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Gräbersuche-Online

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Heinrich Ferdinand Friedrich Mathy

Geburtsdatum 04.04.1883

Geburtsort Mannheim

Todes-/Vermisstendatum 02.10.1916

Todes-/Vermisstenort nicht verzeichnet

Dienstgrad Kapitänleutnant

Heinrich Ferdinand Friedrich Mathy ruht auf der Kriegsgräberstätte in Cannock Chase .

Endgrablage: Grab 3

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Kurzbiographie

Heinrich Ferdinand Friedrich Mathy, Rufname Heinrich, wurde am 04.04.1883 in Mannheim als ältestes von 6 Kinder geboren. Sein Vater war Bankdirektor in Mannheim und Straßburg, wohin die Familie ebenfalls zog.

Heinrich war ein talentierter Zeichner und guter Schüler, der schon als Kind den Wunsch hegte, zur Marine zu gehen. Mit 17 Jahren verließ er das Gymnasium ohne Abschluss und trat Anfang April 1900 als Kadett der Marineschule Kiel in die Marine ein. Hier absolvierte er die Ausbildung zum Offizier zur See und hatte in der Folgezeit unterschiedliche Dienstposten auf unterschiedlichen Schiffen.

1913 begann Heinrich eine Ausbildung zum Luftschiff-Kommandanten in Berlin und Hamburg Fuhlsbüttel.

Zu Beginn des ersten Weltkrieges wurde er zunächst als Kommandant eines Zerstörers nach Wilhelmshaven abkommandiert, im Januar 1915 erfolgte dann seine Versetzung zur Marine-Luftschiffabteilung nach Nordholz. Er kommandierte ab März 1915 verschiedene Marineluftschiffe über England, warf Bomben ab und wurde der erfolgreichste Luftschiffkommandant der Marine-Luftschiffabteilung.

Am 28.06.1915 heiratete er Hertha Wichelhausen in Hannover.

In der Nacht des 2. Oktober 1916 wurde Heinrich als Kommandant des L31 nach Bombenabwurf über London von einem englischen Flugzeug über der Ortschaft Potters Bar abgeschossen. Alle 19 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben und wurden unter militärischen Ehren zuerst bei Potters Bar bestattet. 1962 erfolgte eine Umbettung auf die zentrale Gedenkstätte Cannock Chase, wo er heute in einem Kameradengrab ruht.

Cannock Chase, Großbritannien

Cannock Chase nördlich von Birmingham ist der zentrale deutsche Soldatenfriedhof in Großbritannien. Er liegt in der Nähe eines britischen Militärfriedhofs, auf dem weitere deutsche Soldaten bestattet sind.

Friedhofbeschreibung

Die Kriegsgräberstätte liegt in einer flachen Talmulde, die im Süden von Kiefernwald begrenzt wird. Im Eingangsgebäude befindet sich der Besucherraum mit den Namenbüchern. Der kleine Innenhof bildet die Verbindung zur Ehrenhalle, in deren Mitte eine Bronzeplastik auf einem Steinsockel steht. Sie stellt einen gefallenen Soldaten dar. Eine Senke durchzieht das Gelände und trennt die Gräberfelder der Toten des Ersten und des Zweiten Weltkrieges. Stelen aus belgischem Hartmuschelkalk kennzeichnen die Gräber. Auf ihnen sind meist die Daten von je zwei Gefallenen auf Vorder- und Rückseite eingraviert. Pate des Friedhofs ist der Volksbund-Landesverband Bremen.


Belegung

Auf der Anlage ruhen mehr als 4.900 Gefallene: 2.143 Tote aus dem Ersten Weltkrieg und knapp 2.800 aus dem Zweiten Weltkrieg, die zum größten Teil in Kriegsgefangenschaft oder in Internierungslagern ihr Leben verloren. Hinzu kommen Besatzungsmitglieder von abgestürzten Kampfflugzeugen sowie Tote, die an die Küste geschwemmt wurden.


Historie

Der Soldatenfriedhof Cannock Chase wurde am 10. Juni 1967 der Öffentlichkeit übergeben. Die Gedenkstätte entstand, nachdem die Regierungen des Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland sowie der Bundesrepublik Deutschland am 16. Oktober 1959 ein Abkommen geschlossen hatten. Der Volksbund übernahm im Auftrag der Bundesregierung die Aufgabe, die in Großbritannien und Nordirland bestatteten deutschen Kriegstoten zusammenzubetten.

1.566 Tote aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, die bereits auf britischen Soldatenfriedhöfen bestattet worden waren, blieben ausgenommen. Diese Gräber auf 148 Ehrenteilen werden weiterhin von der Commonwealth War Graves Commission, der britischen Kriegsgräberfürsorge, betreut. Bestehen blieb die Friedhofsanlage Fort George in St. Peter Port auf der Kanalinsel Guernsey. Dort liegen 111 deutsche Gefallene aus dem Zweiten Weltkrieg.


Besonderheit

Auf dem nur etwa 400 Meter entfernten britischen Militärfriedhof Cannock Chase Brereton ruhen 228 deutsche Gefallene aus dem Ersten Weltkrieg und 29 Gefallene aus dem Zweiten Weltkrieg. Hier haben außerdem 24 Engländer und 73 Neuseeländer aus dem Ersten Weltkrieg sowie drei Engländer aus dem Zweiten Weltkrieg ihr Grab.

Hinweis für Friedhofsbesucher

Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.

Mediathek

  • Prospekt "Kriegsgräberstätten in Großbritannien, Irland und Island"
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