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Gräbersuche-Online

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Karl Gustav Völlmer

Geburtsdatum 20.10.1918

Geburtsort Oberrode

Todes-/Vermisstendatum 30.06.1941

Todes-/Vermisstenort 4 km ostw. Zelwa

Dienstgrad Unteroffizier

Karl Gustav Völlmer ruht auf der Kriegsgräberstätte in Berjosa .

Endgrablage: Block 19 Reihe 13 Grab 487

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Kurzbiographie

Karl Völlmer wurde am 20.10.1918 in Oberode, Kreis Münden geboren. Nach Auskunft seines Neffen stammte er aus einer SPD-Arbeiterfamilie und erlernte nach dem Volksschulabschluss den Beruf des Schriftsetzers bei der Druckerei Heinzerling in Hannoversch-Münden. Er war sehr aktiv in der Hitler Jugend und im Jahr 1936 Kameradschaftsführer in seinem Heimatort Oberode. Über den Reichsparteitag 1936 in Nürnberg verfasste er einen enthusiastischen Zeitungsbericht. Nach seinem Arbeitsdienst wurde er Berufssoldat und nahm am Polen- und Frankreichfeldzug teil.

Er fiel als Unteroffizier am 30.06.1941 im Gefecht an der Straße Zelwa-Slonin, 4km östlich von Zelwa, westlich Slonin in Russland, heute Belarus. Wie sein Hauptfeldwebel berichtete, hatte Karl "während eines schweren Gefechtes gegen ausbrechende Russen, einen Beinschuß und wenige Augenblicke einen Brustschuß bekommen…" und starb eine halbe Stunde später auf dem Verbandsplatz.

Er war der erste Gefallene in Oberode, gleich zu Beginn des Russlandfeldzuges.

Karl Völlmer ist vermutlich als unbekannter Soldat auf die Kriegsgräberstätte Berjosa überführt worden, nachdem er zuerst auf dem Soldatenfriedhof Slonin II erstbestattet worden war. Seine Grablage ist wahrscheinlich unter den Unbekannten. Sein Name und die persönlichen Daten von Karl Völlmer sind auch im Gedenkbuch der Kriegsgräberstätte verzeichnet.

Berjosa, Belarus

Die Deutsche Kriegsgräberstätte Berjosa in Belarus (Weißrussland) liegt rund 100 Kilometer nordöstlich von Brest, an der Straße nach Minsk. Die Stadt Berjosa (auch Bjarosa) hat knapp 30.000 Einwohner und ist Mittelpunkt des gleichnamigen Verwaltungsbezirks. Der Friedhof wurde am 1. Oktober 2005 eingeweiht. Bis Ende 2018 wurden hier 20.413 Kriegstote bestattet.

Friedhofsbeschreibung

Die Kriegsgräberstätte Berjosa ist ein vom Volksbund angelegter Sammelfriedhof für deutsche und ungarische Kriegstote des Zweiten Weltkriegs, die in den Regionen von Brest, Grodno, Witebsk, Gomel und Minsk ihr Leben verloren. Dorthin werden alle noch zu bergenden sterblichen Überreste deutscher Soldaten aus dem westlichen Teil Weißrusslands umgebettet.


Auf Granitstelen am Rande der Gräberblöcke sind die Namen der identifizierten Kriegstoten in alphabetischer Folge verzeichnet. Im eindrucksvoll gestalteten Eingangsbereich des Friedhofs befindet sich eine Informationstafel. Vom Eingang der Anlage führt der Hauptweg zu einem gepflasterten Gedenkplatz, auf dem ein Hochkreuz steht. Symbolkreuzgruppen markieren die in mehrere Blöcke gegliederte Gräberfläche. Am Ende des Jahres 2018 belief sich die Zahl der auf den Friedhof umgebetteten Toten auf 20.413.


Historie

Weißrussland war sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg Schauplatz heftiger Kämpfe, die eine hohe Zahl an Menschenleben forderten. Allein im Zweiten Weltkrieg kamen mehr als 2,2 Millionen Weißrussen zu Tode. Rund 150.000 deutsche Soldaten starben während der Kampfhandlungen und bis zu 40.000 in Kriegsgefangenschaft.


Bis zum Jahr 2005 konnte der Volksbund einige Friedhöfe des Ersten Weltkrieges herrichten, mehrere Kriegsgefangenenfriedhöfe und drei Gräberstätten für die Toten des Zweiten Weltkrieges anlegen. Die Suche nach den Grablagen und die Exhumierung der Gebeine fand in enger Zusammenarbeit mit einem Spezialbataillon der weißrussischen Armee statt. Diese Zusammenarbeit wurde seitens des Volksbundes nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine beendet.


Besonderheit

Der vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. angelegte Sammelfriedhof in Berjosa erstreckt sich über eine Fläche von insgesamt vier Hektar. Bis zu 50.000 deutsche Kriegstote des Zweiten Weltkrieges können auf dem Gräberfeld ihre letzte Ruhestätte finden.

Hinweis für Friedhofsbesucher

Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.

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