Gräbersuche-Online
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Wilhelm Gerhard Riehl
Geburtsdatum 05.06.1924
Geburtsort Essen
Todes-/Vermisstendatum 07.01.1945
Todes-/Vermisstenort Tata, H.V.Pl.
Dienstgrad Grenadier
Wilhelm Gerhard Riehl ruht auf der Kriegsgräberstätte in Budaörs .
Endgrablage: Block 4 Reihe 19 Grab 676
- Falls Wilhelm Gerhard Riehl mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.
- Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.
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Kurzbiographie
Riehl wurde am 05.06.1924 in Essen geboren. Er hatte eine jüngere Schwester (Johanna) und zwei Brüder,Heinz und Friedrich. Die Eltern wurden aus Essen an den Möhnesee bei Soest evakuiert, Johanna zwei Mal per Kinderlandverschickung von den Eltern getrennt. Sie sieht ihren Bruder in den Weihnachtsferien 1943 zum letzten Mal.
Riehl machte vor dem Kriegseinsatz das Notabitur und meldete sich danach 1943 freiwillig zum Militär. Er nahm an einem Offizierslehrgang bei den Fliegern in Langenlabarn bei Wien teil. Nach einem Vorfall in einem D-Zug (er hatte sich wohl unerlaubt von der Truppe entfernt) wurde er jedoch von einem Offiziersanwärter zu einem gemeinem Panzergrenadier degradiert. Im Juni 1944 gehörte er daher dem 4. SS Panzerkorps der V. Panzerdivision Wiking an und wurde im 4. Armeekorps in Polen bei Kowel eingesetzt. Einer seiner Briefe lässt durchklingen, dass er nach dem Krieg nicht weiter beim Militär sein möchte. Am 11. August 1944 schrieb er einen Brief nach einer Verwundung aus dem Lazarett Allenstein an seine Eltern. Einen Monat später, am 13.09.1944, war er wieder im Einsatz bei Radzymin (nordöstlich von Warschau). Sein letzter Brief ist mit dem 15.12.1944 datiert, am 21.12.1944 gestempelt und kam aus Modlin. Im Rahmen einer Blitzaktion wurde Riehl mit seiner Wiking-Einheit nach Ungarn verlegt und ab 01.01.1945 in schwere Kämpfe verwickelt. Durch Granatsplitter in Bauch und Oberschenkel getroffen, starb er am 07.01.1945 auf dem Verbandsplatz bei Tata (20 km nordwestl. Budapest). Die Erstbeisetzung erfolgte im Esterhazy Park, Tata, am Todestag, später erfolgte eine Umbettung nach Budaörs. Seine Eltern wurden erst am 17.02.1945 von einem SS-Obersturmführer und Kompaniechef über Riehls Tod informiert.
Budaörs, Ungarn
Deutsche und ungarische Kriegstote ruhen gemeinsam in Budaörs. Die Kriegsgräberstätte westlich von Budapest ist die größte Anlage für Kriegstote aus beiden Ländern.
Friedhofbeschreibung
Die Kriegsgräberstätte Budaörs ist die größte Anlage für deutsche und ungarische Kriegstote in Ungarn. Sie liegt wenige Kilometer westlich der Hauptstadt Budapest.
Das Informationsgebäude, in dem sich auch eine Ausstellung über den Friedhof befindet, ist nur während der Anwesenheit der Pflegearbeiter geöffnet. Die Kriegsgräberstätte selbst ist jedoch durchgehend zugänglich.
Belegung
In Budaörs ruhen Gefallene des Zweiten Weltkriegs, hauptsächlich aus dem Bereich östlich der Donau, aus den Komitaten Komáron-Esztergom und Pest sowie aus Budapest. Bis heute haben hier 16.630 Tote ihre letzte Ruhestätte gefunden. 2.400 Kriegstote, deren Gebeine durch Überbauung nicht mehr geborgen werden konnten, deren Namen und Daten aber bekannt sind, wurden in einem dauerhaften Namenbuch aus Metall verewigt.
Historie
2001 wurden die Toten der Anlagen Budapest-Kispest, Budapest X. Bezirk und Esztergom nach Budaörs umgebettet. Der Friedhof wurde am 19. Oktober 2002 eingeweiht. 2018 wurden auf der Kriegsgräberstätte weitere 198 deutsche und 21 ungarische Soldaten bestattet. Die Soldaten waren erst 2018 durch den Umbettungsdienst des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge geborgen, einige in Zusammenarbeit mit der Deutschen Dienststelle
in Berlin im Nachhinein identifiziert worden.
Besonderheit
Gleichzeitig mit dem Ausbau des Friedhofs entstand auf dem etwa sechs Hektar großen Gelände ein Friedenspark. Am 24. Oktober 1998 wurden im Friedenspark Budaörs die ersten 58 Bäume gepflanzt. Mittlerweile sind es 674 Friedensbäume, die einen Baumpaten gefunden haben. Eine mehrsprachige Ausstellung dokumentiert mit Einzelschicksalen das Leid der Menschen im Krieg. Weitere Friedensparks hat der Volksbund in La Cambe (Frankreich), Groß Nädlitz/(Nadolice Wielkie/Polen) und Sologubowka (Russland) angelegt.
Öffnungszeiten
Aufgrund der exponierten Lage der Kriegsgräberstätte könnte eine durchgehende Öffnung des Informationsgebäudes - auch an Wochenenden und Feiertagen - nur mit einem erhöhten Kostenaufwand sichergestellt werden. Aus diesem Grund und zum Schutz der Ausstellungsmaterialien und der Einrichtung vor Diebstahl und Vandalismus ist das Informationsgebäude nur während der Anwesenheit der Pflegearbeiter geöffnet. Die Kriegsgräberstätte selbst ist jedoch durchgehend zugänglich.
Hinweis für Friedhofsbesucher
Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.
Lesen Sie mehr über den Kriegsgräberdienst und über die Volksbund-Arbeit allgemein.