Gräbersuche-Online
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Konrad Kuno Cay Freiherr von Wangenheim
Geburtsdatum 20.08.1909
Geburtsort Hannover
Todes-/Vermisstendatum 01.1953
Todes-/Vermisstenort Lag. 6124/5 Stalingrad
Dienstgrad Oberstleutnant
Konrad Kuno Cay Freiherr von Wangenheim konnte im Rahmen unserer Umbettungsarbeiten nicht geborgen werden. Die vorgesehene Überführung zum Sammelfriedhof in Rossoschka war somit leider nicht möglich. Sein Name ist auf dem o.g. Friedhof an besonderer Stelle verzeichnet.
- Bitte beachten Sie, dass auf einigen Friedhöfen nicht die aktuelle Version ausliegt, somit kann der Name Ihres Angehörigen darin evtl. noch nicht verzeichnet sein.
- Falls Konrad Kuno Cay Freiherr von Wangenheim mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.
- Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.
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Dadurch kriegen wir die falschen TextBlöcke.
Kurzbiographie
Freiherr Konrad Kuno Cay von Wangenheim wurde am 20. August 1909 als Sohn von Lutz von Wangenheim in Hannover geboren. Seine Familie enstammte dem thüringischen Adelsgeschlecht Wangenheim, das viele einflussreiche Politiker und Militärs hervorbrachte. Nachdem Konrad von Wangenheim die Schule absolviert hatte, schlug er die Offizierslaufbahn in einem Reiterregiment ein. 1936 nahm er an den Olympischen Sommerspielen in Berlin teil. Während der Geländeritt-Disziplin stürzte er mit seinem Pferd Kurfürst am vierten Hindernis und brach sich das linke Schlüsselbein. Dennoch nahm er am Folgetag am Springwettkampf teil, den er trotz eines weiteren Sturzes beendete, wodurch die deutsche Mannschaft die Goldmedaille erhielt. Oberstleutnant Wangenheim geriet 1944 in sowjetische Kriegsgefangenschaft. In einem Kriegsgefangenenlager bei Stalingrad wurde er im Januar 1953 erhängt aufgefunden. Konrad von Wangenheim konnte bisher noch nicht auf die vorgesehene Kriegsgräberstätte in Rossoschka überführt werden. Sein Name ist jedoch auf dem Friedhof an besonderer Stelle verzeichnet.
Rossoschka, Russische Föderation
In Rossoschka sind russische und deutsche Soldaten in unmittelbarer Nähe begraben. Sie fielen in der erbitterten Schlacht um Stalingrad im Zweiten Weltkrieg.
Friedhofbeschreibung
In mitten des damaligen "Kessels von Stalingrad", 37 Kilometer nordwestlich der Stadt Wolgograd, die bis 1961 Stalingrad hieß und wo eine der größten Schlachten des Zweiten Weltkriegs stattfand, liegt Rossoschka.
Die deutsche Kriegsgräberstätte fügt sich auf einer Fläche von knapp sechs Hektar in die Steppe ein. Die kreisförmige Anlage mit einem Durchmesser von 150 Metern gleicht einer überdimensionalen, waagerecht auf die Steppe gelegten flachen Scheibe. Der Friedhof gliedert sich in zwei Gräberfelder. Links des Zugangswegs liegt der alte, inzwischen neu gestaltete Friedhof, der schon während des Kriegs von der Wehrmacht für 600 Gefallene angelegt worden war. Das trapezförmige Areal ist von einer Natursteinmauer umgeben. Rechts davon liegt der neue Teil. Eine Ringmauer aus Granitblöcken grenzt mit einem umlaufenden gepflasterten Weg das Gelände von der Steppe ab. Auf Granittafeln stehen die Namen der geborgenen deutschen Gefallenen aus dem Kessel sowie dem Gebiet um das ehemalige Stalingrad.
Der Kasseler Architekt Jürgen von Reuß vermittelt mit seinem Entwurf die Eigenarten der Kulturlandschaft: den scharfen Wind im Winter, die unerbittliche Hitze im Sommer, die Weite der Steppe und ihre Stille. Auf großen Granitblöcken sind die Namen von fast 120.000 Vermissten und Toten verewigt. Die Einweihung der Würfel fand am 9. September 2006 statt. Auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion verzeichnet Rossoschka neben Sologubowka die meisten Besucherinnen und Besucher.
Belegung
In Rossoschka sind 61.791 Gefallene begraben. Weitere Zubettungen folgten.
Historie
Die Schlacht von Stalingrad ist eine der bekanntesten des Zweiten Weltkriegs. Im Spätsommer 1942 griff die 6. Armee die russische Stadt an. Nach einer Gegenoffensive der Roten Armee im November wurden bis zu 300.000 Soldaten der Wehrmacht und ihrer Verbündeten eingekesselt. Im Winter 1942/1943 folgte die deutsche Kapitulation. Mehr als eine Million Soldaten kamen bei den Kämpfen ums Leben.
Besonderheit
Die deutsche Kriegsgräberstätte Rossoschka wurde 1999 eingeweiht. Zuvor hatte der Volksbund den Bau eines russischen Soldatenfriedhofs finanziert, der 1997 als Versöhnungsprojekt eröffnet wurde. Beide Anlagen sind nur durch eine schmale Landstraße getrennt. Die Friedhöfe sind sehr unterschiedlich gestaltet. Im Zentrum der russischen Anlage steht ein Glockenturm mit der originalen Glocke des im Zweiten Weltkrieg komplett zerstörten Dorfs Rossoschka. Um ihn herum sind Grabzeichen vorwiegend unbekannter russischer Soldaten angeordnet. Zerstörte Stahlhelme auf Granitsteinen erinnern an die etwa 20.000 Toten, die auf dem halbkreisförmigen Friedhof ruhen.
Hinweis für Friedhofsbesucher
Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.
Lesen Sie mehr über den Kriegsgräberdienst und über die Volksbund-Arbeit allgemein.