Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ist anerkannter Träger der politischen Erwachsenenbildung und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

Unter dem Motto „Arbeit für den Frieden“ treffen sich jährlich über 20.000 junge Menschen aus verschiedenen Ländern in den vier Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten sowie bei den Workcamps und Jugendbegegnungen im In- und Ausland, um sich gegenseitig kennenzulernen, gemeinsame Freizeit zu erleben, auf Kriegsgräber- und Gedenkstätten zu arbeiten und sich mit der deutschen und europäischen Geschichte auseinander zu setzen.

Darüber hinaus bieten Bundesgeschäftsstelle und Landesverbände im schulischen und außerschulischen Bereich folgende Veranstaltungen im Bereich Aus- und Fortbildung an:

  • Fachtagungen
  • Fortbildungen und Seminare
  • Aus- und Fortbildung für die ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen

Die Auswirkungen von Krieg und Gewaltherrschaft werden auf Kriegsgräberstätten auf besonders eindrückliche Weise gegenwärtig. Denn Kriegsgräberstätten, gerade jene im Inland, sind keine reinen Soldatenfriedhöfe. Auch Zivilisten sind hier begraben, Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge, Bombenopfer, Widerstandskämpfer sowie Ermordete der NS-"Euthanasie". Die individuellen Geschichten von Menschen, die Opfer der Kriege wurden, bieten den Besuchern die Möglichkeit, ein kritisches Verständnis der deutschen und der europäischen Geschichte zu entwickeln.

Die Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm auf Usedom, Veranstaltungsort und Ausgangspunkt der Informationsfahrt, liegt neben einer der größten Kriegsgräberstätten Deutschlands. Hier sind vor allem zivile Kriegsopfer bestattet, die am 12. März 1945 bei Luftangriffen auf Swinemünde ums Leben kamen.

Während der Fortbildung werden die partizipatorischen, dialogischen und interaktiven Lernmethoden der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte (JBS) Golm erfahrbar gemacht. Dabei wird anhand praktischer Übungen gezeigt, wie gesellschaftliche und historische Thematiken mit jungen Menschen auf respektvolle Weise diskutiert werden können. In einem moderierten Fachaustausch sollen zudem Methoden des selbstbestimmten und forschenden Lernens sowie moderner Menschenrechtspädagogik am historischen Ort Kriegsgräberstätte reflektiert werden. Eine Exkursion nach Świnoujście (Swinemünde) vermittelt aktuelle Chancen sowie Herausforderungen des Zusammenlebens und Lernen im deutsch-polnischen Grenzraum.

Schließlich runden Tipps und Hilfestellungen für die Organisation mehrtägiger Schulexkursionen zur Insel Usedom die Fortbildung ab, wobei konkret auch die Durchführung von bi-nationalen schulischen Begegnungen speziell im deutsch-polnischen Rahmen besprochen werden.

Die Themenschwerpunkte und das Programm entnehmen Sie bitte dem Flyer. Weitere Informationen zur JBS Golm finden Sie unter www.jbs-golm.de.

Anmeldungen bitte bis 10.09.2018


Das Jahr 2018 steht im Zeichen des Endes des Ersten Weltkriegs und des Neubeginns. Dem Zusammenbruch der „alten“ Ordnung in Europa und der Welt folgen Bemühungen, durch Kooperationen und Strukturen nachhaltig den Frieden auf dem Kontinent zu sichern. Im Rahmen seines dreijährigen Schwerpunktthemas 2018 bis 2020 „Europa, der Krieg und ich“ nimmt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. in diesem Jahr die gesellschaftspolitischen Umbrüche in den Blick und fragt nach den Entwicklungslinien und Visionen bis zur Europäischen Union. 

Das Fachkräfteseminar zum Volkstrauertag 2018 in Berlin bietet Ihnen eine Plattform, sich mit Fachkräften der Schul- und Bildungsarbeit praxisnah auszutauschen: Welche Geschichten erzählen uns Kriegsgräberstätten über Krieg und Gewalterfahrungen in Deutschland und Europa? Welche Gedenkkultur repräsentieren sie damals und heute? Mit welchen Materialien und konkreten Angeboten können wir die aufgeworfenen Fragen für Jugendliche fruchtbar machen und in den schulischen Bildungsalltag implementieren? 

Den Abschluss des Seminars bilden die zentrale Gedenkstunde im Deutschen Bundestag mit anschließendem Empfang des Bundespräsidenten und eine Führung durch den Deutschen Bundestag. 

Nähere Informationen zum Seminar

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

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