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Uraufführung zum Veteranentag – Erinnerungen an Afghanistan

Benefizkonzert mit dem Musikkorps der Bundeswehr ab 15. Juni online

Eine musikalische Würdigung aller Soldatinnen und Soldaten, die in Auslandseinsätzen waren, – das war der Gedanke beim Konzert des Musikkorps der Bundeswehr zum diesjährigen Veteranentag am 15. Juni. Im „Anneliese Brost Musikforum Ruhr“ in Bochum dankten die mehr als 600 Gäste mit langem Applaus für ein Konzertereignis der besonderen Art, das der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. unterstützte.
 

Konzert zum Veteranentag

„Freiheit ist das Einzige, was zählt.“ Die Marius Müller-Westernhagen-Ballade „Freiheit“ bildete den krönenden Abschluss eines Abends mit ganz verschiedenen Musikstilen und vielen emotionalen Momenten.
 

„Helden für einen Tag“

Das Musikkorps der Bundeswehr begann das Konzert mit David Bowies „Heroes“. Sängerin Susan Albers interpretierte die Hymne über „Helden für einen Tag“ einfühlsam und ruhig.

Dramatisch wurde es mit „Non nobis, domine“, der Filmmusik aus Kenneth Branaghs Historienepos „Heinrich V.“, emotional schließlich bei Whitney Houstons „One Moment In Time“.
 

Das Feuer und die Stille

Höhepunkt war die Uraufführung einer Komposition mit Bezug auf den Veteranen Hagen Vockerodt, der auch auf die Bühne kam und langen Applaus erhielt für den Mut, über seine Geschichte offen zu berichten.

In dem komplexen Stück „Feuer | Stille“ hat der Komponist und Trompeter Alexander Reuber Szenen aus dem bewegten Leben des Hauptmanns a.D. Vockerodt – Sanitätsoffizier und Autor des Buches „1638 Tage im Krieg: Die Kehrseite der Einsatzmedaille“ – zu einer mitreißenden Komposition verdichtet.

Zehn Einsätze im Ausland

In längeren Interviewbeiträgen berichtete Vockerodt über seine zehn Auslandseinsätze von Kosovo bis Afghanistan. Dokumentarische, dramatische Szenen verwoben sich mit erzählender Tondichtung.

Der Komponist sagte dazu, dass seine Musik bewusst auf einfaches Heldenepos verzichte und die Realität von Kampfeinsätzen in ihrer ganzen Spannbreite zeigen wolle: „Belastung, Sinn, Kameradschaft und Verantwortung“.

Kämpfe in einem fernen Land

Um Verantwortung in Auslandseinsätzen ging es auch in der Rede von Brigadegeneral a.D. Dirk Backen. Der Afghanistan-Veteran und heutige Generalsekretär des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. berichtete sehr persönlich von seinen Erfahrungen.

Er sprach über die Kämpfe in einem fernen Land, über gefallene Kameraden, über die Trauer und darüber, wie es ist, den fassungslosen Angehörigen gegenüberzutreten. Backen dankte dafür, dass ein Teil des Konzerterlöses der Kriegsgräberfürsorge zugutekommen soll.

Mit Blick auf den Veteranentag sagte der Volksbund-Generalsekretär: „Wir brauchen diesen Tag, um auf die Bedeutung der Veteraninnen und Veteranen hinzuweisen.“
 

Zentrale Veranstaltung am 21. Juni

Bochums Oberbürgermeister Jörg Lukas hatte die Zuhörerinnen und Zuhörer im eleganten Brost-Musikforum begrüßt und auch der Landesvorsitzende des Volksbundes in Nordrhein-Westfalen, Thomas Kuchaty, hieß die zahlreichen Ehrengäste willkommen. 

Seit 2025 ist der 15. Juni der nationale Veteranentag. Weil er in diesem Jahr auf einen Montag fällt, findet die zentrale Veranstaltung in Berlin am Sonntag, 21. Juni, statt. Das Konzert zum Veteranentag wurde aufgezeichnet – das Video gibt es hier:
 

Konzert zum Veteranentag

Übersicht der Veranstaltungen bundesweit

Lichter der Ewigkeit

2025 hat der Volksbund in Kooperation mit dem Reservistenverband zum 1. Nationalen Veteranentag ein Sternbild am virtuellen Firmament erschaffen. Wer einen Angehörigen vermisst, einen Freund, eine Freundin, eine Kameradin oder einen Kameraden, ist eingeladen, einen Stern aufgehen zu lassen und das Gedenken und die Erinnerung so mit anderen zu teilen – verbunden mit einer Spende für die Volksbund-Arbeit: Lichter der Ewigkeit.

Der Volksbund ist ...

… ein gemeinnütziger Verein, der im Auftrag der Bundesregierung Kriegstote im Ausland sucht, birgt und würdig bestattet. Mehr als 5.500 waren es im vergangenen Jahr. Der Volksbund pflegt ihre Gräber in 45 Ländern und betreut Angehörige. Mit seinen Jugend- und Bildungsangeboten erreicht er jährlich knapp 50.000 Menschen. Für seine Arbeit ist er dringend auf Mitgliedsbeiträge und Spenden angewiesen.
 

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Harald John Abteilungsleiter Fundraising-Kommunikation-Marketing (FKM)