Gräbersuche-Online
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Theodor Kniebeler
Geburtsdatum 28.09.1909
Geburtsort Eschweiler
Todes-/Vermisstendatum 02.04.1944
Todes-/Vermisstenort Krgslaz.4/509 Sudauen
Dienstgrad Gefreiter
Theodor Kniebeler konnte im Rahmen unserer Umbettungsarbeiten nicht geborgen werden. Die vorgesehene Überführung zum Sammelfriedhof in Bartosze war somit leider nicht möglich. Sein Name wird im Gedenkbuch des Friedhofes verzeichnet.
- Bitte beachten Sie, dass auf einigen Friedhöfen nicht die aktuelle Version ausliegt, somit kann der Name Ihres Angehörigen darin evtl. noch nicht verzeichnet sein.
- Falls Theodor Kniebeler mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.
- Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.
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Dadurch kriegen wir die falschen TextBlöcke.
Kurzbiographie
Theodor Kniebeler wurde am 28.09.1909 in Eschweiler geboren. Er diente als Militärgeistlicher und hielt am 19.04.1942 in Vorst (bei Krefeld) eine folgenschwere Predigt: dabei prangerte er u.a. die Zustände in der Heimat an, wie etwa Klosterräumungen und Verbote von religiösen Schriften. Daraufhin wurde gegen ihn ein Verfahren wegen Wehrkraftzersetzung eröffnet und es drohte ihm die Todesstrafe. Seine Berufung als Kriegspfarrer wurde zurückgenommen, er wurde als Militärseelsorger entlassen und diente künftig nur noch im Dienstgrad eines Sanitätsgefreiten. Bei seinem Prozess am 20.01.1943 vor dem Reichskriegsgericht in Berlin (wegen Zersetzung der Wehrkraft und Kanzelmissbrauch) wurde er zu 9 Monaten Gefängnisstrafe verurteilt, was schon als vergleichsweise milde ausfiel, weil er alles zugab und nicht als "Scharfmacher" galt. Tatsächlich verbüsste er nur drei Monate verschärften Arrest in Berlin-Moabit, weil er sich freiwillig als Sanitätssoldat für ein Bewährungsbataillon an die Ostfront meldete. Am 13.03.1944 wurde er in Ostpreußen durch einen Granatsplitter in der rechten Bauchseite schwer verletzt, er kam ins Lazarett 4/509 in Sudauen und am 02.04.1944 starb er dort an den Folgen seiner schweren Verletzung. Seine Erstbestattung erfolgte auf dem Ehrenfriedhof von Suwalki, Grab 455. Seine Gebeine konnten im Rahmen einer späteren Umbettung auf den Sammelfriedhof nach Bartosze nicht geborgen werden. Er ist jedoch im Gedenkbuch dort verzeichnet.
Bartosze, Polen
Auf der deutschen Kriegsgräberstätte Bartossen (Bartosze), nahe der Ortschaft Lyck in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, ruhen rund 20.000 Tote des Zweiten Weltkrieges. Die Einweihung des Friedhofs fand am 9. August 2003 statt.
Friedhofsbeschreibung
Die Kriegsgräberstätte Bartossen ist ein Sammelfriedhof für Kriegstote im heute polnischen Teil Ostpreußens und im Bezirk Bialystok. Die auf einem Plateau befindliche, etwa fünf Hektar große Anlage ist über eine Treppe erreichbar. Umrisse und Wegeführung des Friedhofs betten diesen harmonisch in die landschaftliche Umgebung ein. Eine Anlehnung an die Architektur Ostpreußens bilden die beim Bau der Einfriedung verwendeten Natursteine. Symbolkreuzgruppen kennzeichnen die Gräberblöcke der Toten des Zweiten Weltkrieges. An der Zufahrtstraße des Friedhofs gibt es eine "Ruhezone", von der aus der Blick auf drei große, weithin sichtbare Holzkreuze fällt. Als "ostpreußisches Golgatha" bezeichnet, sind sie das prägende Merkmal der Kriegsgräberstätte.
Historie
Die Geschichte der Kriegsgräberstätte Bartossen geht zurück auf den Ersten Weltkrieg. Die ersten dort bestatteten Toten waren Teilnehmer der sogenannten Winterschlacht in Masuren im Februar 1915. Diese forderte auf russischer Seite 56.000 Menschenleben. Demgegenüber standen 16.000 gefallene deutsche Soldaten. Auf der dem Volksbund überlassenen Gräberstätte ruhen 84 deutsche Soldaten des Ersten Weltkrieges. Die Anlage wurde Anfang der 1990er Jahre instandgesetzt und im Jahr 2000 in einen neuen Sammelfriedhof für im Zweiten Weltkrieg gefallene Soldaten integriert. Der Friedhof wurde am 9. August 2003 eingeweiht. Die Zahl der dort bestatteten Toten vergrößerte sich von zunächst 15.000 auf 17.900. Ein ausliegendes Namenbuch enthält Angaben zu allen Soldaten, die nach Bartossen umgebettet wurden sowie zu denjenigen, deren sterbliche Überreste nicht mehr geborgen werden konnten.
Besonderheit
Im Jahr 2017 erfolgte die Bestattung der "Toten von Thorn" auf der deutschen Kriegsgräberstätte Bartossen. In der Stadt Thorn hatte man im Verlauf von Bauarbeiten einen Friedhof entdeckt, auf dem neben vielen toten sowjetischen Kriegsgefangenen auch an Krankheiten und Hunger verstorbene Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, bestattet worden waren. Am 15. Juli 2017 fanden diese 2.974 Opfer des Zweiten Weltkrieges, die "Toten von Thorn", ihre letzte Ruhestätte auf der Gräberstätte in Bartossen. Damit sind dort nun mehr als 20.000 Tote bestattet.
Hinweis für Friedhofsbesucher
Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.
Lesen Sie mehr über den Kriegsgräberdienst und über die Volksbund-Arbeit allgemein.