Volksbund-Präsident Wolfgang Schneiderhan (Mitte) mit Vertreterinnen und Vertretern Berlins und Brandenburgs am Sowjetischen Ehrenmal Schönholzer Heide (© Harald John)
Stilles Gedenken am 8. Mai
Volksbund-Präsident Wolfgang Schneiderhan legt Kranz in Berlin-Pankow nieder
Am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Pankow haben Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Berlin, des Landes Brandenburg und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. der Opfer der Weltkriege gedacht. Die stille Zeremonie fand am 8. Mai statt – 81 Jahre, nachdem die Waffen endlich auch in der zerstörten Hauptstadt schwiegen.
Für den Volksbund ist das alljährliche Gedenken an diesem Ort mit seiner Symbolkraft eine wichtige Geste. Präsident Wolfgang Schneiderhan steht dabei auf der Schönholzer Heide mit Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegener und Cornelia Seibeld, Präsidentin des Abgeordnetenhauses von Berlin, Seite an Seite.
Erstmals dabei waren Tobias Dünow, Staatssekretär für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, und Dr. Niklas Wagner, Beauftragter für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien im Auswärtiges Amt.
Gedenken vor der „Mutter Heimat“
Gemeinsam erinnerten sie vor den Kränzen am Fuß der mächtigen Statue „Mutter Heimat“ an die Weltkriegstoten sowie an alle Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Auf der mächtigen Kriegsgräberstätte ruhen rund 13.200 Soldaten der Roten Armee, mehr als 80.000 waren an den Endkämpfe der „Schlacht um Berlin“ beteiligt.
Ihre Namen sind – teilweise zumindest – auf 100 Bronzetafeln des Sowjetischen Ehrenmals verewigt, das von einem 33 Meter hohen Obelisken überragt wird.
Gedanken auch bei den West-Alliierten
Auch vor der „Julius-Leber-Kaserne“ in Berlin-Wedding legte ein Volksbund-Vertreter einen Kranz nieder. Damit wird vor dem ehemaligen Hauptquartier der Französischen Streitkräfte auch der Opfer der westlichen Alliierten – USA, Frankreich und der Staaten des Commonwealth – gedacht.
Am Abend schließt sich ein Gedenkgottesdienst in der „Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche“ an, den der Volksbund-Landesverband Berlin mitgestaltet. Er beginnt um 18 Uhr. Ab 16 Uhr informiert der Volksbund an der Gedächtniskirche an einem Stand über seine Arbeit.
Am Vorabend des 8. Mai hatte der Landesverband Brandenburg die Gebeine von 80 sowjetischen Soldaten auf einem Garnisonsfriedhof bei Potsdam eingebettet: 80 Weltkriegssoldaten finden ihre letzte Ruhe.
Spenden-Verdopplungsaktion
Am 8. Mai stehen auch die Verfolgten des Nationalsozialismus im Fokus. Mit seiner Jugend- und Bildungsarbeit hält der Volksbund auch die Erinnerung an sie wach und stärkt die Demokratie mit vielen Angeboten.
Sein neustes Projekt bringt Jugendliche und junge Erwachsene nach Riga. Helfen Sie dem Volksbund, die NS-Geschichte für junge Menschen begreifbar zu machen und ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen. Die Bethe-Stiftung verdoppelt jeden gespendeten Euro!
