Gräbersuche-Online
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Michael Tüchler
Geburtsdatum 29.09.1917
Geburtsort Liebenau
Todes-/Vermisstendatum 05.10.1943
Todes-/Vermisstenort F.Laz. 175 Kiew
Dienstgrad Gefreiter
Michael Tüchler wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt.
Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Kyjiw - Ukraine
Der Volksbund ist bemüht, auf der Grundlage von Kriegsgräberabkommen die Gräber der deutschen Soldaten zu finden und ihnen auf Dauer gesicherte Ruhestätten zu geben. Wir hoffen, in nicht allzu ferner Zukunft auch das Grab von Michael Tüchler zu finden und die Gebeine auf einen Soldatenfriedhof überführen zu können.
- Bitte beachten Sie, dass auf einigen Friedhöfen nicht die aktuelle Version ausliegt, somit kann der Name Ihres Angehörigen darin evtl. noch nicht verzeichnet sein.
- Falls Michael Tüchler mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.
- Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.
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Dadurch kriegen wir die falschen TextBlöcke.
Kurzbiographie
Michael Tüchler wurde am 29. September 1917 in Liebenau als Sohn Michael Tüchners und seiner Ehefrau Anna (geb. Ebner) geboren. Er wuchs mit weiteren Geschwistern auf. Das Elternhaus war katholisch und bäuerlich geprägt.
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsch Reich und dem Beginn des Krieges mit dem deutschen Überfall auf Polen, wurde Tüchler in die Wehrmacht eingezogen. Er diente als Gefreiter im Infanterie-Ersatz-Bataillon II/486. Eingesetzt wurde er an der Ostfront. Hier wurde er tödlich verwundet. Am 5. Oktober 1943 erlag er im Feldlazarett 175 in Kiew seinen Verwundungen.
Sein Bruder Josef war bereits wenige Monate später bei Wologograd getötet worden. Für Anna und Michael Tüchler, die Eltern der Brüder, war der Verlust zweier Söhne ein kaum fassbares Leid. "Die Familie trug diesen Schmerz durch die Jahrzehnte, durch das Schweigen der Nachkriegszeit hindurch, bis hinein in das Gedenken der nächsten Generationen", erinnert sich die Großnichte Michael Tüchlers.
Michael Tüchler wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt. Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Kyjiw – Ukraine. Sein Name ist im Gedenkbuch der Kriegsgräberstätte Kyjiw verzeichnet.
Empfohlene Zitationsweise: Projekt "Kriegsbiographien", Michael Tüchler, in: Volksbund Dt. Kriegsgräberfürsorge e.V., Gräbersuche Online, [Zugriff am].
Kyjiw, Ukraine
1996 wurde 20 Kilometer südwestlich von Kyjiw die Kriegsgräberstätte eingeweiht. Eine weitere Gedenkstätte in Kyjiw ist das ehemalige Kriegsgefangenenlager Syrez.
Friedhofbeschreibung
Die Kriegsgräberstätte liegt 20 Kilometer südwestlich von Kyjiw. Die Anlage ist eingezäunt und mit einer Rahmenbepflanzung eingefasst. Durch ein schlichtes Eingangsgebäude betritt man das Friedhofsgelände. Ein gepflasterter Weg führt zum Gedenkplatz mit einem Hochkreuz aus Granit. Die mit Rasen begrünten Grabflächen sind mit Symbolkreuzgruppen gekennzeichnet. Die Namen der auf der Gedenkstätte Ruhenden sind in alphabetischer Reihenfolge auf Granit-Stelen verzeichnet, die an den jeweiligen Gräberblöcken aufgestellt wurden. Die Namenskennzeichnung wird nach Stand der Zubettungen fortgesetzt.
Belegung
Bislang sind auf dem Sammelfriedhof in Kyjiw 34.093 im Zweiten Weltkrieg in der nördlichen Zentralukraine gefallene Deutsche eingebettet worden. Das Areal bietet Platz für etwa 40.000 Tote.
Historie
Im Januar 1996 stellte die Gebietsverwaltung Kyjiw dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ein drei Hektar großes Gelände zur Verfügung, um einen Friedhof anzulegen. Der Volksbund weihte die Anlage im September desselben Jahres in Anwesenheit des damaligen deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl ein.
In der Ukraine fielen während des Zweiten Weltkriegs mehr als 400.000 deutsche Soldaten. Genaue Zahlen liegen nicht vor. Bis heute hat der Volksbund fünf zentrale Soldatenfriedhöfe angelegt, auf denen jeweils bis zu 40.000 Gefallene bestattet werden sollen. Neben Kiew sind es die Anlagen in Charkiw, Kropywnytskyj, Potelitsch und Sewastopol-Gontscharnoje.
Besonderheit
Neben dem Sammelfriedhof gibt es in Kyjiw einen weiteren Friedhof. Am Nordrand Kyjiw liegt die Kriegsgräberstätte Syrez, auf der deutsche Kriegsgefangene aus dem gleichnamigen Kriegsgefangenenlager bestattet sind. In Syrez wurde 1942 auch ein Konzentrationslager als Nebenlager des KZ Sachsenhausen eingerichtet, dessen Insassen 1943 in Babij Jar zehntausende Leichname von jüdischen Opfern ausgraben und verbrennen mussten, die 1941 von Einsatzgruppen der deutschen Polizei und des SD erschossen wurden.
Hinweis für Friedhofsbesucher
Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.
Lesen Sie mehr über den Kriegsgräberdienst und über die Volksbund-Arbeit allgemein.