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Erinnern & Gedenken

Verständigung, Versöhnung & Frieden

Der Volksbund ist ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen.

Wir gestalten öffentliches Gedenken und suchen nach Wegen dialogischen Erinnerns. So wollen wir die unterschiedlichen historischen Erfahrungen und Erinnerungskulturen unserer europäischen Nachbarn kennenlernen und verstehen. Darüber hinaus unterstützen wir das würdige Andenken an alle, die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft waren.

„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“

George Santayana

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Dankbar sein für ihren Mut

D-Day in der Normandie vor 77 Jahren: internationales Gedenken auf Volksbund-Kriegsgräberstätte La Cambe

Als das entscheidende Manöver zur Befreiung Europas und zugleich eine Warnung für die Gegenwart bezeichnete der deutsche Botschafter in Frankreich, Dr. Hans-Dieter Lucas, die Landung alliierter Truppen in der Normandie vor 77 Jahren. Auf der deutschen Kriegsgräberstätte im französischen La Cambe begrüßte er unter anderem Botschafter aus Großbritannien, den Niederlanden und Norwegen zum gemeinsamen Gedenken an die Opfer.

Oda Helen Sletnes (Norwegen), Pieter de Gooijer (Niederlande) und Edward Llewellyn (Großbritannien) richteten mit ihm die Schleifen an den Kränzen. Lieutenant Colonel Lois Kent vertrat die USA. Dass trotz der Einschränkungen Vertreter von Diplomatie, Militär, Verwaltung und der Commonwealth War Graves Commission (dem britischen Volksbund-Partner) gekommen waren, wertete Hans-Dieter Lucas als Ausdruck starker Freundschaft zwischen den Ländern – „trotz des Unglücks, das Nazideutschland in der Welt und hier in Frankreich verursacht hat“.

77 Jahre sind vergangen – das sind „ein ganzes Leben und zwei Generationen“, sagte Lucas am Vorabend des Jahrestages, am 5. Juni. Bei unzähligen Kriegen in Europa in den vergangenen Jahrhunderten sei diese Befreiung etwas Besonderes: Nicht nur, weil sie eine außergewöhnliche Militäroperation gewesen sei mit Soldaten so vieler Länder, nicht nur wegen der unzähligen Opfer „als Preis für einen folgenschweren Schritt und den Sieg“. Es sei auch dem Mut all derer zu verdanken, die beteiligt waren, „dass wir heute hier in Freiheit, Frieden und Freundschaft versammelt sind.“ Daraus erwachse die Pflicht, dafür demütig dankbar zu sein – und diese Pflicht obliege den Deutschen mehr als allen anderen.
 

Von Hass und Manipulation

Doch der 6. Juni sei zugleich eine Warnung: „Wir gedenken auch derer, die in gutem Glauben für ihr Land kämpften, aber von der Nazi-Diktatur missbraucht wurden. Wieder andere, geblendet von Hass, ließen sich von einem verbrecherischen Regime benutzen“, sagte der deutsche Botschafter. Dieses Gedenken nannte er eine schmerzliche Erinnerung daran, wozu Menschen fähig sind, die manipuliert oder von Hass geleitet werden. Es sei auch ein Aufruf zur Verteidigung von Frieden und Freiheit. Denn frei und in Frieden zu leben sei keine Selbstverständlichkeit: „Das zu glauben, wäre ein schwerer Fehler.“

Der deutsche Botschafter verwies auf Regionen an den Grenzen Europas und der NATO, wo Krieg seine Legitimität als politisches Mittel wiederzuerlangen scheine. Das friedliche Zusammenleben der Völker scheine 77 Jahre nach dem 6. Juni 1944 wieder bedroht – in einer Welt mit internationalen Herausforderungen vom Klimawandel bis zu den Folgen der Pandemie.
 

Komplex und instabil

„Wir leben in einer komplexen und instabilen Welt, die sich stark von der Welt der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts unterscheidet“, betonte der Botschafter abschließend. „Das sollte uns aber nicht davon abhalten, uns die Lehren aus dieser Zeit zu Herzen zu nehmen: die Notwendigkeit, friedliche Lösungen für Streitigkeiten zu suchen, die Ablehnung von Ideologie, Hass und Gewalt als politische Werkzeuge. Wir sollten auch nicht vergessen, dass die Meinungsfreiheit ein grundlegendes Menschenrecht ist.“

Nach einer Schweigeminute richteten die Gäste die Schleifen an den Kränzen. Anschließend waren – auf der Trompete gespielt – das Lied „Der gute Kamerad“, „Sonnerie aux Morts“ und alle Hymnen der vertretenen Nationen zu hören. Für den Volksbund waren Carole Novy (Leiterin der Verwaltungsstelle Metz in Frankreich) und Marc Pasquier (stellvertretender Bezirksleiter West-Gebiet Frankreich) dabei sowie Marie-Annick Wieder (Friedhofsverwaltung), die die Veranstaltung moderierte.
 

Rückblick: Gedenken in La Cambe

Anlässlich des Gedenkens an 75 Jahre Landung in der Normandie organisierte der Volksbund 2019 die Gedenkveranstaltung „Blumen gegen das Vergessen" in La Cambe. Dabei wurde auch an die unbekannten Kriegstoten erinnert und deren Gräber mit den über 1.000 online gespendeten Blumensträußen geschmückt.

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