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Gräbersuche-Online

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Hans Kleinschmidt

Geburtsdatum 21.09.1913

Geburtsort Ilfeld

Todes-/Vermisstendatum 26.06.1941

Todes-/Vermisstenort Str. Wlodawa-Maloryta, 6 km südwestl. Maloryta

Dienstgrad Feldwebel

Hans Kleinschmidt wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt.

Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Brest - Belarus

Der Volksbund ist bemüht, auf der Grundlage von Kriegsgräberabkommen die Gräber der deutschen Soldaten zu finden und ihnen auf Dauer gesicherte Ruhestätten zu geben. Wir hoffen, in nicht allzu ferner Zukunft auch das Grab von Hans Kleinschmidt zu finden und die Gebeine auf einen Soldatenfriedhof überführen zu können.

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  • Bitte beachten Sie, dass auf einigen Friedhöfen nicht die aktuelle Version ausliegt, somit kann der Name Ihres Angehörigen darin evtl. noch nicht verzeichnet sein.
  • Falls Hans Kleinschmidt mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.
  • Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.

Kurzbiographie

Hans Julius Alexander Hugo, genannt Hans Kleinschmidt wurde am 21.09.1913 als erstes Kind des Studienrates Hans Kleinschmidt und dessen Ehefrau Margarete geb. Stege in Ilfeld im Harz geboren. Er wuchs mit zwei jüngeren Schwestern, Helga und Ingeborg und einem kleineren Bruder, Elger, auf. Hans wurde am 28.12.1913 getauft, am 28.03.1929 konfirmiert und besuchte die Evangelische Volksschule in Ilfeld/Südharz mit gutem Erfolg. Im Jahr 1933 erlangte er in der Klosterschule Ilfeld sein Abitur. Bereits 1931 war er in den illegalen NS Schülerbund ein- und 1932 zur Hitler Jugend übergetreten. Im April 1933 absolvierte er freiwillig einen Ostpreußischen Arbeitsdienst und trat zeitgleich in die NSDAP unter der Mitgliedsnummer: 1 830 540, ein. Ebenfalls 1933 trat er in die SA und in den NSD Studentenbund ein. Seine Immatrikulation für das Fach Philosophie an der Universität Tübingen erfolgte am 15.11.1933. Später wechselte er an die Universitäten nach Kiel und Göttingen.

In den Jahren 1934/1935 leistete er seinen Wehrdienst sowie später drei SA-Wehrlehrgänge und eine Reserveübung. Am 19.08.1938 erfolgte sein Ausschluss aus der NSDAP. Als Begründung wurde seine nichtarische Abstammung genannt. 1936 war er bereits zum Austritt aus der SA gezwungen worden. Trotzdem wurde er im Februar 1939 als "gedienter Soldat unter Vorbehalt in den neu aufgestellten Sturm 6/NS z. BV aufgenommen". Nach einigen Eingaben und Gnadengesuchen und der Erstellung eines ärztlichen Gutachtens im Auftrag seiner SA-Brigade wurde Hans eine positive "Rassendiagnose" attestiert ("Nordisch mit ostbaltischem Einschlag"). In die SA wurde er jedoch nicht mehr aufgenommen. Er heiratete seine Freundin Marie geb. Griesbach-Hobbach und das Paar bekam am 04.09.1939 einen Sohn, Eberhard. Von 1939 an bis zu seinem Tod diente er als Feldwebel und Offizier-Anwärter in der Wehrmacht und war kurz nach der Geburt seines Sohnes Eberhard im Oktober 1939 auf Fronturlaub. Die Georg-August-Universität Göttingen verlieh ihm am 04.07.1940 die Doktorwürde (Doktor der Philosophie). Im März 1941 war sein letzter Urlaub. Er fiel am 26.06.1941 sechs km südlich der Straße von Wlodawa nach Maloryta und wurde auf dem Heldenfriedhof in Brest, Feld F, Reihe III, Grab 22 von links erstbestattet. Später wurde er auf den Sammelfriedhof nach Berjosa umgebettet.

Berjosa, Belarus

Die Deutsche Kriegsgräberstätte Berjosa in Belarus (Weißrussland) liegt rund 100 Kilometer nordöstlich von Brest, an der Straße nach Minsk. Die Stadt Berjosa (auch Bjarosa) hat knapp 30.000 Einwohner und ist Mittelpunkt des gleichnamigen Verwaltungsbezirks. Der Friedhof wurde am 1. Oktober 2005 eingeweiht. Bis Ende 2018 wurden hier 20.413 Kriegstote bestattet.

Friedhofsbeschreibung

Die Kriegsgräberstätte Berjosa ist ein vom Volksbund angelegter Sammelfriedhof für deutsche und ungarische Kriegstote des Zweiten Weltkriegs, die in den Regionen von Brest, Grodno, Witebsk, Gomel und Minsk ihr Leben verloren. Dorthin werden alle noch zu bergenden sterblichen Überreste deutscher Soldaten aus dem westlichen Teil Weißrusslands umgebettet.


Auf Granitstelen am Rande der Gräberblöcke sind die Namen der identifizierten Kriegstoten in alphabetischer Folge verzeichnet. Im eindrucksvoll gestalteten Eingangsbereich des Friedhofs befindet sich eine Informationstafel. Vom Eingang der Anlage führt der Hauptweg zu einem gepflasterten Gedenkplatz, auf dem ein Hochkreuz steht. Symbolkreuzgruppen markieren die in mehrere Blöcke gegliederte Gräberfläche. Am Ende des Jahres 2018 belief sich die Zahl der auf den Friedhof umgebetteten Toten auf 20.413.


Historie

Weißrussland war sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg Schauplatz heftiger Kämpfe, die eine hohe Zahl an Menschenleben forderten. Allein im Zweiten Weltkrieg kamen mehr als 2,2 Millionen Weißrussen zu Tode. Rund 150.000 deutsche Soldaten starben während der Kampfhandlungen und bis zu 40.000 in Kriegsgefangenschaft.


Bis zum Jahr 2005 konnte der Volksbund einige Friedhöfe des Ersten Weltkrieges herrichten, mehrere Kriegsgefangenenfriedhöfe und drei Gräberstätten für die Toten des Zweiten Weltkrieges anlegen. Die Suche nach den Grablagen und die Exhumierung der Gebeine fand in enger Zusammenarbeit mit einem Spezialbataillon der weißrussischen Armee statt. Diese Zusammenarbeit wurde seitens des Volksbundes nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine beendet.


Besonderheit

Der vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. angelegte Sammelfriedhof in Berjosa erstreckt sich über eine Fläche von insgesamt vier Hektar. Bis zu 50.000 deutsche Kriegstote des Zweiten Weltkrieges können auf dem Gräberfeld ihre letzte Ruhestätte finden.

Hinweis für Friedhofsbesucher

Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.

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