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Gräbersuche-Online

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Georg Heinrich Asche

Geburtsdatum 06.06.1896

Geburtsort Cassel

Todes-/Vermisstendatum 11.07.1915

Todes-/Vermisstenort Vienne le Chateau

Dienstgrad Gefreiter

Georg Heinrich Asche ruht auf der Kriegsgräberstätte in Consenvoye .

Endgrablage: Block 3 Grab 171

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Kurzbiographie

Georg Heinrich Asche wurde am 6. Juni 1896 in Cassel (Kassel) geboren. Er wuchs mit einem jüngeren Bruder, Adolf Asche, auf. Der Vater Asches gehörte dem Hannoverschen Jäger-Bataillon Nr. 10 an.

Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges meldete sich Georg Asche als Freiwilliger. Als Gefreiter gehörte er dem 5./Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 12 an. Am 11. Juli 1915 wurde er in Vienne le Chateau bei Kämpfen in den Argonnen getötet. Zunächst wurde er auf dem „Frontfriedhof des Königs-Infanterie-Regiment 145" beigesetzt. Später wurde er umgebettet nach Vienne le Chateau. Heute ruht er auf der Kriegsgräberstätte Consenvoye in Block 3, Grab 171.

Sein Bruder Adolf wurde als Offiziersanwärter im Füsilier-Regiment General-Feldmarschall Prinz Albrecht von Preußen im Krieg schwer verwundet, überlebte jedoch den Krieg.

Empfohlene Zitationsweise: Projekt "Kriegsbiographien", Georg Heinrich Asche, in: Volksbund Dt. Kriegsgräberfürsorge e.V., Gräbersuche Online, [Zugriff am].

Consenvoye, Frankreich

Diese Grabanlage gehört seit September 2023 zu den UNESCO-Weltkulturerbestätten.

Belegung

Auf dieser Anlage im Département Meuse ruhen 11.148 Tote des Ersten Weltkrieges: 11.085 Deutsche, ein russischer Kriegstoter und 62 Gefallene der k.u.k. Österreichisch-Ungarischen Armee. Die französischen Militärbehörden hatten diese deutsche Kriegsgräberstätte 1920 als Sammelfriedhof angelegt.


Hierher wurden deutsche Tote umgebettet, die zwischen Verdun und Henay links und rechts der Maas provisorisch begraben worden waren – während der ersten Kämpfe im August 1914, beim Stellungskrieg und während der Schlachten um Verdun 1916, im Sommer 1917 und im September/Oktober 1918. Weitere Einbettungen von Gebeinen folgten, die bei der Rekultivierung der Schlachtfelder geborgen wurden. Diese Arbeiten dauerten fast bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges an.


Auf dem Friedhof ruhen heute Tote, deren Truppenteile in fast allen Ländern und Provinzen des damaligen Deutschen Reiches stationiert waren. Die Gefallenen der Österreichisch-Ungarischen Armee gehörten vier k.u.k. Divisionen an, die ab Sommer 1918 zur Unterstützung an die Westfront entsandt worden waren und bis zum Waffenstillstand am 11. November 1918 dort mitkämpften. Mehrere k.u.k. Artillerieregimenter waren im Westen bereits seit Februar 1918 im Einsatz.


Von den 11.148 Gefallenen ruhen 8.611 in Einzel- und Gruppengräbern; 78 blieben namenlos. In den zwei Gemeinschaftsgräbern mit 2.537 Opfern sind 1.501 namentlich bekannt. Die 23 Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein.


Historie

Erste Arbeiten zur Pflege des Friedhofs übernahm der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. aufgrund einer Vereinbarung mit den französischen Militärbehörden von 1926. Bereits im Winter 1927/28 wurden etliche Bäume gepflanzt – ungeachtet der fortdauernden Einbettungen. Ein weiterer Ausbau der Anlage scheiterte an der Devisenknappheit und infolge des Kriegsbeginns 1939.


Nach dem Frankreichfeldzug im Mai/Juni 1940 mit anschließender deutscher Besetzung weiter Teile des Landes bettete der "Amtliche Deutsche Gräberdienst" 1943 weitere 6.000 deutsche Tote nach Consenvoye um – aus Grablagen auf Friedhöfen im Maastal und von nahezu unerreichbaren Regimentsfriedhöfen mitten im Argonner Wald.


Der Volksbund baute die Anlage gleichzeitig weiter aus und ließ einen Eingang und eine Stützmauer aus Vogesensandstein entlang der gesamten Straßenfront errichten. Auf den Gräberreihen wurden monolithische Kreuzgruppen aufgestellt, während die Gräber durch kleine Eichenpflöcke mit Kupferabdeckung gekennzeichnet wurden. Das Projekt blieb vorerst unvollendet, als die alliierten Truppen in der Normandie landeten und Frankreich von deutscher Besatzung befreiten.


Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 begann der Volksbund – finanziell unterstützt von der Bundesregierung – mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich.


Jugendliche hatten bereits ehrenamtlich mit landschaftsbaulichen Vorarbeiten begonnen. Unter anderem verfüllten sie Baugruben aus den Jahren 1943/44 und beseitigten Wildwuchs, bevor das Gräberfeld begrünt wurde.

1978 kennzeichnete der Volksbund die Gräber mit Metallkreuzen – mit eingegossenen Namen und Daten – anstelle der bisherigen provisorischen Grabkreuze aus Holz. Wieder waren es Jugendliche, die zuvor die 35 Kilo schweren Kreuzfundamente versetzt hatten, angeliefert von der Bundeswehr.


Namen und Daten der in den Gemeinschaftsgräbern ruhenden Toten wurden auf gegossenen Metalltafeln festgehalten. Bei Gruppengräbern mit mehreren Tote in einem Grab sind die Namen in Steinplatten vor den Kreuzen eingraviert.


Umfangreiche Pflanzungen werteten die Anlage weiter auf – vor allem hinter dem oberen Gemeinschaftsgrab, das eine Einfassung aus Naturstein erhielt. Monolithische Kreuzgruppen, die früher verteilt auf dem Gräberfeld standen, betonen heute das Bild des Gemeinschaftsgrabes.


Besonderheit

1984 war Consenvoye Schauplatz eines Ereignisses mit großer Bedeutung mit Francois Mitterand und Helmut Kohl: "Auf diesem Soldatenfriedhof trafen sich am 22. September 1984 zum ersten Mal in der Geschichte der beiden Völker der französische Staatspräsident und der deutsche Bundeskanzler. Sie legten im gemeinsamen Gedenken an die Toten beider Weltkriege Kränze nieder und erklärten: "Wir haben uns versöhnt. Wir haben uns verständigt. Wir sind Freunde geworden." So lautet die Inschrift einer Tafel am oberen Gemeinschaftsgrab.


Im September 2023 hat die UNESCO 139 Friedhöfe des Ersten Weltkrieges zu Weltkulturerbestätten erklärt. 23 Grabanlagen sind in Obhut des Volksbundes. Consenvoye ist die erste, auf der die UNESCO-Plakette enthüllt wurde.


Im Rahmen der „Operation Levi“ erinnerte der Volksbund im Juni 2026 an jüdische Soldaten des Ersten Weltkrieges: An den Gräbern von Levy und Julius Rosenthal, Alfred Hess und Arthur Schlesinger tauschte er christliche Kreuze gegen Stelen mit dem Davidstern. Für David Jacobs, Hermann Marx und Karl Schuster enthüllte er eine gemeinsame Stele. Auf den Tafeln der Kameradengräber erinnern Rosetten mit Davidstern an Josef Leiter, Emil May, Sally Levi, Adolf Mendels und Max Wertheimer. 

Hinweis für Friedhofsbesucher

Auf einigen Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in Osteuropa errichtet hat, ist die Namenkennzeichnung teilweise noch nicht erfolgt! Daher bitten wir dringend darum, dass sich Angehörige vor einer geplanten Reise mit uns unter der E-Mail-Adresse service@volksbund.de oder der Telefon-Nummer +49(0)561-7009-0 in Verbindung setzen. So können wir auch gewährleisten, dass die jeweilige Kriegsgräberstätte zum geplanten Besuchstermin geöffnet ist.

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