Neue Forschungsergebnisse zu Kloster Arnsburg erstmals in der Bildungsarbeit verwendet

13. Juli 2018

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erschließen sich die Kriegsgräberstätte mithilfe einer "Spurensuche". (Foto: Volksbund)

Moos und Flechten haben keine Chance: Die Kriegsgräberstätte wird, auch in Vorbereitung auf die abschließende Gedenkveranstaltung des Workcamps, hergerichtet. (Foto: Volksbund)

Die 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der derzeit in Hessen stattfindenden internationalen Jugendbegegnung bringen Leben auf den Friedhof im Innenhof des alten Zisterzienserklosters. Für viele der jungen Leute ist es der erste Besuch einer Kriegsgräberstätte: In Gedanken versunken laufen sie die Grabreihen entlang, studieren die Namen auf den Gräbern, verweilen mitunter. Wenig erfährt man vor Ort über die Toten, merken sie anschließend an. Dass dieses Wenige darüber hinaus mitunter falsch ist, erfahren sie in der anschließenden Auswertung ihrer Spurensuche.

Die Kriegsgräberstätte Kloster Arnsburg stand im vergangenen Jahr im Fokus des Forschungsprojekts zur historischen Aufarbeitung ausgewählter hessischer Kriegsgräberstätten. Dabei zeigte sich, dass einige Namen verschrieben, die Nationalität oder das Geschlecht falsch angegeben wurden. Diese Irrtümer sowie die Biografien einzelner Kriegstoter sollen zukünftig über Einzelstelen vor Ort sichtbar gemacht werden. Eine Idee, die von den Jugendlichen sehr begrüßt wurde.

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung stand der Ort an den darauffolgenden Tagen auch in anderer Art und Weise im Fokus, als man ihm mit Wurzelbürste und Heckenschere zu Leibe rückte. Die Teilnehmenden befreiten die Grabkreuze von Moos und Flechten, schnitten das Erika-Kraut zurück und reinigten die Namenstafel der Gräber.

Der zuständige Mitarbeiter der Stadt Lich zeigte sich begeistert vom Elan der Jugendlichen und dem Ergebnis dieses Arbeitseinsatzes. Der Gedenkveranstaltung auf der Kriegsgräberstätte am kommenden Mittwoch steht nichts mehr im Wege.

Autor: Judith Sucher

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