Lernort Runkel

 

Die Kriegsgräberstätte Runkel wurde Ende der 1960er Jahre als letzte Sammelanlage in Hessen geschaffen. Insgesamt 232 Tote des Ersten und Zweiten Weltkriegs – 123 deutsche, sowie 89 ausländische und 20 unbekannte – wurden hier beigesetzt.
Ihre Geschichte(n) sind vielfältig: Neben deutschen Wehrmachtssoldaten und Angehörigen der Waffen-SS haben auch zivile Bombenopfer hier ihre letzte Ruhe gefunden. Aber auch die Opfer des Nationalsozialismus,  polnische und sowjetische Kriegsgefangene, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge und Gefangene eines so genannten Arbeitserziehungslagers wurden hinzu gebettet. Unter ihnen finden sich auch zahlreiche polnische und sowjetische Säuglinge und Kleinkinder.

Die Johann-Christian-Senckenberg-Schule aus Runkel hat die Patenschaft für den Friedhof übernommen. Foto: I. Faust
Im Rahmen des Wahlpflichtkurses "Erinnerungskultur" finden auch Projekte auf der Kriegsgräberstätte statt. Foto: I. Faust

Der Landesverband Hessen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. hat die Geschichte der Kriegsgräberstätte Runkel in seinem Forschungsprojekt wissenschaftlich aufgearbeitet. Diese Ergebnisse sind Grundlage des pädagogischen Angebots für diesen Friedhof, das Jugendliche anleitet, sich mit der Geschichte ihrer Region zur Zeit des Nationalsozialismus kritisch auseinanderzusetzen. Exemplarische Einzelschicksale und historische Hintergründe zur Anlage der Kriegsgräber bieten hierfür zahlreiche Anknüpfungspunkte.

Folgende Schwerpunkte werden im Rahmen eines Projektages behandelt: Zwangsarbeit, „rollendes KZ“, Kriegsgefangenschaft, Waffen-SS, Gedenk- und Erinnerungskultur.

 

Rahmenbedingungen:

  • Interaktive Spurensuche mit Fragebogen (Dauer 1-2 h, max. 35 Personen, ab 14 Jahren)
  • Projekt- oder Seminartag(e) mit Spurensuche oder Führung und vertiefender Gruppenarbeit (Dauer 5 – 6 h, max. 35 Personen, ab 14 Jahren)
  • Ein geringer Unkostenbeitrag wird erhoben.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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