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Gräbersuche-Online

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Paul Hönle

Geburtsdatum 30.03.1922

Geburtsort Harting

Todes-/Vermisstendatum 24.01.1944

Todes-/Vermisstenort bei Gent

Dienstgrad Leutnant

Paul Hönle ruht auf der Kriegsgräberstätte in Lommel .

Endgrablage: Block 57 Grab 3

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Kurzbiographie

Über Paul Hönle ist als Person nicht viel bekannt. Er wurde am 30.03.1922 in Harting bei Regensburg geboren und war Abiturient des Neuen Gymnasiums, bevor er seine Offizierslaufbahn einschlug.

Im Oktober 1940 wurde er in das Flieger-Ausbildungs-Regiment 42, 2. Kompanie, eingezogen. Als Leutnant und Flugzeugführer in der ersten Gruppe des Jagdgeschwaders 3 "Udet", fiel er am 24.01.1944 beim Luftkampf bei Gent. Sein älterer Bruder Alois war zu dieser Zeit als Soldat an der Ostfront.

Nach Auskunft seines Staffelführers an Pauls Familie waren Pauls sterbliche Überreste unter dem Wrack geborgen und auf dem "Westerbegraafsplaats" nahe Gent beigesetzt worden. Tatsächlich konnte das Flugzeug und die Leiche von Paul Hönle jedoch nicht aus dem Absturzkrater geborgen werden. Bei der Umbettung auf eine dauerhaft erhaltene deutsche Kriegsgräberstätte wurde eine Scheinbeisetzung entdeckt, d.h. es wurde ein leerer Sarg gefunden. Sein Bruder Alois stellte ab 1966 Nachforschungen an, die vorerst erfolglos waren.

Erst im Jahr 2004 konnte der Umstand aufgelöst werden, nachdem mit dem Fund des Flugzeugs bei Gottem in Belgien auch die Bergung von Paul Hönle erfolgte. Am 07.04.2005 wurden die sterblichen Überreste von Leutnant Paul Hönle mit militärischen Ehren auf der Kriegsgräberstätte Lommel in Block 57, Grab 3 beigesetzt.

Lommel, Belgien

Bei den Ausbauarbeiten der belgischen Kriegsgräberstätte Lommel in den 1950er-Jahren halfen Jugendliche aus 16 Nationen mit. Dabei entstand das Motto "Versöhnung über den Gräbern", das noch heute für die Jugendarbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge steht.

Friedhofbeschreibung

Die deutsche Kriegsgräberstätte Lommel liegt in der flämischen Region Belgiens in der Provinz Limburg. Die 16 Hektar große Anlage, die unter Denkmalschutz steht, ist in 63 Felder mit bis zu 28 Reihen und 640 Gräbern aufgeteilt. Auf dem Friedhof stehen nahezu 20.000 Kreuze, auf denen beidseitig die Namen, Lebensdaten und die Grabnummer von zwei Gefallenen dokumentiert sind.


Belegung

Von den 39.111 in Lommel Bestatteten waren ursprünglich 13.000 unbekannt. Der Volksbund konnte bis heute fast 7.000 Schicksale nachträglich klären. Die dort bestatteten Soldaten waren vor allem während der Kämpfe in Belgien und im Westen Deutschlands, insbesondere bei Aachen, im Hürtgenwald und am Brückenkopf Remagen, ums Leben gekommen.

In Lommel erhielten außerdem 542 deutsche Soldaten des Ersten Weltkriegs ihren letzten Ruheplatz, nachdem ein kleiner Soldatenfriedhof in Leopoldsburg aufgelöst worden war.


Historie

Schon gegen Ende des Zweiten Weltkriegs bestattete der amerikanische Gräberdienst seine sowie deutsche Gefallene provisorisch auf vier Sammelfriedhöfen: Henri-Chapelle, Fosse, Overrepen und Neuville-en-Condroz. Die deutschen Toten wurden 1946 und 1947 nach Lommel umgebettet, die amerikanischen auf den zwei Friedhöfen Neuville-en-Condrez bei Lüttich und Henri-Chapelle westlich von Aachen zusammengelegt.

1946 begann der belgische Gräberdienst damit, im Land alle weiteren deutschen Gräberanlagen des Zweiten Weltkriegs aufzulösen und die Toten nach Lommel sowie – zu einem kleineren Teil – auf eine Anlage bei Bastogne zu überführen.

Direkt nach Abschluss des Kriegsgräberabkommens zwischen der deutschen und belgischen Regierung 1952 gestaltete der Volksbund das in einem großen Heidegebiet liegende Gräberfeld gärtnerisch um.

Am 6. September 1959 wurde die bis dahin größte deutsche Kriegsgräberstätte des Zweiten Weltkriegs im Westen mit einer Gedenkstunde der Öffentlichkeit übergeben. Pate des Friedhofs ist der Landesverband Niedersachsen.


Besonderheit

An den Ausbauarbeiten des Friedhofs in den 1950er-Jahren beteiligten sich Jugendliche aus mehreren Ländern. 1954 halfen fast 400 Jugendliche aus 16 Nationen mit. Bei der gemeinsamen Arbeit entstand das Motto "Versöhnung über den Gräbern", das für die Jugendarbeit des Volksbunds noch heute gilt und später durch "Arbeit für den Frieden" ergänzt wurde.


Die internationale Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Huis Over Grenzen eröffnete am 17. September 1993 im Eingangsgebäude der Kriegsgräberstätte. Der Übernachtungsbetrieb wurde Ende 2024 eingestellt, das Haus wird zu einem Lern- und Erinnerungsstandort mit Ausstellung umgestaltet. Führungen können weiterhin angefragt werden: Huis Over Grenzen

Der Volksbund macht historische, soziale und politische Bildungsangebote auch für mehrtätige Aufenthalte in den drei JBS in Ysselsteyn (Niederlande), Niederbronn-Les-Bains (Frankreich) und Golm (Deutschland) .

Hinweis für Friedhofsbesucher

Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.

Mediathek

  • Prospekt "Kriegsgräberstätte Lommel/Belgien"
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  • Prospekt "Kriegsgräberstätten Belgien"
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  • Brochure "War graveyards Belgium"
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  • Brochure "Cimitières de guerre en Belgique"
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  • Brochure "Oorlogsgraven België"
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  • Prospekt "Wenn Steine reden könnten ..." - Kriegsgräberstätten in Europa
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  • Brochure "If the stones could talk .../Si les pierres pouvaient parler ..." - Europe
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  • Informationstafel Lommel in Belgien
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