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Erinnern & Gedenken

Verständigung, Versöhnung & Frieden

Der Volksbund ist ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen.

Wir gestalten öffentliches Gedenken und suchen nach Wegen dialogischen Erinnerns. So wollen wir die unterschiedlichen historischen Erfahrungen und Erinnerungskulturen unserer europäischen Nachbarn kennenlernen und verstehen. Darüber hinaus unterstützen wir das würdige Andenken an alle, die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft waren.

„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“

George Santayana

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Kreativ-Wettbewerb: Mehr Beiträge als je zuvor

Never Such Innocence - Volksbund lädt Preisträger zu internationalen Jugendbegegnungen ein

Das ist neuer Rekord: Mehr als 3.000 Beiträge aus 99 Ländern gingen in London im Rahmen des britischen Jugendkreativwettbewerb Never Such Innocence ein. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seit 2018 enger Partner und lädt Gewinnerinnen und Gewinner zu internationalen Jugendbegegnungen ein. Thema der Ausschreibung 2020-2021: „The Unheard Voices of Conflict: Stories from Around the World (Die ungehörten Stimmen der Konflikte: Geschichten aus aller Welt)“.

„In meinem Kunstwerk habe ich Briefe meiner Urgroßmutter und ihrer Geschwister zusammengestellt, die sie während des Weltkriegs in den Konzentrationslagern geschrieben haben, wo sie allein aufgrund ihrer Religion bestraft und verfolgt wurden", schreibt Amy Hirschowitz aus Großbritannien. Sie wurde für ihr Kunstwerk „Words Silenced by Sickness (Durch Krankheit zum Schweigen gebrachte Worte)“ ausgezeichnet.

„Über dieser Collage habe ich meine Großmutter mit Kugelschreiber gezeichnet. Sie hat ihre Lieben verloren, als ihre Worte durch Krankheit zum Schweigen gebracht wurden. Eine Krankheit, die bis heute anhält. Ich hoffe, meine Kunst erzählt die Geschichte einer Tragödie und dient als Erinnerung daran, wozu das Böse fähig ist. Nie wieder werden unsere Stimmen zum Schweigen gebracht werden“, schreibt Amy Hirschowitz weiter.

Eine Einladung zu internationalen Jugendbegegnungen nach Deutschland, in Workcamps 2022, erhalten außer ihr auch Catalina Taylor aus Frankreich für das Gedicht „Hibakusha“, Connie Heather aus Irland für die Rede „Silent Conflict“ (hier übersetzt) und Clintin Ambeno aus Zypern für das Lied „The Unheard Voices“.
 

Konflikt-Folgen und die Pandemie

„Allen Gewinnerinnen und Gewinnern, aber auch allen Teilnehmenden gratulieren wir herzlich zu diesen beeindruckenden Ergebnissen“, sagt Vasco Kretschmann, der zum zweiten Mal für den Volksbund Jury-Mitglied war. Er leitet den Fachbereich Friedenspädagogisches Arbeiten an Schulen und Hochschulen. „Die Vielfalt und die Fülle an ausgezeichneten Beiträge aus vielen Ländern mit sehr unterschiedlichen Erinnerungskulturen hat die Auswahl nicht einfach gemacht. Es ist sehr beeindruckend, welche kreativen Lösungen die Teilnehmenden finden.“ Themen, die wiederholt vorkamen, waren sowohl die psychologischen Folgen von Konflikten als auch die aktuelle Pandemie-Situation.

Seit dem 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkrieges unterstützt der Volksbund die Ausschreibung des Wettbewerbs. Never Such Innocence richtet sich weltweit an junge Menschen zwischen neun und 18 Jahren und ruft dazu auf, kreative Beiträge – Poesie, Kunst, Reden und Gesang – zu historischen und aktuellen Konflikten einzureichen.

Die Volksbund-Sonderpreise werden unter den vorderen Plätzen jeder Genre-Kategorie in der Altersgruppe 16 bis 18 Jahre vergeben. „Hervorheben möchte ich die interessanten Motivationsschreiben zum Gedicht 'Hibakusha' von Catalina Taylor und das Kunstwerk 'Words Silenced by Sickness' Amy Hirschowitz aus Großbritannien“, betont Vasco Kretschmann.
 

Catalina Taylor zum Gedicht „Hibakusha“

„Ich beschloss, mich auf die amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im Jahr 1945 zu konzentrieren, nachdem ich Artikel rund um den 75. Jahrestag des Abwurfs der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki gelesen hatte“, schreibt Catalina Taylor. „Während ich die Ereignisse recherchierte und Berichte von Überlebenden las, war ich nicht nur von der unmittelbaren Zerstörung der Städte und ihrer Bewohner schockiert, sondern auch von den bleibenden physischen und psychischen Auswirkungen auf die Überlebenden. Dieses Gedicht kombiniert Elemente mehrerer wahrer Geschichten und spricht das Stigma an, das einen 'Hibakusha', einen Atombombenüberlebenden, umgibt. Ich war beeindruckt von der Ungerechtigkeit, dass die Opfer der Atombombenangriffe gefürchtet, gemieden und – sehr oft – zum Schweigen gebracht wurden, nachdem sie mit ansehen mussten, wie Menschen auf grässliche Weise starben, ihr Zuhause und ihre Familienmitglieder verloren und selbst an einer Strahlenvergiftung litten.“

Alle Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs sind in einem Album aufgeführt.

Text: Dr. Vasco Kretschmann
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