"Ich hoffe, dass ich sowas nie wirklich selber erleben muss"

Projekttag zu Gewaltmigration im 20. und 21. Jahrhundert an der Marie-Durand-Schule Bad Karlshafen

8. Juni 2016

Verschiedene Biographien von Geflüchteten trafen bei dem Planspiel auf verschiedene Stationen. Foto: Arne Jost.

Die Station "Gemeinschaftsunterkunft" diente auch der Reflexion der Erlebnisse. Foto: Arne Jost.

Das Fazit einer Schülerin des Jahrgangs 9 der Marie-Durand-Schule nach einem durch den Landesverband Hessen durchgeführten Projekttag zum Thema „Flucht und Gewaltmigration“ verdeutlicht, wie intensiv die Schülerinnen und Schüler sich an diesem Tag mit der Thematik auseinandergesetzt haben.


Der Projekttag war Einstieg in die thematisch angepasste Projektwoche zu der auch die Ausstellung „geflohen, vertrieben – angekommen?!“ drei Wochen an der Schule präsentiert wird.
Als Einstieg in den Tag setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Migration in der eigenen Familiengeschichte auseinander. Dafür positionierten sie sich auf einer imaginären Weltkarte im Klassenraum entsprechend ihres Geburtsortes. Anschließend wechselten sie die Position entsprechend der Geburtsorte der Eltern, Großeltern und (sofern bekannt) Urgroßeltern. So wurde schnell deutlich, dass Migration etwas Alltägliches ist und in den meisten Familien zu finden ist, ohne sich darüber bewusst zu sein.


Um diese Erfahrungen einordnen zu können, folgte eine Präsentation zur Migrationsgeschichte und rechtlichen Grundlagen der Migration in Deutschland und Europa.


Mit einer Phantasiereise wurde anschließend in den aktiven Teil des Tages gestartet. Höhepunkt war ein Planspiel zur Situation von Geflüchteten in Deutschland. Dabei übernahmen die Schülerinnen und Schüler Rollen von Geflüchteten verschiedener Herkunft oder relevanten Stellen im deutschen Asylsystem, wie zum Beispiel das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Dabei konnten die vielen Hindernisse und Schwierigkeiten, aber auch die allgemeine Situation von Geflüchteten vermittelt werden. Alle Teilnehmenden zeigten sich begeistert von der Möglichkeit, sich auf diese Art und Weise mit der Thematik auseinanderzusetzen. Dennoch war sich die Gruppe darüber einig, dass sie niemals real in eine solche Situation gezwungen werden wollen.


Nach insgesamt vier gemeinsamen Stunden war der Projekttag zu Ende und alle konnten auf einen abwechslungsreichen und erfolgreichen Tag zurückblicken. Mir als Projektleiter bleibt nur noch, mich für die wunderbare Zusammenarbeit und eine wirklich entspannte Gruppe zu bedanken sowie für den Rest der Woche noch viel Spaß zu wünschen.


Sollten Sie Interesse an dem Projekttag oder der Ausstellung haben, wenden Sie sich an unser Bildungsreferat.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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