Gräbersuche-Online
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Willy Marienfeld
Geburtsdatum 08.11.1905
Geburtsort -
Todes-/Vermisstendatum 30.03.1945
Todes-/Vermisstenort Raum Rosenberg-St.Martin-Sillein
Dienstgrad -
Nach den uns vorliegenden Informationen ist Willy Marienfeld seit vermisst.
- Bitte beachten Sie, dass auf einigen Friedhöfen nicht die aktuelle Version ausliegt, somit kann der Name Ihres Angehörigen darin evtl. noch nicht verzeichnet sein.
- Falls Willy Marienfeld mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.
- Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.
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Dadurch kriegen wir die falschen TextBlöcke.
Kurzbiographie
Willy Marienfeld wurde am 8. November 1905 in Damerau geboren. Er war verheiratet mit Friedel und hatte drei Kinder, einen Jungen (Peter) und zwei Mädchen (Edith und Gertrud). Nach Schilderungen seines Kameraden Albert Hegenbart war er von Beruf Zimmermann und Polier bei einer Hamburger Baufirma und vor dem Krieg für einige Jahre in Argentinien tätig gewesen. Er diente in der 2. Sanitäts-Ersatz- und Ausbildungs-Abteilung 10 in Neumünster. In seinem letzten Brief an seine Frau und Kinder vom 28. März hatte er berichtet: "Es soll in den Kampf gehen und wir sollen eine Einheit wieder herausschlagen, die eingeschlossen ist." Seit dem 30. März 1945 gilt er im Raum Rosenberg-St. Martin-Sillein (Slowakei) als vermisst.
In der Nachkriegszeit wandte sich die Ehefrau Marienfelds an Angehörige seiner Kameraden, um den Verbleib aufzuklären. Von der Witwe eines Kameraden, Hanna Hegenbart, erhielt sie 1949 die Mitteilung, dass ihr Ehemann in der Slowakei getötet worden sei. Sie zitierte aus einem Brief ihres verstorbenen Mannes, in dem dieser vom Tode Marienfelds berichtete. Hegenbart selbst verstarb 1947 in russischer Kriegsgefangenschaft. Hanna Hegenbart bekundete in ihrem Brief abschließend ihr Beileid. In Phraseologie und der Duktus erinnert die Formulierung stark an die Todesmitteilungen, die während des Zweiten Weltkrieges massenhaft durch Wehrmachtsoffiziere und -ärzte ausgestellt wurden: "Es tut mir unendlich leid, Ihnen diese Nachricht geben zu müssen, doch dürfte die Gewissheit seines Heldentodes, denn auf diese Ehrung hat in meinen Augen jeder Gefallene Anspruch, ein linder Trost sein."
Die Gebeine Willy Marienfelds konnten bislang noch nicht geborgen und auf eine deutsche Kriegsgräberstätte umgebettet werden. Sein Name ist im Gedenknamensbuch der Kriegsgräberstätte Vazec verzeichnet.
Empfohlene Zitationsweise: Projekt "Kriegsbiographien", Christoph Rainer, in: Volksbund Dt. Kriegsgräberfürsorge e.V., Gräbersuche Online, [Zugriff am].
Vazec, Slowakische Republik
Die deutsche Kriegsgräberstätte Važec befindet sich in der nördlichen Mittelslowakei am Fuß des Tatra-Nationalparks (Gebirge Hohe Tatra). Das Gesamtbild prägt der Ausblick auf den Berg Kriváň, den "heiligen Berg" der Slowaken, der ein inoffizielles Nationalsymbol der Slowakei ist. Sie ist mit einer Gesamtbelegung von 8.919 Toten der größte Sammelfriedhof in der Slowakischen Republik.
Historie
Die Verluste an Menschenleben im Zweiten Weltkrieg belaufen sich für die ehemalige Tschechoslowakei schätzungsweise auf 178.000; davon sind 114.000 Kriegstote namentlich registriert. Die bekannten Grablagen befinden sich an etwa 5.200 Orten; Gräber mit mehr als 50 Toten gibt es an 240 Orten. Auf dem Gebiet der heutigen Slowakischen Republik werden circa 35.000 Kriegstote vermutet. Die Arbeit des Volksbundes begann 1990 im Osten der damaligen Tschechoslowakei. Ein erster Sammelfriedhof wurde 1992 in Zborov eingeweiht. 1994 folgten Humenné und Prešov. Die Kriegsgräberstätte Hunkovce wurde 1995 fertiggestellt, die in Važec – die größte in der Slowakei – 1998. Die Einweihung des Friedhofs in Pressburg (tschechisch: Bratislava) im Jahr 2000 setzte den Schlusspunkt. Instandsetzung und Zusammenlegung von Friedhöfen aus dem Ersten Weltkrieg schlossen sich an. Heute sind auf dem Gebiet der heutigen Slowakischen Republik etwa 16.000 deutsche Soldaten auf sechs Friedhöfen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. bestattet
Die rechtliche Grundlage für die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. bildete zunächst der deutsch-tschechoslowakische Nachbarschaftsvertrag vom 27. Februar 1992. Am 2. März 1999 schlossen die Bundesrepublik Deutschland und die Slowakische Republik ein Kriegsgräberabkommen, das am 12. August 2000 in Kraft trat.
Bei der Suche nach einem geeigneten Friedhofsgelände für die deutschen Kriegstoten in der West- und Mittelslowakei fiel die Wahl auf Važec, nachdem sich ein entsprechendes Bauvorhaben in Liptovský Mikuláš nicht realisieren ließ. Mit seiner Fläche von etwa 2,5 Hektar ist der Friedhof die größte deutsche Kriegsgräberstätte in der Slowakischen Republik und bietet Platz für die Bestattung von derzeit 8.919 Toten in Einzel- und Kameradengräbern. Weitere Zubettungsflächen sind vorhanden. Die Bauarbeiten dauerten von Herbst 1997 bis Oktober 1998. Der Friedhof wurde am 11. Oktober 1998 eingeweiht.
Friedhofsbeschreibung
Der Friedhof liegt am Rand des Tatra-Nationalparks. Eine kleine Zufahrtsstraße führt zum Parkplatz und zum überdachten Eingangsgebäude, das in seiner Form den nahen Berggipfeln nachempfunden ist. Es handelt sich um ein sogenanntes "Vstup" in landestypischer Holzbauweise. Das Vstup sowie die Einfriedung des Friedhofes sind aus identischen Materialien gefertigt: Holz und ortstypischem Schieferstein.
Im Eingangsbereich des Friedhofes befindet sich ein Granitquader mit eingraviertem Orientierungsplan. In einer in den Granitquader integrierten Klappe sind das Namen- und Besucherbuch zu finden. Über den Hauptweg gelangen Besucherinnen und Besucher zum Gedenkplatz mit einem großen, traditionell gestalteten Hochkreuz aus Eichenholz. Ein kleiner See sammelt das Oberflächenwasser des an einem Hang liegenden Friedhofes und führt es über eine steinerne Rinne ab. Eine Kombination aus Natursteinmauer, Holzzaun und Bepflanzung umgibt die Anlage und bindet sie in die Landschaft ein. Die acht Gräberfelder erschließt ein Rundweg; Granitkreuze tragen auf jeder Seite vier Namen und Daten der hier Bestatteten. Vor jedem Gräberfeld liegen Pultsteine mit Bronzetafeln, welche die Namen derjenigen Toten verewigen, die unter den Unbekannten ruhen. Die Namen der Kriegstoten, die im Umbettungsbereich nicht mehr zu bergen waren, sind auf dem Gedenkplatz in zwei offenen Namenbüchern aus Metall festgehalten, die auf Sockeln aus Naturstein ruhen.
Besonderheit
Die Kriegsgräberstätte Važec wurde im Jahr 1999 mit dem slowakischen Architekturpreis ausgezeichnet.
Hinweis für Friedhofsbesucher
Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.
Lesen Sie mehr über den Kriegsgräberdienst und über die Volksbund-Arbeit allgemein.