Gräbersuche-Online
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Hans Albrecht Löhr
Geburtsdatum 29.05.1922
Geburtsort Berlin
Todes-/Vermisstendatum 22.08.1942
Todes-/Vermisstenort B.Saplatino
Dienstgrad Gefreiter
Hans Albrecht Löhr ruht auf der Kriegsgräberstätte in Korpowo .
Endgrablage: Block 16 Reihe 23 Grab 1435
- Falls Hans Albrecht Löhr mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.
- Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.
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Kurzbiographie
Hans Albrecht Löhr wurde am 29. Mai 1922 in Berlin geboren. Der Vater verließ die Familie als sein Sohn drei Jahre alt war. Hans Albrecht wuchs somit bei seiner Mutter Lotte Löhr auf, die an der Charité in Berlin beschäftigt war. Nachdem im Jahr 1929 der Kinderroman "Emil und die Detektive" von Erich Kästner veröffentlicht wurde, schrieb der damals siebenjährige Hans Albrecht Löhr persönlich an den Autoren. In seinem Brief schilderte Löhr, verschiedenen Quellen zufolge, wie er alle Schauplätze des Romans in Berlin besichtig habe. Der Kontakt zwischen Erich Kästner und Hans Albrecht Löhr blieb bestehen. Im Alter von acht Jahren erhielt der junge Hans Albrecht die Rolle des "kleinen Dienstag" in der ersten Bühnenversion von "Emil und die Detektive". Ein Jahr später spielte er dieselbe Rolle in der Erstverfilmung des Romans. Nach verschiedenen Angaben, entwickelte sich über die weiteren Jahre eine recht ungewöhnliche, aber enge Freundschaft zwischen dem Schriftsteller Kästner und dem jungen Löhr.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde Hans Albrecht jedoch zur Wehrmacht eingezogen. Er fiel am 22. August 1942 im Alter von 20 Jahren an der Ostfront bei Zaplatino. Erich Kästner und Lotte Löhr blieben auch nach Hans Albrechts Tod weiterhin in Kontakt. Heute ruht Hans Albrecht Löhr auf der Kriegsgräberstätte in Korpowo. Die Endgrablage befindet sich in Block 16, Reihe 23, Grab 1435.
Korpowo, Russische Föderation
Auf dem Sammelfriedhof in Korpowo sind deutsche Soldaten bestattet, die im Raum Demjansk gefallen sind. Auf dem Areal gibt es Platz für insgesamt 60.000 Tote.
Friedhofbeschreibung
Ganz in der Nähe des kleinen Dorfes Korpowo südlich des Ilmensees befindet sich die Kriegsgräberstätte Korpowo. Das vier Hektar große Gelände liegt etwa 60 Kilometer südöstlich von Staraja Russa und bietet Platz für insgesamt 60.000 Tote.
Die Zubettungsflächen sind mit Rasen und Bäumen bepflanzt. Über die Flächen verteilen sich Symbolkreuzgruppen. Der Friedhof ist entlang seiner Vorderseite durch eine Findlingsmauer, an der Rückseite durch einen Metallzaun eingefasst. Vom Eingangstor führt ein gepflasterter Weg zum Gedenkplatz mit Hochkreuz. Dort sind die Namen, Geburts- und Sterbedaten der identifizierten Toten dokumentiert. Nach Stand der Einbettungen werden die Namen und Daten der bekannten Toten auf Granitstelen verewigt und – den betreffenden Einbettungsblöcken zugeordnet – aufgestellt. Bisher sind auf 89 Granitstelen 30.099 Namen festgehalten.
Belegung
Mittlerweile sind in Korpowo 39.976 Tote beigesetzt. Unter ihnen befinden sich auch fast 20.000 deutsche Soldaten, die im Raum Demjansk und in der gleichnamigen Kesselschlacht gefallen sind. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge rechnet mit weiteren Zubettungen.
Historie
Vom 8. Januar bis zum 21. April 1942 tobte südöstlich des Ilmensees die Kesselschlacht von Demjansk. Die Rote Armee kreiste dort sechs deutsche Divisionen mit etwa 95.000 Soldaten ein. Nach andauernden Kämpfen zogen sich im März 1943 die letzten deutschen Truppen aus dem Gebiet zurück. Der Volksbund hat den Sammelfriedhof Korpowo am 2. September 2001 eingeweiht.
Hinweis für Friedhofsbesucher
Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.
Lesen Sie mehr über den Kriegsgräberdienst und über die Volksbund-Arbeit allgemein.