"Ich wusste gar nicht, dass es hier so etwas gibt!"

Studierende der Elisabeth-Knipping-Schule in Kassel setzten sich während einer Spurensuche mit den drei Gräberfeldern des Zweiten Weltkrieges auf dem Hauptfriedhof Kassel auseinander.

24. September 2015

Gräberfeld der Soldaten. Foto: Kristina Blömer

Der Besuch des Friedhofs war als praktischer Teil in den schulischen Projekttag eingebettet. Die jungen Erwachsenen – zukünftige Erzieherinnen und Erzieher, im zweiten Ausbildungsjahr – setzten sich im Laufe des Tages mit dem Wandel der Erinnerungskultur und der Symbolik von Gedenkstätten auseinander. Am Ende des Projekttages reflektierten sie ihre eigene zukünftige berufliche Rolle als Vermittler von politischer Bildungsarbeit

Auf dem Hauptfriedhof lernten die Studierenden die Gräberfelder der ausländischen Kriegstoten, der Bombenopfer und der Soldaten kennen. In intensiver Gruppenarbeit setzten sich die jungen Erwachsenen mit der Geschichte der einzelnen Gräberfelder und der dort bestatteten Kriegstoten auseinander.

Zu anregenden Diskussionen führte die Beschäftigung mit den Inschriften der Mahnmale auf den einzelnen Gräberfeldern, da diese Inschriften die Erinnerungskultur der Bundesrepublik in den 1950er Jahre widerspiegeln. Die zukünftigen Erzieherinnen und Erzieher waren sich schnell einig, dass die Inschriften nicht mehr zeitgemäß sind und dadurch eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Zweiten Weltkrieg erschwert wird. Die Lösungsvorschläge reichten von einer Neugestaltung der Gräberfelder und den Mahnmalen bis hin zu der Aufstellung von weiteren Informationstafeln.

Der Friedhofsbesuch ermöglichte der Gruppe ganz praktische Einblicke in die Bedeutung und Symbolik von Gedenkstätten im Wandel der Erinnerungskultur.

 

 

 

 

 

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