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„Doch die Frage lässt mich nicht ruh´n, Was können für Frieden wir tun?“
JAK Berlin organisiert die Gedenkveranstaltung Plötzensee
27. November 2018
  • Berlin

Am Samstag vor dem Volkstrauertag veranstaltete der Jugendarbeitskreis des Volksbundes Berlin, wie auch die letzten Jahre, eine bewegende Gedenkveranstaltung in der ehemaligen NS-Haftanstalt Plötzensee. Nach Unrechtsurteilen wurden hier von 1933 bis 1945 über 2.891 Menschen hingerichtet. Plötzensee steht für den JAK stellvertretend für Orte, in denen während dieser Zeit Willkür und Unrecht ausgeübt wurden. Heute ist Plötzensee ein Ort des stillen Gedenkens an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Trotz der Kälte, füllte sich die Gedenkstätte schon zeitig und über 150 Personen nahmen teil, darunter Teilnehmende der deutsch-polnischen Jugendbegegnung, die PreisträgerInnen des deutsch-französischen Comicwettbewerbs, viele VertreterInnen der kommunalen Ebenen, die Fraktionen des Abgeordnetenhauses, einige internationale Vertreter der Botschaften und Militärs. Auch die Generalsekretärin des Volksbundes Daniela Schily und der Präsident Wolfgang Schneiderhan konnten begrüßt werden.

Wie auch die ganze Woche, stand die Gedenkveranstaltung unter dem Zeichen des 100 jährigen Endes des Ersten Weltkrieges. Die Sprecherin des JAK Berlins Sophie Rothe sprach in ihrer Eröffnungsrede von ihrer Dankbarkeit in Friedenszeiten aufgewachsen zu sein, appellierte aber auch an die Herausforderung, die dieser Frieden täglich an uns stelle. Melina Dželović, Teilnehmende der Peace School aus Bosnien, stellte in ihrem Redebeitrag klar, man müsse sich tiefgründig mit Geschichte auseinander setzen, um die Möglichkeiten zu haben, sich der Gegenwart zu stellen. Achtsam zu sein habe sie in der Summer Peace School gelernt, auf Nachbarn zuzugehen und füreinander einzustehen. In ihrem philosophischen Gedichtbeitrag „Der Friedenskämpfer“ beschäftigte Sophie Eisenhart, Mitglied des Berliner JAKs, sich mit der Frage, welche Gedanken wohl eher zu Frieden führen und welche diesem eher im Wege stehen. Ihr Gedicht und auch die ausleitenden Worte regten dazu Denkanstöße an. Musikalisch hervorragend begleitet,  wurde die Veranstaltung durch Valentin Butt auf dem Knopfakkordeon -trotz vermutlich frierender Finger. 20 Kränze gab es in diesem Jahr, von denen fünf zum Ende der Veranstaltung offiziell abgelegt wurden, um der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu Gedenken. Im Anschluss wurde ein Gemeinschaftskranz abgelegt, auf dem vorher viele Gäste der Gedenkveranstaltung, ihre Gedanken, Hoffnungen oder Wünsche niedergeschrieben haben.

Unten finden Sie einige Bilder, zu der Veranstaltung.

Zahlreiche Kränze wurden niedergelegt
Zahlreiche Kränze wurden niedergelegt
In der Mitte liegt der Gemeinschaftskranz