Gräbersuche-Online
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Adolf Gruber
Geburtsdatum 07.05.1905
Geburtsort Diepoldshofen
Todes-/Vermisstendatum 08.07.1945
Todes-/Vermisstenort Havlickuv Brod
Dienstgrad Unteroffizier
Adolf Gruber ruht auf der Kriegsgräberstätte in Cheb (Tschechische Republik)
Bei den Umbettungsarbeiten in seinem ursprünglichen Grablageort konnte er nicht zweifelsfrei identifiziert werden, so dass er als "unbekannter Soldat" auf dem Friedhof Cheb bestattet worden ist.
Endgrablage: Block 8 - Unter den Unbekannten
- Bitte beachten Sie, dass auf einigen Friedhöfen nicht die aktuelle Version ausliegt, somit kann der Name Ihres Angehörigen darin evtl. noch nicht verzeichnet sein.
- Falls Adolf Gruber mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.
- Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.
Hier gibt es noch eine diskrepanz mit den text block keys.
in elastic ist der wert: und in salesforce ist der wert von vdk_Text_Block_Website__c: 007.
Dadurch kriegen wir die falschen TextBlöcke.
Kurzbiographie
Adolf Gruber wird als 3. Sohn einer Landwirtsfamilie im Allgäu geboren. Er wird Kirchenmaler. Seine Ausbildung absolviert er in München und Ottobeuren.1928 tritt er dem Katholischen Gesellenverein bei (Wanderbuch). Es folgen Jahre der Wanderschaft 1929/30 (Rom, Palermo, Wien, Stuttgart). Im Jahr 1935 heiratet er Lina in Maria-Steinbach und hat mit ihr vier Kinder: Brunhilde, Wilfriede, Manfred und Sieglinde. Er ist zeitweise arbeitslos.1937 erfolgt ein Umzug nach Sonthofen. Dort bekommt er Arbeit in der Sportabteilung der Ordensburg als Gerätewart. Er wird 1939 zur Wehrmacht eingezogen und ist in verschiedenen Kasernen in Süddeutschland stationiert. 1941 erfolgt ein großer Marschbefehl Richtung Osten, am 23.07.44 bekommt er einen neuen Chef, am 06.08.44 liegt seine Truppe in einem kleinem Dorf, ab dem 10.10.44 geht es auf einen neuem Stützpunkt, im Nov/Dez. 1944 ist er auf einem Lehrgang. Er bekommt keinen Weihnachtsurlaub. Am 6.2.45 ist er zurück in Brodek, am 18.2.45 deutet er Veränderungen an, am 18.03.45 schreibt er seinen letzten Brief, in dem er sich hoffnungsvoll und zuversichtlich über einen Sieg zeigt. Gruber versucht ab 10. Mai in Zivilkleidung über die Moldau in die Heimat zu gelangen. Er wird aber am 15. Mai auf deutschem Boden von amerikanischen Truppen aufgegriffen, verhört und den Russen übergeben. Dann kommt er in ein Waldlager, wo er sich beim Holzhacken verletzt. Die Wunde eitert und er kommt ins Lazarett nach Deutsch Brod. Dort stirbt er am 8.07.1945 um drei Uhr nachmittags nach starkem Blutverlust und Amputation seines linken Unterarmes (bereits die 3. Operation) an Herzlähmung im Lazarett in russischer Gefangenschaft. Anfang 1946 wird seine Ehefrau vom Caritasverband Trier über den Tod ihres Mannes aufgeklärt. In den 1970er Jahren besucht die Familie den Friedhof in Havlickuv Brod.
Cheb, Tschechische Republik
Die Kriegsgräberstätte Cheb ist Teil der städtischen Friedhofsanlage. Auf dem Areal sind deutsche Soldaten und Zivilisten bestattet, die im oder direkt nach dem Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommen sind.
Friedhofbeschreibung
Die Stadt Cheb (deutsch: Eger) liegt an der tschechisch-deutschen Grenze, etwa 170 Kilometer westlich der Hauptstadt Prag. Die Kriegsgräberstätte befindet sich auf dem städtischen Friedhof. Das etwa 1,5 Hektar große Areal hat die Stadtverwaltung dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge 2008 überlassen, um dort eine Ruhestätte für deutsche Gefallene aus dem Zweiten Weltkrieg anzulegen.
Die Namen und Lebensdaten der vom Volksbund identifizierten Toten sind auf Grabkreuzen verzeichnet. Sie erinnern auf der Vorder- und Rückseite an jeweils vier Tote. Die Namen der Kriegstoten, die in Gemeinschaftsgräbern bestattet werden mussten, weil deren Gebeine nicht zweifelsfrei von denen anderer Toter getrennt werden konnten, sind auf Pultsteinen dokumentiert. Ein metallenes Gedenkbuch listet ergänzend die Kriegstoten auf, deren Gebeine nicht geborgen werden konnten. Zusätzlich liegen im Ausstellungsraum in der Friedhofsverwaltung Namenbücher aus, die die Namen und Lebensdaten aller deutschen Kriegsopfer auflisten, die im Gebiet der Tschechischen Republik ihr Leben verloren oder nach wie vor dort als vermisst gelten.
Belegung
Auf der Kriegsgräberstätte Cheb sind 6.004 deutsche Tote aus dem Zweiten Weltkrieg bestattet, die der Volksbund seit 2008 im gesamten Gebiet der Tschechischen Republik bergen konnte. Zusätzlich ruhen auf der Friedhofsanlage auch die Gebeine vieler ziviler Kriegstoter, die nach Kriegsende durch Flucht und Vertreibung ihr Leben verloren.
Historie
Die ersten Toten wurden am 12. November 2008 – noch vor Abschluss der Bauarbeiten – auf dem Areal der heutigen Kriegsgräberstätte bestattet.
Bereits seit Beginn der 1990er Jahre konnte der Volksbund an vielen Orten der früheren Tschechoslowakei die Gebeine deutscher Soldaten exhumieren. Weil aber damals noch keine Kriegsgräberstätte zur Verfügung stand, wo die Toten würdig bestattet werden konnten, mussten die Gebeine zunächst in einem Depot zwischengelagert werden. Dank der Unterstützung des damaligem Bürgermeisters Jan Svoboda wurde schließlich in Cheb auf dem Gelände der Städtischen Friedhofsanlage ein Gelände zur Verfügung gestellt, auf dem der Volksbund die heutige Kriegsgräberstätte errichten durfte.
Am 11. September 2010 wurde die Anlage der Öffentlichkeit übergeben. Im Mai 2011 wurden unter Mithilfe der Reservistenkameradschaft Hof rund 150 weitere Grabkreuze aufgestellt.
Hinweis
Der Schlüssel für den Ausstellungsraum ist nur zu den Bürozeiten der Friedhofsverwaltung (Montag bis Freitag 8 Uhr - 15 Uhr)erhältlich. Der Raum ist in dieser Zeit auch durch das Friedhofsgebäude von innen zugänglich (Büroeingang).
Hinweis für Friedhofsbesucher
Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.
Lesen Sie mehr über den Kriegsgräberdienst und über die Volksbund-Arbeit allgemein.