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Gräbersuche-Online

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Wolfgang Friedrich Karl Groß

Geburtsdatum 18.07.1917

Geburtsort Berlin-Schöneberg

Todes-/Vermisstendatum 04.01.1943

Todes-/Vermisstenort -

Dienstgrad Oberleutnant

Wolfgang Friedrich Karl Groß konnte im Rahmen unserer Umbettungsarbeiten nicht geborgen werden. Die vorgesehene Überführung zum Sammelfriedhof in Rossoschka war somit leider nicht möglich. Sein Name ist auf dem o.g. Friedhof an besonderer Stelle verzeichnet.

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  • Bitte beachten Sie, dass auf einigen Friedhöfen nicht die aktuelle Version ausliegt, somit kann der Name Ihres Angehörigen darin evtl. noch nicht verzeichnet sein.
  • Falls Wolfgang Friedrich Karl Groß mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.
  • Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.

Kurzbiographie

Wolfgang Friedrich Karl Groß wurde am 18.07.1917 als ältester Sohn von Studienrat Dr. Friedrich Groß und dessen Ehefrau Anna geb. Starke in Berlin-Schönefeld geboren. Er hatte noch einen sechs Jahre jüngeren Brüder, Ruprecht.

Seit dem 21.11.1939 gehörte er der 8. Kompanie des Panzer-Regiments 36 an. Nach seiner Ausbildung wurde er dem Panzer-Regiment 21 zugeteilt. Mit dem neuaufgestellten Regiment wurde er an der Ostfront in Russland und der Ukraine eingesetzt. Zuletzt gehörte Groß der 3. Kompanie der Panzer-Abteilung 127 an, die in Woronesh und Donez kämpfte.

Mehrfach wurde Groß verwundet: Am 23.08.1941 traf ihn ein Artillerie-Geschoss-Splitter am Hals. Während seines Einsatzes sollte er noch vier weitere Male durch einen Granat- oder Geschosssplitter sowie durch einen Streifschuss im Gesicht verwundet werden. Nachdem ihn am 28.05.1942 ein Granat-Splitter am linken Arm und der rechten Schulter verwundet hatte, musste ihm seine linke Hand und der Arm amputiert werden. Dennoch wurde er am 15.07. 1942 als "kriegsverwendungsfähig" wieder zur Truppe entlassen.

Am 04.01.1943 wurde er mit vier weiteren Besatzungsmitgliedern, Hans Heinemann, Paul Droste, Rudolf Pelzer und Karl Esch, beim Abschuss ihres Panzers in der Nähe von Woronesch am Don getötet. Posthum wurde ihm das Krimschild verliehen und der Rand des Oberleutnants verliehen. Bereits im Mai 1942 war er mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet worden.

Obschon der Hauptmann Otto Merx in seiner Todesmitteilung an die Eltern kaum Zweifel am Tode ihres Sohnes ließ, so erweckte seine Formulierung, dass "Wolfgang aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr am Leben [sei]" und sein Bericht, dass zwar "drei Gestalten aus dem [Panzer]Tum sprangen", diese jedoch vermutlich dennoch getötet wurden, bei den Eltern die leise Hoffnung, dass ihr Sohn davongekommen sei.

In der Nachkriegszeit nahmen Groß‘ Eltern in der Hoffnung etwas über den Verbleib ihres Sohnes in Erfahrung zu bringen Briefkontakt mit den Angehörigen der weiteren vermissten Besatzungsmitglieder auf. Heinrich Hermann, der Vater Hans Hermanns, etwa antwortete am 30.03.1949: "Es ist also nicht anzunehmen, daß von den Getreuen einer am Leben geblieben ist, zumal in der russ[ischen] Jammerkälte. Finden wir uns mit der Tatsache ab, daß wir unsere Söhne in diesem Leben nicht mehr wiedersehen! Trösten wir uns mit der Hoffnung, daß wir unsere braven Jungens (ich hatte nur den Einen) bald im Himmel wiederfinden werden!"

1960 wandte sich der Vater mit einer Anfrage an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Er glaubte seinen Sohn auf dem Foto eines Gefallenen erkannt zu haben, welches im Mitteilungsblatt des Volksbundes abgedruckt war. Die Nachforschungen konnten dies allerdings nicht bestätigen.

Weiterhin gilt die Besatzung als vermisst. An sie erinnert eine Inschrift auf einer Namentafel auf der Kriegsgräberstätte Rossoschka.

Sein Bruder Ruprecht war zum Zeitpunkt von Wolfgangs Tod als Gefreiter, ebenfalls in einem Panzerregiment, im Felde. Ruprecht fiel am 05.10.1944 in Polen und liegt auf der Kriegsgräberstätte Mlawka.

Rossoschka, Russische Föderation

In Rossoschka sind russische und deutsche Soldaten in unmittelbarer Nähe begraben. Sie fielen in der erbitterten Schlacht um Stalingrad im Zweiten Weltkrieg.

Friedhofbeschreibung

In mitten des damaligen "Kessels von Stalingrad", 37 Kilometer nordwestlich der Stadt Wolgograd, die bis 1961 Stalingrad hieß und wo eine der größten Schlachten des Zweiten Weltkriegs stattfand, liegt Rossoschka.

Die deutsche Kriegsgräberstätte fügt sich auf einer Fläche von knapp sechs Hektar in die Steppe ein. Die kreisförmige Anlage mit einem Durchmesser von 150 Metern gleicht einer überdimensionalen, waagerecht auf die Steppe gelegten flachen Scheibe. Der Friedhof gliedert sich in zwei Gräberfelder. Links des Zugangswegs liegt der alte, inzwischen neu gestaltete Friedhof, der schon während des Kriegs von der Wehrmacht für 600 Gefallene angelegt worden war. Das trapezförmige Areal ist von einer Natursteinmauer umgeben. Rechts davon liegt der neue Teil. Eine Ringmauer aus Granitblöcken grenzt mit einem umlaufenden gepflasterten Weg das Gelände von der Steppe ab. Auf Granittafeln stehen die Namen der geborgenen deutschen Gefallenen aus dem Kessel sowie dem Gebiet um das ehemalige Stalingrad.

Der Kasseler Architekt Jürgen von Reuß vermittelt mit seinem Entwurf die Eigenarten der Kulturlandschaft: den scharfen Wind im Winter, die unerbittliche Hitze im Sommer, die Weite der Steppe und ihre Stille. Auf großen Granitblöcken sind die Namen von fast 120.000 Vermissten und Toten verewigt. Die Einweihung der Würfel fand am 9. September 2006 statt. Auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion verzeichnet Rossoschka neben Sologubowka die meisten Besucherinnen und Besucher.

Belegung

In Rossoschka sind 61.791 Gefallene begraben. Weitere Zubettungen folgten.

Historie

Die Schlacht von Stalingrad ist eine der bekanntesten des Zweiten Weltkriegs. Im Spätsommer 1942 griff die 6. Armee die russische Stadt an. Nach einer Gegenoffensive der Roten Armee im November wurden bis zu 300.000 Soldaten der Wehrmacht und ihrer Verbündeten eingekesselt. Im Winter 1942/1943 folgte die deutsche Kapitulation. Mehr als eine Million Soldaten kamen bei den Kämpfen ums Leben.

Besonderheit

Die deutsche Kriegsgräberstätte Rossoschka wurde 1999 eingeweiht. Zuvor hatte der Volksbund den Bau eines russischen Soldatenfriedhofs finanziert, der 1997 als Versöhnungsprojekt eröffnet wurde. Beide Anlagen sind nur durch eine schmale Landstraße getrennt. Die Friedhöfe sind sehr unterschiedlich gestaltet. Im Zentrum der russischen Anlage steht ein Glockenturm mit der originalen Glocke des im Zweiten Weltkrieg komplett zerstörten Dorfs Rossoschka. Um ihn herum sind Grabzeichen vorwiegend unbekannter russischer Soldaten angeordnet. Zerstörte Stahlhelme auf Granitsteinen erinnern an die etwa 20.000 Toten, die auf dem halbkreisförmigen Friedhof ruhen.

Hinweis für Friedhofsbesucher

Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.

Mediathek

  • Prospekt "Kriegsgräberstätten Russische Föderation (deutsch)"
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  • Проспект "Российская Федерация"
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  • Luftaufnahmen der Kriegsgräberstätte Rossoschka
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  • Informationstafel Rossoschka in Russland
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