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Ausstellung „14/18 - Mitten in Europa“ im Rahmen der Ausstellung zum Ende des 1. WK in Bartholomä eröffnet.
Italienische Partnergemeinde stellte ebenfalls Exponate zur Verfügung.
13. November 2018
  • Nordwürttemberg

Am Freitag, den 09.11.2018 eröffnete der Arbeitskreis Ortsgeschichte der Gemeinde Bartholomä eine, mit viel persönlichem Aufwand der Mitglieder gestaltete, Ausstellung anlässlich des Ende des 1. WK.

Durch die Partnergemeinde „Casola Valsenio“ (Provinz Ravenna) wurden ebenfalls Exponate zur Verfügung gestellt, welche die damalige  Situation in der heutigen Partnergemeinde aufzeigt. Übersetzt wurden die Texte zu den italienischen Beiträgen vom Partnerschaftsverein in Bartholomä. Weiterhin lief ein Film der Kreisbildstelle Ostalbkreis über den 1. WK parallel als Informationshintergrund für die Gäste im evangelischen Gemeindehaus. Darüber hinaus läuteten im Ort die Kircheglocken von 19.14 Uhr 19.18 Uhr, um so an die Kriegsjahre des 1. WK zu erinnern.

Bürgermeister Thomas Kuhn erinnerte zu Beginn seiner Rede, dass damals 89 Männer der Gemeinde in den Krieg ziehen mussten, wovon nur 34 überlebten. Kuhn stellte in seinen  Ausführungen zudem heraus, dass dieser Krieg unterschätzt wurde, dieser Krieg sich, entgegen den Erwartungen, eben nicht so schnell und siegreich beenden ließ wie geplant und dieser Krieg auch aus eigener Selbstüberschätzung entstand. Kuhn spannte einen historischen Bogen Ereignissen, für welche dieser 9. November im Verlauf der Geschichte schon als historisches Datum stand. Weiterhin unterstrich BM Kuhn, wie wichtig, aber auch wie anfällig, das heutige System unserer Demokratie ist. In Bezug auf die große Bedeutung des geeinten Europa bezog er sich auf die Worte von Jean Claude Juncker, dass wer an Europa zweifele, auf Soldatengräber gehen solle.

 Der Sprecher des Arbeitskreises Ortsgeschichte (AKO) Carsten Weber bedankte sich, wie zuvor schon BM Kuhn, bei allen Helfern und bei der Partnergemeinde, die mit den Exponaten ebenfalls ihren Anteil in der Zusammenstellung dieser Ausstellung hatte.  Als Motivation diese Ausstellung auf den Weg zu bringen sagte Weber, dass der „AKO“ damit Schicksale aufzeigen und darstellen wolle.

 Bezirksgeschäftsführer Thomas Faul führte als dritter Redner in Inhalt und Aufbau der Ausstellung des Volksbundes zum 1. WK ein. Er bezog seine Ausführungen im Schwerpunkt auf die Zeit und die Geschehnisse um das Kriegsende, bis hinein in die Weimarer Republik. Dies auch mit Blick auf die Folgen der damaligen Entscheidungen Handlungen, die bis heute Wirkung entfalten. In Bezug auf die Unterstützung der Partnergemeinde und einem geeinten Europa sagte Faul unter anderem:“ Wo Feinde zu Freunden werden, da ist kein Platz für Krieg.“