Gräbersuche-Online
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Alfred Bida
Geburtsdatum 05.04.1911
Geburtsort Neu-Stettin
Todes-/Vermisstendatum 23.03.1945
Todes-/Vermisstenort bei Hela, Bez.Danzig/Westpr.
Dienstgrad Gefreiter
Alfred Bida ruht auf der Kriegsgräberstätte in Stare Czarnowo .
Endgrablage: Block 13 Reihe 18 Grab 868
- Falls Alfred Bida mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.
- Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.
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Kurzbiographie
Alfred Bida wurde am 5. April 1911 als Sohn von Friedrich Bida in Neu-Stettin geboren. Anfang der 1930er Jahre lernte er Irmgard Willberg kennen. Sie heirateten am 8. Juli 1933. Nach der Hochzeit versuchte das Ehepaar, unter großen Bemühungen, eine Existenz aufzubauen. Alfred Bida war von Beruf Schuhmacher und eröffnete eine Schuhmacherei in Berlin. Im Jahr 1937 absolvierte er seine Meisterprüfung. Durch schwere Arbeit und mit viel Geduld errichteten sich die Bidas eine Existenzgrundlage. Im Jahr 1938 verfügten sie schließlich über die finanziellen Mittel, um ein Grundstück zu erwerben. Sie legten einen Garten an und planten, eine Familie zu gründen. Ihre Zukunftspläne wurden jedoch vom Kriegsausbruch durchkreuzt. Alfred Bida musste Wehrdienst leisten und wurde Gefreiter in der Panzerjäger-Abteilung 1542. Im Jahr 1940 konnte er zunächst in die Heimat zurückkehren. Im folgenden Jahr kam sein Sohn Helmut zur Welt. Bida wurde jedoch schließlich in das damalige Westpreußen abkommandiert. Seine Tochter Christel, die 1944 geboren wurde, sah er nur ein einziges Mal, als sie gerade sechs Tage alt war. Zum dritten Geburtstag seines Sohnes 1944 schrieb Alfred Bida einen Brief. Unsicher, ob er seine Familie wieder sehen würde, ließ er dem jungen Helmut einige persönliche Erinnerungen und väterliche Ratschläge zukommen, die er lesen sollte, sobald er alt genug sei. Im Februar 1945, bei einem Unfall während des Einsatzes, verletzte sich Alfred Bida am Bein. Aufgrund von weiteren Entzündungen im Kniegelenk kam Bida ins Lazarett bei Danzig. Im Lazarett schrieb er noch einige Briefe an seine Familie. Der letzte Brief ist am 22. März 1945 datiert. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs blieb Bidas Schicksal ungeklärt. Seine Familie versuchte Informationen zu ehrhalten und hoffte sogar auf eine Spur in den USA, die sie zu einer dortigen Schuhmacherei eines Herrn Bida führte. Dennoch blieb die Suche erfolglos. Irmgard Bida entschied sich 1950 dazu, ihren Mann für tot erklären zu lassen. Erst 2012 erhielt Tochter Christel die Information vom Fund der sterblichen Überreste ihres Vaters. Alfred Bida wurde vom Volksbund auf die Kriegsgräberstätte Stare Czarnowo umgebettet. Dort ruht er heute in Block 13, Reihe 18, Grab 868.
Stare Czarnowo, Polen
Stare Czarnowo ist ein Zubettungsfriedhof für deutsche Soldaten, die während des Zweiten Weltkriegs in Polen ums Leben kamen. 2019 erhielten auf dem Friedhof 1.183 Tote ihre endgültige Ruhestätte.
Friedhofbeschreibung
In Stare Czarnowo hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Ortsteil Glinna einen großen deutschen Soldatenfriedhof errichtet. Die polnische Gemeinde liegt etwa 30 Kilometer südöstlich von Stettin. Im Eingangsgebäude sind Bücher mit den Namen aller deutschen Kriegstoten ausgelegt, die im Zweiten Weltkrieg in Polen umgekommen sind. Die Anlage in Stare Czarnowo ist eine von 13 Kriegsgräberstätten, die der Volksbund seit 1991 in Polen errichtet hat.
Belegung
In Stare Czarnowo sind über 30.000 deutsche Soldaten beerdigt, die während des Zweiten Weltkriegs in Polen ums Leben kamen.
Historie
Im Herbst 2000 hatten deutsche und polnische Soldaten das Gelände mit einem Wildschutzzaun eingefriedet und gemeinsam ein großes Holzkreuz aufgestellt. Der Ausbau der Anlage erfolgte von 2001 bis 2003. In Stare Czarnowo können bis zu 32.500 Gefallene ihre letzte Ruhestätte finden. Die Anlage wurde am 15. Juli 2006 eingeweiht.
Im April 2019 erhielten weitere 1.183 deutsche Kriegstote in Stare Czarnowo ein endgültiges Grab.
Besonderheit
Am 14. August 2009 wurden in Stare Czarnowo die Gebeine von 2.116 Menschen beigesetzt, die im Oktober 2008 bei Bauarbeiten für ein Hotel in einem Massengrab in der Stadt Malbork (deutsch: Marienburg) entdeckt worden waren. Unter den sogenannten Marienburger Toten waren Frauen, Männer und Kinder.
Um die Toten und ihre Todesart hatte es viele Spekulationen gegeben. Es war von einem Massaker an Deutschen die Rede. Umfangreiche, auch gerichtsmedizinische Untersuchungen konnten diese Vermutung aber nie hinlänglich belegen. Auch der Volksbund hält eine solche Theorie für unplausibel. Mittlerweile gilt es als wahrscheinlich, dass die Toten durch Kampfhandlungen, Krankheiten, Seuchen, Hunger und auch Gewaltdelikte ihr Leben verloren und aus hygienischen Gründen in einem Massengrab beerdigt wurden. Heute ruhen diese Toten in einem gesonderten Gräberfeld in Stare Czarnowo.
Hinweis für Friedhofsbesucher
Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.
Lesen Sie mehr über den Kriegsgräberdienst und über die Volksbund-Arbeit allgemein.