"Botschafter der russischen Juden in Hamburg" - So bezeichnete der Landesrabbiner der Freien und Hansestadt Hamburg Shlomo Bistritzky auf der Trauerfeier Oleksander Goferman, der am 18. Januar 2019 nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren verstarb. Herr Goferman war Vorsitzender der "Veteranen des Zweiten Weltkrieges e.V." und dem Hamburger Volksbund seit 20 Jahren eng verbunden. Der Verein ist Teil der Jüdischen Gemeinde in Hamburg. Seine Mitglieder - als sogenannte jüdische "Kontigentflüchtlinge" bis 2004 nach Deutschland eingewandert - kommen aus allen Staaten der ehemaligen UdSSR. War zu Beginn der Zusammenarbeit der bewegende Austausch über Kriegserlebnisse in Zeitzeugen-Seminaren vorrangig, so fand später die regelmäßige Teilnahme an den Internationalen Abenden der Jugendcamps in Hamburg statt. Bis heute werden im Frühjahr gemeinsam mit Volksbund-Mitgliedern, Hamburger Reservisten und Vertretern der Bundeswehr, der russischen und ukrainischen Konsulate die 650 sowjetischen Kriegsgräber auf dem Friedhof in Hamburg-Bergedorf gepflegt. Hieran beteiligt sich mittlerweile schon die Enkelgeneration. Herr Goferman, der stets dafür sorgte, dass Mitglieder seines Vereins an den Gedenkveranstaltungen des Volksbundes teilnahmen, wird uns sehr fehlen. Er hat mit seiner warmherzigen und hilfsbereiten Art viel für die deutsch-russische Freundschaft getan und wurde auf dem Landesvertretertag 2006 für seine Verdienste mit der Spinoza-Medaille ausgezeichnet.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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