Gräbersuche-Online
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Bernhard Kley
Geburtsdatum 02.04.1919
Geburtsort Wertherbruch
Todes-/Vermisstendatum 16.02.1945
Todes-/Vermisstenort b.Hela, Bez.Danzig/Westpr.
Dienstgrad Stabsgefreiter
Bernhard Kley ruht auf der Kriegsgräberstätte in Stare Czarnowo .
Endgrablage: Block 14 Reihe 11 Grab 515
- Falls Bernhard Kley mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.
- Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.
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Kurzbiographie
Bernhard Kley wurde am 02. April 1919 als erstes der sechs Kinder von August Kley und Johanna Maria Kley (geb. Legeland) in Wertherbruch geboren. Zwischen 1925 und 1933 besuchte Bernahrd Kley die katholische Volksschule in Loikum. Da er den Hof seiner Eltern übernehmen sollte, setzte er mit einer einjährigen Ausbildung zum Landwirt fort und besuchte danach für weitere zwei Jahre die Landwirtschaftsschule in Haldern. Bereits mit 19 Jahren wurde er 1938 zum Reichsarbeitsdienst, 1939 dann zur Wehrmacht eingezogen. Kley war bis 1943 in Frankreich stationiert, danach wurde er nach Russland abkommandiert. Der Stabsgefreite Kley wurde während seiner Militärlaufbahn mit dem Eisernen Kreuz und dem Sturmabzeichen ausgezeichnet. Er soll zuletzt noch vom Schwager seiner Schwester in Gotenhafen gesichtet worden sein, nach dessen Angaben Kley zu diesem Zeitpunkt leicht verwundet und in russischer Kriegsgefangenschaft gewesen sein soll. Am 12. Februar 1945 schrieb er einen letzten Brief an seine Familie bevor er vier Tage später, am 16. Februar 1945, fiel. Heute ruht Bernhard Kley auf der Kriegsgräberstätte in Stare Czarnowo. Die Endgrablage befindet sich in Block 14, Reihe 11, Einzelgrab Nr. 515.
Stare Czarnowo, Polen
Stare Czarnowo ist ein Zubettungsfriedhof für deutsche Soldaten, die während des Zweiten Weltkriegs in Polen ums Leben kamen. 2019 erhielten auf dem Friedhof 1.183 Tote ihre endgültige Ruhestätte.
Friedhofbeschreibung
In Stare Czarnowo hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Ortsteil Glinna einen großen deutschen Soldatenfriedhof errichtet. Die polnische Gemeinde liegt etwa 30 Kilometer südöstlich von Stettin. Im Eingangsgebäude sind Bücher mit den Namen aller deutschen Kriegstoten ausgelegt, die im Zweiten Weltkrieg in Polen umgekommen sind. Die Anlage in Stare Czarnowo ist eine von 13 Kriegsgräberstätten, die der Volksbund seit 1991 in Polen errichtet hat.
Belegung
In Stare Czarnowo sind über 30.000 deutsche Soldaten beerdigt, die während des Zweiten Weltkriegs in Polen ums Leben kamen.
Historie
Im Herbst 2000 hatten deutsche und polnische Soldaten das Gelände mit einem Wildschutzzaun eingefriedet und gemeinsam ein großes Holzkreuz aufgestellt. Der Ausbau der Anlage erfolgte von 2001 bis 2003. In Stare Czarnowo können bis zu 32.500 Gefallene ihre letzte Ruhestätte finden. Die Anlage wurde am 15. Juli 2006 eingeweiht.
Im April 2019 erhielten weitere 1.183 deutsche Kriegstote in Stare Czarnowo ein endgültiges Grab.
Besonderheit
Am 14. August 2009 wurden in Stare Czarnowo die Gebeine von 2.116 Menschen beigesetzt, die im Oktober 2008 bei Bauarbeiten für ein Hotel in einem Massengrab in der Stadt Malbork (deutsch: Marienburg) entdeckt worden waren. Unter den sogenannten Marienburger Toten waren Frauen, Männer und Kinder.
Um die Toten und ihre Todesart hatte es viele Spekulationen gegeben. Es war von einem Massaker an Deutschen die Rede. Umfangreiche, auch gerichtsmedizinische Untersuchungen konnten diese Vermutung aber nie hinlänglich belegen. Auch der Volksbund hält eine solche Theorie für unplausibel. Mittlerweile gilt es als wahrscheinlich, dass die Toten durch Kampfhandlungen, Krankheiten, Seuchen, Hunger und auch Gewaltdelikte ihr Leben verloren und aus hygienischen Gründen in einem Massengrab beerdigt wurden. Heute ruhen diese Toten in einem gesonderten Gräberfeld in Stare Czarnowo.
Hinweis für Friedhofsbesucher
Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.
Lesen Sie mehr über den Kriegsgräberdienst und über die Volksbund-Arbeit allgemein.