Gräbersuche-Online
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August Drux
Geburtsdatum 11.12.1910
Geburtsort -
Todes-/Vermisstendatum 28.03.1943
Todes-/Vermisstenort Stalingrad
Dienstgrad -
Nach den uns vorliegenden Informationen ist August Drux vermisst.
Fast 75 Jahre nach dem Ende der erbitterten Kämpfe um Stalingrad haben Tausende Familien in Deutschland noch immer keinen Hinweis über den Verbleib ihrer Angehörigen, deren Spuren sich 1942/43 zwischen Don und Wolga verloren haben. Um diesen dennoch einen Ort des persönlichen Gedenkens zu schaffen, hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die Personalien der Stalingrad - Vermissten auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Rossoschka bei Wolgograd (Informationen zu diesem Friedhof hier) dokumentiert. Auf 107 Granitwürfeln mit einer Kantenlänge von 1,50 Metern und einer Höhe von 1,35 Metern sind in alphabetischer Reihenfolge 103 234 Namen eingraviert.
Der Name des Obengenannten ist auf dem Rossoschka Würfel 125 Platte 5 verzeichnet.
- Falls August Drux mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.
- Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.
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Kurzbiographie
Fritz Josef August Drux wurde am 11. Dezember 1910 in Wuppertal-Langerfeld als Sohn des Webers August Drux und dessen Ehefrau Emmy Drux geboren. Er wuchs mit einer älteren Schwester sowie drei jüngeren Geschwistern auf.
Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete Drux als Maler und Anstreicher. Auch in seiner Freizeit begeisterte sich Drux für die Malerei und stellte Öl-Bilder her. Er malte unter anderem Stillleben und lokale Motive, wie die „alte Mühle“ bei Schwelm. Im Juli 1935 heiratete Drux in Milspe die aus Holland stammende Emma Maria Hedwig Sander. Aus der Ehe gingen zwei Töchter, Christel und Hildrun, hervor. Die Familie lebte in Wuppertal-Beyenburg.
1937 trat August Drux der SA bei. Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde August Drux zur Wehrmacht eingezogen. Am 6. Dezember 1939 wurde er bei der 1./Leichten Artillerie Ersatz Abteilung 206 in Gumbinnen in die Wehrmacht eingestellt. Regelmäßig schrieb er während des Kriegseinsatzes Briefe an seine Ehefrau und seine Kinder – „Mutti und Ströpkes“. Meist ging es darin um Familienangelegenheiten und Alltägliches.
Ab dem 24. Februar 1940 diente er im Artillerie-Regiment 291. In der Folgezeit war er verschiedenen Artillerie-Regimentern unterstellt. Eingesetzt wurde er unter anderem in Paris und zuletzt als Obergefreiter an der Ostfront. Während seiner Dienstzeit schrieb er regelmäßig Briefe an seine Familie. Meist ging es darin um familiäre Angelegenheiten, aber darin äußerte er sich auch allgemeiner zum Krieg. So schrieb er etwa am 20. März 1940 aus Frankreich, „hoffentlich ist bald schluss [sic!] mit den [sic!] Krieg hier wird man von der Politik nichtz [sic!] mehr zu hören.“ Im darauffolgenden Jahr wurde August Drux dann an die Ostfront verlegt. Dort kämpfte er in der 6. Batterie des Artillerie-Regiments 371 bei Stalingrad. Das gesamte Regiment wurde im Januar 1943 bei der Schlacht um Stalingrad vernichtet.
August Drux gilt seit dieser Zeit als vermisst. Seine letzte Nachricht an die Familie datiert auf Ende Dezember 1942/Januar 1943. Laut Gutachten des DRK-Suchdienstes geriet er Ende Januar bei Stalingrad in russische Kriegsgefangenschaft. In den Archivbeständen der Russischen Föderation zu deutschen Kriegsgefangen ist eine Gefangenenakte Augst Drux‘ überliefert, die einen von Drux ausgefüllten Fragebogen enthält. Demnach befand sich Drux spätestens ab dem 28. März 1943 in russischer Kriegsgefangenschaft. Seine Familie erhielt jedoch keinerlei Informationen über den Verbleib. August Drux galt als verschollen.
Die verzweifelte Suche nach dem Angehörigen führte in der Nachkriegszeit dazu, dass die Ehefrau von August Drux eine Wahrsagerin kontaktierte, so erinnerte sich die Tochter. Dabei erhielt sie die Auskunft: „Ihr Mann lebt noch, ich sehe ihn an der Ukraine zwischen Kornfeldern. Er ist aber sehr krank aber er überlebt alles, und er kommt wieder nach Haus, auch wenn es lange dauert.“
Aus der Kriegsgefangenschaft kehrte Drux jedoch nicht mehr zurück. 1958 wurde er auf Antrag seiner Mutter Emmy Drux für Tod erklärt. Seine Ehefrau und die beiden Töchter hatten zuvor Einspruch gegen das Verfahren eingelegt. Als Todeszeitpunkt wurde der 31. Dezember 1945 festgesetzt.
Bis heute gilt August Drux als vermisst. Sein Name ist auf dem Würfel 125, Platte 5 der Kriegsgräberstätte Rossoschka erfasst.
Empfohlene Zitationsweise: Projekt "Kriegsbiographien", August Fritz Josef Drux, in: Volksbund Dt. Kriegsgräberfürsorge e.V., Gräbersuche Online, [Zugriff am].
Rossoschka, Russische Föderation
In Rossoschka sind russische und deutsche Soldaten in unmittelbarer Nähe begraben. Sie fielen in der erbitterten Schlacht um Stalingrad im Zweiten Weltkrieg.
Friedhofbeschreibung
In mitten des damaligen "Kessels von Stalingrad", 37 Kilometer nordwestlich der Stadt Wolgograd, die bis 1961 Stalingrad hieß und wo eine der größten Schlachten des Zweiten Weltkriegs stattfand, liegt Rossoschka.
Die deutsche Kriegsgräberstätte fügt sich auf einer Fläche von knapp sechs Hektar in die Steppe ein. Die kreisförmige Anlage mit einem Durchmesser von 150 Metern gleicht einer überdimensionalen, waagerecht auf die Steppe gelegten flachen Scheibe. Der Friedhof gliedert sich in zwei Gräberfelder. Links des Zugangswegs liegt der alte, inzwischen neu gestaltete Friedhof, der schon während des Kriegs von der Wehrmacht für 600 Gefallene angelegt worden war. Das trapezförmige Areal ist von einer Natursteinmauer umgeben. Rechts davon liegt der neue Teil. Eine Ringmauer aus Granitblöcken grenzt mit einem umlaufenden gepflasterten Weg das Gelände von der Steppe ab. Auf Granittafeln stehen die Namen der geborgenen deutschen Gefallenen aus dem Kessel sowie dem Gebiet um das ehemalige Stalingrad.
Der Kasseler Architekt Jürgen von Reuß vermittelt mit seinem Entwurf die Eigenarten der Kulturlandschaft: den scharfen Wind im Winter, die unerbittliche Hitze im Sommer, die Weite der Steppe und ihre Stille. Auf großen Granitblöcken sind die Namen von fast 120.000 Vermissten und Toten verewigt. Die Einweihung der Würfel fand am 9. September 2006 statt. Auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion verzeichnet Rossoschka neben Sologubowka die meisten Besucherinnen und Besucher.
Belegung
In Rossoschka sind 61.791 Gefallene begraben. Weitere Zubettungen folgten.
Historie
Die Schlacht von Stalingrad ist eine der bekanntesten des Zweiten Weltkriegs. Im Spätsommer 1942 griff die 6. Armee die russische Stadt an. Nach einer Gegenoffensive der Roten Armee im November wurden bis zu 300.000 Soldaten der Wehrmacht und ihrer Verbündeten eingekesselt. Im Winter 1942/1943 folgte die deutsche Kapitulation. Mehr als eine Million Soldaten kamen bei den Kämpfen ums Leben.
Besonderheit
Die deutsche Kriegsgräberstätte Rossoschka wurde 1999 eingeweiht. Zuvor hatte der Volksbund den Bau eines russischen Soldatenfriedhofs finanziert, der 1997 als Versöhnungsprojekt eröffnet wurde. Beide Anlagen sind nur durch eine schmale Landstraße getrennt. Die Friedhöfe sind sehr unterschiedlich gestaltet. Im Zentrum der russischen Anlage steht ein Glockenturm mit der originalen Glocke des im Zweiten Weltkrieg komplett zerstörten Dorfs Rossoschka. Um ihn herum sind Grabzeichen vorwiegend unbekannter russischer Soldaten angeordnet. Zerstörte Stahlhelme auf Granitsteinen erinnern an die etwa 20.000 Toten, die auf dem halbkreisförmigen Friedhof ruhen.
Hinweis für Friedhofsbesucher
Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.
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