Jugendliche erneuern die Inschriften auf den Grabkreuzen.
Jedes traurige Schicksal eines toten Soldaten
ist ein Grund, nie wieder Krieg zu führen.
Kriegstote suchen und würdig bestatten
Jugendliche Workcamp-Teilnehmer auf einer deutschen Kriegsgräberstätte des Zweiten Weltkrieges (Foto: Hussam Alhabash)

Gemeinsam erinnern, Frieden bewahren 

Erinnern, Gedenken und Frieden fördern

Fast täglich erinnern uns die Nachrichten daran, dass Frieden sehr wertvoll ist. Wir gedenken jährlich im September am Antikriegstag bzw. Weltfriedenstag. Frieden ist nichts Selbstverständliches – auch für uns in Deutschland nicht, obwohl der letzte Krieg hier bei uns schon über 75 Jahre vorbei ist. „Nie wieder Krieg" – dieser Satz steht nicht nur für den Weltfriedenstag, sondern ist auch ein zentrales Anliegen des Volksbundes. 

Etwa 2,8 Millionen Kriegstote ruhen inzwischen auf den 832 Kriegsgräberstätten, die der Volksbund in 46 Ländern betreut und pflegt. Es sind Orte zum Innehalten, wo Vergangenheit und Gegenwart zusammentreffen. Das Reiseangebot des Volksbundes ermöglicht es den Familien, die letzte Ruhestätte ihrer Angehörigen zu besuchen – für viele ein großer Trost nach Jahren der Ungewissheit. Die oft riesigen Gräberfelder erinnern alle Besucher an die grausamen Folgen von Krieg und Gewalt und mahnen eindringlich, den Frieden zu bewahren. 

Fast 5 Millionen Kriegstote beider Weltkriege warten auf ihre Angehörigen

Gab es auch in Ihrer Familie Gefallene oder Vermisste in den Weltkriegen, deren Grablage Sie nicht kennen? Wenn Sie auf der Suche nach einem bestimmten Kriegstoten sind, ist Ihnen dabei unsere Gräbersuche online behilflich. Beachten Sie bitte, dass die Erfassung der Daten noch nicht abgeschlossen ist. In den nächsten Jahren werden noch ca. 500 000 Namen in die Datenbank aufgenommen. Sollte der Gesuchte noch nicht erfasst sein, so haben Sie die Möglichkeit, ein Suchformular auszufüllen. Zur Gräbersuche online ...

Jugendarbeit über die Grenzen hinweg

„Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden" lautet das Leitwort der Jugendarbeit des Volksbundes. In Workcamps helfen Jugendliche aus verschiedenen Ländern bei der Gräberpege und frischen z.B. die verblassten Inschrien der Grabkreuze auf.

In den vier Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten des Volksbundes in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Deutschland nehmen junge Menschen an friedenspädagogischen Projekten auf den dortigen Kriegsgräberstätten teil. Rund 20 000 Jugendliche und junge Erwachsene nutzen jährlich diese Angebote. So haben sie die Chance, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und sich der Folgen von Krieg und Gewalt bewusst zu werden.

Nur wenn junge Menschen aus der Geschichte lernen, können sie den Frieden bewahren.

Weltfriedenstag oder Antikriegstag 

Die Botschaft des Gedenktages ist auch heute sehr aktuell und wichtig. Und das gilt auch für uns in Europa. 

Termine: 

• In der Bundesrepublik Deutschland, der 1. September (seit 1966) und

• der „Internationalen Tag des Friedens" der Vereinten Nationen (UNO) am 21. September (seit 1981).

Gedanken und Erinnerungen zum 1. September

Unser Nachbar Polen

Die Luft ist klar und es riecht schon ein wenig nach Herbst. Die ersten Blätter fallen. Ich stehe in meiner Heimatgemeinde hoch im Norden auf dem sogenannten Ehrenhain, auf dem man nach dem Ersten Weltkrieg einfache Feldsteine aufgestellt hatte mit den Namen der Männer, die nicht nach Hause zurückgekehrt waren. Die kleine, eher unscheinbare Anlage ersetzte für die Angehörigen den Soldatenfriedhof, der unerreichbar in weiter Ferne war. Keine Heldenverehrung erkennbar, es war und ist ein Ort der Trauer. Es sind viele Namen für unser kleines Dorf, zu viele. Einer dieser Namen ist Hans Backen, mein Urgroßvater, der – so sagt es die Inschrift – 1915 in Russland gefallen ist. Tatsächlich liegt der Ort jedoch in Polen, jenem Land, das noch mehr Tote aus meiner Familie sehen sollte. Hans hinterließ eine Frau und sechs Kinder, 5 Jungs und ein Mädchen. Nur zwei von Ihnen sollten den folgenden zweiten Weltkrieg überleben. Mehr ...

Internationale Tag des Friedens: 21. September

Kriegsgräbervorsorge statt Kriegsgräberfürsorge

Am 21. September wird offiziell der Internationale Weltfriedenstag gefeiert. Darüber entschied 1981 die Generalversammlung der UNO. Was hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge damit zu tun? Der Volksbund pflegt seit 101 Jahren die Gräber der Kriegstoten in 46 Staaten der Erde, das sind die Ruhestätten von ungefähr 2,8 Millionen Toten auf 832 Kriegsgräberstätten. Der Volksbund hat in dieser Zeit auf vielen dieser Kriegsgräberstätten unzählige Angehörige und Freunde der dort bestatteten Toten zusammengebracht. Bei internationalen Begegnungen treffen Jugendliche aus Nationen zusammen, die früher verfeindet waren. Sie pflegen gemeinsam die Kriegsgräberstätten, sie lernen sich kennen, schätzen und manchmal sogar lieben. Sie erfahren Fremdes als Bereicherung, sie erkennen den Wert der Freiheit und des Friedens. Mehr ...

Und so können Sie helfen:

Mit ca. 30 Euro leisten Sie einen Beitrag, um die Namen Kriegstoter auf einer Gedenktafel zu verewigen.
Mit ca. 60 Euro übernehmen Sie für
ein Jahr die Pflege von zehn Kriegsgräbern.
Mit ca. 100 Euro unterstützen Sie die Suche nach einem Kriegstoten, seine Identifizierung und würdige Bestattung.

www.volksbund.de/weltfriedenstag

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

Spendenkonto

IBAN:
DE23520400210322299900

BIC: COBADEFFXXX

Commerzbank Kassel


Lichter der Ewigkeit


Im Gedenken zum Weltfriedenstag: 
Erschaffen Sie ein Licht im Gedenken an einen lieben Menschen, setzen Sie ein Zeichen für den Frieden und unterstützen Sie damit unsere Arbeit mit Ihrer Spende. In wenigen Schritten können Sie ein Foto hochladen und persönliche Worte an den Verstorbenen richten.

www.Lichter-der-Ewigkeit.de

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