern während des Ersten Weltkriegs dauerten vier Jahre an und erreichten 1917 ihren Höhepunkt. Kriegstote konnten oftmals nicht geborgen werden und Granaten zerstörten angelegte Gräberfelder wieder. Deutsche Truppen hielten Menen, das nahe der Westfront lag, von Oktober 1914 bis Mitte 1918 besetzt. Dort existierten Depots, Lazarette, Krankenhäuser, Feldküchen und Bäckereien für das deutsche Militär. Bis 1917 fanden Kriegstote auf dem– hinter dem Bahnhof gelegenen – städtischen Friedhof ihre letzte Ruhestätte. Danach, auch im Zusammenhang mit der dritten Flandernschlacht, legten die Deutschen den "Ehrenfriedhof Meenen Wald Nr. 62" an.
Besonderheit
Einer Vereinbarung aus dem Jahr 1954 zufolge wurden zwischen 1956 und 1958 die auf vielen kleinen, verstreut liegenden deutschen Soldatenfriedhöfen in Flandern begrabenen deutschen Kriegstoten umgebettet. Aus 128 Friedhöfen führte man die sterblichen Überreste der Soldaten auf vier Friedhöfe zusammen: Langemark, Vladslo, Hooglede und Menen. In Südflandern wurden nach Zählung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. zu Gunsten von Menen 49 Soldatenfriedhöfe aufgegeben. Rund um die Kapelle der Kriegsgräberstätte Menen sind die Namen der deutschen Friedhöfe verzeichnet, deren Tote dorthin überführt wurden.
Hinweis
Sollte der Friedhof nicht zugänglich sein, kann der Schlüssel bei Marc Vanhauweart, direkt gegenüber des Friedhofs, abgeholt werden. Im Eingangsbereich befindet sich zudem ein Hinweis auf die Schlüsselabholung.
Hinweis für Friedhofsbesucher
Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.
Lesen Sie mehr über den Kriegsgräberdienst und über die Volksbund-Arbeit allgemein.