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Gräbersuche-Online

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Manfred Heimberg

Geburtsdatum 27.03.1897

Geburtsort Padberg

Todes-/Vermisstendatum 12.02.1917

Todes-/Vermisstenort bei Gommecourt

Dienstgrad Musketier

Manfred Heimberg ruht auf der Kriegsgräberstätte in Neuville-St.-Vaast .

Endgrablage: Block 3 Grab 312

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Kurzbiographie

Manfred Heimberg wurde am 27. März 1897 in Padberg geboren. Seine Familie lebte seit 1902 in Wandsbek, wo sein Vater Louis Heimberg eine chemische Fabrik betrieb.Manfred Heimberg war nach drei älteren Brüdern der jüngste Sohn von Louis Heimberg, die alle zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Sein älterer Bruder Edgar überlebte zwei Jahre an der Front und zweieinhalb Jahre in englischer Kriegsgefangenschaft. Auch sein anderer älterer Bruder, René, kam lebend zurück. Zusammen mit Edgar führte er die Fabrik des Vaters weiter, bis in der Mitte der 1930er Jahre ihre Namen auf einem antisemitischen Flugblatt erschienen. René Heimberg starb 1937 in Wandsbek. Dessen Frau Maria Heimberg und sein Sohn Ludwig wanderten 1939 nach England aus. Edgar Heimberg geriet 1938 in Haft und wurde 1941 zusammen mit seiner Frau Bertha nach Lodz deportiert. 1942 wurden beide in Chelmno ermordet. Manfreds dritter Bruder, Alwin Heimberg, soll schwer verwundet in Gefangenschaft geraten sein und galt danach als vermisst. Manfred Heimberg hatte den Dienstgrad eines Musketiers inne und gehörte der 8. Kompanie des Reserve-Infanterie-Regiments 153 an. Seine Kompanie befand sich an der Frontlinie zwischen Arras und Roye, die starke Einbrüche erlitten hatte. Eine Stellung bildete das Dorf Gommecourt, welche das Regiment in der Nacht vom 4. Auf den 5. Februar 1917 und vom 10. Bis zum 23. Februar aufgaben. Dabei wurde das aufgegebene Gelände vollkommen zerstört. Manfred Heimberg wurde am 12. Februar 1917 als Tod gemeldet. Nach Angabe der Verlustliste ist er an seinen Verletzungen gestorben.

Neuville-St.-Vaast, Frankreich

Diese Grabanlage gehört seit September 2023 zu den UNESCO-Weltkulturerbestätten. Der deutsche Soldatenfriedhof Neuville-St.-Vaast ist der größte des Ersten Weltkrieges in Frankreich.

Friedhofbeschreibung

Neuville-St.-Vaast ist eine Gemeinde im Département Pas-de-Calais im Norden Frankreichs. Der Soldatenfriedhof liegt eineinhalb Kilometer südlich des Stadtzentrums. Der Eingangsbereich hat eine zum Friedhof hin offene Halle. Eine Reliefdarstellung auf einem Steinblock stellt den Frontverlauf von 1914 bis 1918 dar. Das Relief nennt auch 17 Friedhöfe anderer Nationen in unmittelbarer Umgebung, auf denen zusammen mehr als 200.000 Tote bestattet sind, darunter Engländer, Franzosen, Kanadier, Tschechen und Polen.


Ein von der Gemeinde gestiftetes Holzkreuz trägt die Inschrift "Paix aux Hommes de Bonne Volonté" (Frieden den Menschen, die guten Willens sind). An den Gräbern tragen Metallkreuze die Namen und Daten der hier Ruhenden. Von den 36.848 Gefallenen in Einzelgräbern sind 588 unbekannt. 8.040 Gefallene ruhen im Gemeinschaftsgrab. 32 Schieferkreuze kennzeichnen diesen 140 Meter langen Grabhügel. Die 842 Namen der hier bestatteten bekannten Gefallenen sind auf Metalltafeln festgehalten. Die 131 Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten statt des Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein.


Belegung

44.888 deutsche Kriegstote des Ersten Weltkrieges ruhen in Neuville-St.-Vaast. Die Anlage ist der größte deutsche Soldatenfriedhof des Ersten Weltkrieges in Frankreich. Aus mehr als 110 Gemeinden im Département Pas-de-Calais erfolgte die Umbettung der bis dahin in Feldgräbern oder kleinen Kriegsgräberstätten provisorisch beigesetzten deutschen Toten. Sie starben bei den schweren Kämpfen um Artois und um die Lorettohöhe von August 1914 bis Ende 1915, um die Vimy-Höhe Ostern 1917 und im Herbst 1918 sowie durch den zwischen den Großkampftagen andauernden Stellungskrieg.


Historie

Den Friedhof legten die französischen Militärbehörden zwischen 1919 und 1923 als Sammelfriedhof für deutsche Kriegstote aus dem Raum nördlich und östlich der Stadt Arras an. 1928 begann der Volksbund mit Arbeiten, um den Zustand des Friedhofs zu verbessern. 1935 übernahm die Wehrmacht die Patenschaft, Soldaten spendeten damals mehrere Millionen Reichsmark. Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Am 13. November 1983 erfolgte die Einweihung des Friedhofs Neuville-St.-Vaast.


Besonderheit

Noch heute werden in dieser Region Tote geborgen, etwa bei Bauarbeiten. Im September 2023 hat die UNESCO 139 Friedhöfe des Ersten Weltkrieges zu Weltkulturerbestätten erklärt. 24 deutsche Grabanlagen sind in Obhut des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - Neuville-St.-Vaast ist eine davon.

Hinweis für Friedhofsbesucher

Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.

Mediathek

  • Prospekt "Kriegsgräberstätten Nordfrankreich"
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  • Brochure "Oorlogsgraven Noord-Frankrijk"
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  • Brochure "Cimetières de guerre en Nord de la France"
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  • Brochure "War graveyards Northern France"
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  • Informationstafel Neuville St. Vaast in Frankreich
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Lesen Sie mehr über den Kriegsgräberdienst und über die Volksbund-Arbeit allgemein.

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